22. August 2019 / 12:00 Uhr

Axel Witsel: Notfall in China machte BVB-Wechsel möglich - Dortmund dieses Jahr "noch stärker"

Axel Witsel: Notfall in China machte BVB-Wechsel möglich - Dortmund dieses Jahr "noch stärker"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Star Axel Witsel hat mit den Dortmundern in der Zukunft noch viel vor. Der Notfall seiner Tochter gab letztendlich den Ausschlag für den Wechsel 2018.
BVB-Star Axel Witsel hat mit den Dortmundern in der Zukunft noch viel vor. Der Notfall seiner Tochter gab letztendlich den Ausschlag für den Wechsel 2018. © Getty Images
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Der BVB ohne Axel Witsel? Kaum vorstellbar. Der Belgier ist bei Borussia Dortmund im Mittelfeld unangefochtener Stammspieler. Ein Notfall seiner Tochter in China öffnete die Tür für einen BVB-Wechsel, verriet er nun in einem Interview mit "Spox". Für die aktuelle Saison gibt sich Witsel zuversichtlich.

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Er ist der Garant für die jüngsten Erfolge von Borussia Dortmund: Axel Witsel ist seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer von China-Klub Tianjin Quanjian aus dem Mittelfeld des BVB nicht mehr wegzudenken. 46 Pflichtspiele absolvierte der 30 Jahre alte Belgier in der Defensiv-Zentrale der Dortmunder bisher. Mit einer Ablöse von 20 Millionen Euro war Witsel damals ein echtes Schnäppchen - ein Schnäppchen, das wegen eines Notfalls in der Familie unbedingt wieder nach Europa wollte, wie Witsel nun gegenüber Spox verriet.

BVB-Star Axel Witsel: China-Aus nach Notfall der Tochter besiegelt - "War völlig verrückt"

Was war passiert? Witsel, der völlig überraschend im Winter 2017 von Zenit St. Petersburg in die chinesische Liga wechselte ("Es war ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte"), fühlte sich mit zunehmender Vertragsdauer in Tianjin nicht mehr wohl. Nicht nur, weil er stattdessen zuvor ein Angebot von Juventus Turin, wo er schon den Medizincheck absolviert hatte, ablehnen musste - sondern weil seine Tochter Mai-Li (2015 geboren) während einer Nacht erkrankte.

"Mai-Li hatte plötzlich Schmerzen im Bauchbereich, deshalb bin ich mit ihr ins internationale Krankenhaus von Tianjin gefahren. Sie hatte eine Blockade, dem Krankenhaus fehlten aber die zur Behandlung notwendigen Geräte", erklärte Witsel. So fuhr er in ein anderes Krankenhaus in der Stadt. Trotz heftiger Schmerzen musste seine Tochter allerdings lange auf die Behandlung warten. "Es waren unvorstellbar viele Menschen dort. Man musste ein Ticket ziehen und warten wie auf dem Amt. Für mich war das völlig verrückt. Es dauerte zwei, drei Stunden, bis es zwei oder drei Uhr in der Nacht war", so der BVB-Star. Schließlich wurde sie am frühen Morgen erfolgreich behandelt.

BVB-Angebot kam für Witsel wie gerufen: "Hatte das Gefühl, dass ich für Dortmund die erste Wahl war"

Für Witsel ein einschneidendes Erlebnis: "Nach diesem Erlebnis habe ich zu meiner Frau gesagt, dass ich noch die WM spiele und dass wir dann nach Europa zurückkehren. Geld ist zwar wichtig, aber nicht alles. Es bringt dir nicht immer Glück und Freude", sagte Witsel, dessen Tochter es heute wieder gut geht. Kurz daraufhin habe sich dann der BVB mit einem Angebot gemeldet: "Ich hatte auch andere Angebote, hätte vielleicht nach Paris oder Manchester gehen können, aber ich wollte nicht abwarten. Ich hatte das Gefühl, dass ich für Dortmund die erste Wahl war."

Der WM-Dritte stellt nun einen langen Verbleib beim BVB in Aussicht. "Ich habe für vier Jahre unterschrieben und möchte diese vier Jahre auch beim BVB bleiben, vielleicht sogar länger. Dortmund ist ein Top-Klub, und ich wollte unbedingt zu einem europäischen Top-Klub, weil es mit 29 Jahren vielleicht meine letzte Chance war", sagte Witsel. „Ich bin viel herumgekommen. Deshalb ist es jetzt gut für mich und meine Familie, hier zu bleiben. Dortmund ist nicht die schönste Stadt der Welt, für uns aber der perfekte Ort, weil es nur zwei Autostunden von Belgien entfernt ist. Von China aus waren es noch elf Stunden mit dem Flugzeug.“

Witsel: Dortmund wegen Transfers in diesem Jahr noch stärker

Witsel sieht die Borussia nach dem verpassten Meistertitel in der vorigen Spielzeit für den nächsten Titelkampf gerüstet: "Natürlich ist es schade, dass es mit der Meisterschaft nicht geklappt hat, trotzdem müssen wir einfach das Positive aus dieser Zeit mitnehmen. Am Ende eines Meisterschaftsrennens ist Erfahrung sehr wichtig - und davon hatte Bayern einfach mehr. Nun sind wir dank der Neuzugänge noch stärker."

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