25. Juni 2022 / 13:39 Uhr

Awoniyi, Dembélé, Costa und Co.: Das sind die Rekord-Verkäufe der 18 Bundesliga-Klubs

Awoniyi, Dembélé, Costa und Co.: Das sind die Rekord-Verkäufe der 18 Bundesliga-Klubs

Henri Lohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Taiwo Awoniyi, Ousmane Dembélé und Douglas Costa (v. l.) sind die Top-Abgänge ihrer Bundesliga-Klubs.
Taiwo Awoniyi, Ousmane Dembélé und Douglas Costa (v. l.) sind die Top-Abgänge ihrer Bundesliga-Klubs. © IMAGO/Matthias Koch, Eibner, Sven Simon (Montage)
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Der Abgang von Taiwo Awoniyi spült Union Berlin eine Rekord-Ablöse in die Kassen und reiht sich damit ein in eine Riege mit Ousmane Dembélé, Douglas Costa und Co.. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick auf die teuersten Zu- und Abgänge der 18 Bundesligisten.

Rekord in der Klub-Historie: Der Wechsel von Union Berlins Taiwo Awoniyi zu Nottingham Forest bedeutet für die "Köpenicker" wohl einen warmen Geldregen. Der englische Zweitligist lässt sich die Dienste des nigerianischen Stürmers dem Vernehmen nach die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 20 Millionen Euro kosten und macht ihn damit zum teuersten Abgang der Unioner Vereinsgeschichte. Doch wer sind eigentlich die anderen Top Zu- und Abgänge der 18 Bundesligisten? Der SPORTBUZZER wirft einen Blick auf die Spieler, die die höchsten Summen einspielten und die Bundesliga-Teams am meisten Ablöse gekostet haben.

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FC Bayern München

Im Sommer 2019 holte der FC Bayern München Innenverteidiger Lucas Hernandez von Atlético Madrid. Der Franzose kostete die Münchener damals satte 80 Millionen Euro Ablöse und ist damit auch der teuerste Bundesliga-Neuzugang aller Zeiten. In seinen mittlerweile drei Saisons beim FCB stand Hernández insgesamt 96-mal auf dem Platz.

Der teuerste Abgang der Vereinsgeschichte verließ den FC Bayern im Sommer 2018. Juventus Turin verpflichtete Flügelstürmer Douglas Costa für 40 Millionen Euro. Der Brasilianer war zuvor bereits für ein Jahr an den italienischen Rekordmeister ausgeliehen. Mittlerweile spielt der 31-Jährige für LA Galaxy in der Major League Soccer in den USA.

Borussia Dortmund

Der teuerste BVB-Neuzugang aller Zeiten ist auch zeitgleich der teuerste Abgang des Klubs. Im Sommer 2016 holte Borussia Dortmund das französische Offensivtalent Ousmane Dembélé für 35 Millionen Euro vom französischen Erstligisten Stade Rennes. Nur ein Jahr später verließ der 27-malige Nationalspieler die Dortmunder allerdings wieder in Richtung des FC Barcelona. Die Katalanen zahlten im Sommer 2017 insgesamt 140 Millionen Euro Ablöse für den damals gerade erst 20-Jährigen. Viele Verletzungen bremsten das einstige Supertalent allerdings aus.

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Bayer 04 Leverkusen

32 Millionen Euro ließ sich Bayer Leverkusen den zweimaligen deutschen Nationalspieler Kerem Demirbay von Liga-Konkurrent TSG 1899 Hoffenheim kosten und machte ihn damit zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Für die "Werkself" erzielte Demirbay seitdem in 112 Spielen zehn Tore und legte 27 weitere Treffer vor.

Kai Havertz verließ die Bundesliga im Sommer 2020 für 80 Millionen Euro Richtung FC Chelsea und mischt seitdem sowohl die Premier League als auch die Champions League auf. In 92 Partien für die "Blues" traf er 23-mal und legte 14 weitere Treffer auf. Das wohl wichtigste Tor seiner bisherigen Karriere erzielte der 23-Jährige im Champions-League-Finale 2021 gegen Manchester City. In der 42. Spielminute traf er zum 1:0-Siegtreffer für den FC Chelsea.

RB Leipzig

Der teuerste Neuzugang der noch jungen Vereinsgeschichte von RB Leipzig, Naby Keita, kam im Sommer 2016 für 29,75 Millionen Euro von RB Salzburg. Der Mittelfeldmann wechselte 2018 nach 70 Partien für die Leipziger weiter zum von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool. Die "Reds" zahlten 60 Millionen Euro für die Dienste des 50-maligen Nationalspielers aus Guinea und machten ihn damit zum teuersten Abgang der Vereinsgeschichte des amtierenden DFB-Pokalsiegers.

Union Berlin

Auch bei Union Berlin ist der teuerste Neuzugang der Klub-Historie zeitgleich der teuerste Abgang. Für den Nigerianer Taiwo Awoniyi gingen im Sommer 2021 nach einjähriger Leihe sechseinhalb Millionen Euro über den Tisch. Der Mittelstürmer kam vom FC Liverpool in die Hauptstadt. In diesem Sommer verließ Awoniyi, der sieben Mal für die nigerianische Nationalmannschaft auflief, die "Köpenicker" wieder in Richtung Insel. Der englische Zweitligist Nottingham Forest machte dem Vernehmen nach von einer Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro Gebrauch.

SC Freiburg

Auf der Suche nach einem neuen zentralen Mittelfeldspieler wurde der SC Freiburg 2020 beim französischen Erstligisten Angers SCO fündig. Die Breisgauer überwiesen für den Franzosen Baptiste Santamaria eine Ablöse in Höhe von zehn Millionen Euro. Nach nur einem Jahr verließ er Freiburg allerdings wieder und wechselte zurück nach Frankreich.

Der teuerste Abgang der Freiburger Geschichte ist allerdings ein anderer. Caglar Söyüncü verließ den Sportclub im Sommer 2018 und wechselte zu Leicester City. Der englische Meister von 2016 ließ sich die Dienste des 48-maligen türkischen Nationalspielers 21,1 Millionen Euro kosten.

1. FC Köln

Im Sommer 2017 holte der 1. FC Köln den kolumbianischen Stürmer Jhon Cordoba für 17 Millionen Euro von Mainz 05 und machten ihn damit zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Für die Kölner lief Cordoba insgesamt 86-Mal auf und kommt auf eine Ausbeute von 37 Treffern und acht Vorlagen.

Auch der teuerste Abgang der Kölner Vereinsgeschichte ist ein Stürmer. Für den französischen Stürmer Anthony Modeste zahlte der chinesische Klub TJ Tianhai 2018 29 Millionen Euro. Mittlerweile ist Modeste allerdings zurück in der Bundesliga und knippst weiterhin fleißig für die Kölner.

FSV Mainz 05

Für Innenverteidiger Jeremiah St. Juste und Stürmer Jean-Philippe Mateta gingen bei deren Wechsel zum FSV Mainz 05 jeweils acht Millionen Euro über den Tisch. Damit teilen sich die beiden den Rang als teuerster Neuzugang der Vereinsgeschichte.

Zum teuersten Abgang der Mainzer machte Borussia Dortmund Abdou Diallo im Sommer 2018. Der BVB zahlte 28 Millionen Euro für den Innenverteidiger, der für die Nationalmannschaft Senegals 17-mal auf dem Feld stand. Mittlerweile spielt Diallo bei Paris Saint-Germain.


TSG 1899 Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim überwies im Sommer 2019 14 Millionen Euro Ablöse für den defensiven Mittelfeldspieler Diadie Samassekou an den amtierenden österreichischen Meister RB Salzburg. Der 26-jährige Nationalspieler Malis entwickelte sich direkt zum Stammspieler in Hoffenheim und stand bislang 83-mal für die TSG auf dem Platz.

Der teuerste Abgang der Hoffenheimer Vereinsgeschichte heißt Joelinton. Der brasilianische Offensivspieler wechselte 2019 für 44 Millionen Euro zum Premier-League-Klub Newcastle United. Dort steuerte er in 117 Partien 14 Treffer und acht Vorlagen bei.

Borussia Mönchengladbach

Im Sommer 2018 zahlte Borussia Mönchengladbach 23 Millionen Euro für die Dienste von Alassane Plea. Der französische Mittelstürmer kam vom französischen Erstligisten OGC Nizza, erzielte in 143 Spielen für die "Fohlen" 47 Treffer und legte 28 weitere Tore vor.

Zum teuersten Abgang der Gladbacher Vereinsgeschichte machte der FC Arsenal den 104-maligen Nationalspieler der Schweiz Granit Xhaka im Sommer 2016. Der Premier-League-Klub aus London ließ sich den defensiven Mittelfeldspieler 45 Millionen Euro kosten.

Eintracht Frankfurt

Der teuerste Top Zu- und Abgang der Vereinsgeschichte von Eintracht Frankfurt heißt Luka Jovic. Im Sommer 2019 verpflichteten die Hessen den 26-Fachen serbischen Nationalspieler nach einjähriger Leihe für 22,34 Millionen Euro von Benfica Lissabon. Gerade einmal einen Tag später verkauften die Frankfurter Jovic allerdings wieder. Real Madrid zahlte 63 Millionen Euro für den Stürmer. Bei den Madrilenen konnte sich Jovic bislang allerdings nicht nachhaltig durchsetzen. In insgesamt 51 Partien für die "Königlichen" gelangen ihm lediglich drei Tore und fünf Vorlagen.

VfL Wolfsburg

Für Julian Draxler zahlte der VfL Wolfsburg im Sommer 2015 die damalige Bundesliga-Rekordablöse von 43 Millionen Euro an den FC Schalke 04. Bei den Wolfsburgern blieb der 58-malige deutsche Nationalspieler allerdings nur für anderthalb Jahre, bevor es ihn nach Frankreich zu Paris Saint-Germain zog.

Ebenfalls im Sommer 2015 holte Manchester City Mittelfeldspieler Kevin de Bruyne für 76 Millionen Euro von den "Wölfen". Der Transfer zahlte sich besonders für die "Citizens" und den Belgier aus. Der 91-malige Nationalspieler konnte in Manchester bereits vier Mal die Meisterschaft gewinnen und ist mittlerweile Kapitän im Team von Pep Guardiola.

VfL Bochum

Der teuerste Neuzugang des VfL Bochum liegt schon einiges Zeit zurück. Im Sommer 2004 zahlte der Klub aus dem Ruhrgebiet zwei Millionen Euro für den dänischen Stürmer Tommy Bechmann.

Der Rekord-Abgang der Bochumer hingegen verlässt den Verein erst in diesem Sommer. Innenverteidiger-Talent Armel Bella-Kotchap wechselt nach fünf Jahren im Klub für zehn Millionen Euro zum englischen Erstligisten FC Southampton.

FC Augsburg

Im vergangenen Sommer überwies der FC Augsburg 16,36 Millionen Euro für den damals18 Jahre alten US-Amerikaner Ricardo Pepi an den FC Dallas und machten ihn damit zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Für die Augsburger lief Pepi bislang elf Mal auf. Eine Torbeteiligung gelang ihm noch nicht.

Für Defensivmann Abdul-Rahman Baba gingen im Sommer 2015 26 Millionen Euro über den Tisch. Der FC Chelsea holte den Ghanaer vom FC Augsburg.

VfB Stuttgart

Der argentinische Nationalspieler Nicolas Gonzales wechselte im Sommer 2018 für die vereinsinterne Rekordablöse von 11,26 Millionen Euro zum VfB Stuttgart. Mittlerweile steht der Stürmer beim AC Florenz unter Vertrag.

Der teuerste Abgang der Stuttgarter Vereinsgeschichte heißt Benjamin Pavard. Der 45-malige französische Nationalspieler kostete den FC Bayern bei seinem Wechsel im Sommer 2019 35 Millionen Euro. Beim deutschen Rekordmeister war Pavard vor allem in seiner Debüt-Saison 2019/2020 als rechter Verteidiger gesetzt.

Hertha BSC

Seit Lars Windhorst im Sommer 2019 als Investor bei Hertha BSC einstieg, starte der Hauptstadtklub in eine Transferoffensive. Noch im selben Sommer gab die Hertha über 100 Millionen Euro für Neuzugänge aus. Am meisten Geld zahlte man für den französischen Mittelfeldspieler Lucas Tousart von Olympique Lyon. Dieser kostete die Berliner 25 Millionen Euro.

Den teuersten Abgang der Vereinsgeschichte verzeichnete Hertha BSC im Sommer 2021. Der Brasilianer Mattheus Cunha verließ die "Alte Dame" und wechselte für 26 Millionen Euro zu Atletico Madrid.

FC Schalke 04

Im Sommer 2016 verpflichtete der FC Schalke 04 den Stürmer Breel Embolo für 26,5 Millionen Euro vom FC Basel. Der 56-malige Nationalspieler der Schweiz verließ die "Königsblauen" nach drei verletzungsgeprägten Jahren wieder und wechselte zu Liga-Konkurrent Borussia Mönchengladbach.

Der teuerste Abgang der Schalker spielt mittlerweile wieder in der Bundesliga. Für das Eigengewächs der "Knappenschmiede" Leroy Sané kassierte der Klub aus dem Ruhrgebiet im Sommer 2016 52 Millionen Euro von Manchester City. Vor zwei Jahren wechselte der 45-malige deutsche Nationalspieler zurück in die Bundesliga zum FC Bayern.

Werder Bremen

Für die Verpflichtung von Mittelfeldmann Davy Klaassen zahlte Werder Bremen im Sommer 2018 13,5 Millionen Euro an den FC Everton und machte den Niederländer damit zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte.

Der Brasilianer Diego hingegen ist der teuerste Abgang der Bremer Vereinsgeschichte. Im Sommer 2009 überwies Juventus Turin 27 Millionen Euro Ablöse für den 34-malige brasilianischen Nationalspieler.

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