16. Juni 2017 / 17:16 Uhr

B-Juniorinnen-Bundesliga: Turbine Potsdam will zum Weigang-Abschied Titel Nummer 12

B-Juniorinnen-Bundesliga: Turbine Potsdam will zum Weigang-Abschied Titel Nummer 12

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Turbine-Coach Sven Weigang.
Turbine-Coach Sven Weigang steht im Endspiel zum letzten Mal bei Turbines U 17 an der Seitenlinie. © Jan Kuppert
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B-Juniorinnen-Bundesliga: Der Nachwuchs aus der Brandenburger Talentschmiede greift beim FC Bayern München nach der deutschen Meisterschaft. Für Trainer Sven Weigang wird es das letzte Spiel als U17-Coach. Doch Abschiedsgedanken lässt er noch nicht an sich ran.

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Am Samstag können die Turbine-Mädels das Dutzend voll machen. Wenn im Sportpark Aschheim nahe München um 11 Uhr das Endspiel um die deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft angepfiffen wird, greifen die U17-Fußballerinnen aus Potsdam nach ihrem zwölften Titel. Gegner ist dann – wie schon 2000, 2006, 2008 und 2014 – der FC Bayern München. Ein Duell auf Augenhöhe, zumindest sieht das Turbine-Coach Sven Weigang so. Der 52-Jährige hat als Nachwuchscoach viel erlebt, holte fünfmal den B-Jugend-Titel. Und trotzdem ist dieses Finale auch für ihn besonders. Weigang hört als U17-Trainer auf, es wird sein letztes Spiel mit Turbine.

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Weigang: "Jedes Jahr war anders"

„Bis jetzt ist da nur Vorfreude, die Anspannung kommt später von ganz allein“, sagt der erfahrene Trainer, der einst auch für die BSG Stahl Riesa in der DDR-Oberliga das Tor hütete. Er habe noch nicht darüber nachgedacht, was kommt, wenn er nicht mehr Turbine-Coach ist. „Das stellt sich erst ein, wenn es vorbei ist, mit etwas Abstand.“ Zurückblicken kann Sven Weigang auf eine, wie er selbst sagt, kurzweilige Zeit. „Jedes Jahr war anders, es waren ja immer wieder andere Mädels dabei. Es war kein Jahr gleich“, so der scheidende Übungsleiter, der bald an den Wochenenden mehr Freizeit genießen wird.

Und vor dem Abschied gibt es ja auch noch eine Meisterschaft zu gewinnen, es wäre Weigangs sechste. Am Freitag ließ er seine Schützlinge nach der langen Busfahrt in den Süden noch das finale Training absolvieren. „Die acht Stunden Fahrt muss man erstmal rauslaufen“, sagt er. Dann richtet sich der Blick auf die Bayern. Die konnten den Titel auch schon zweimal (2013 und 2014 gegen Turbine) holen. „Die Chancen stehen 50:50“, ist sich Sven Weigang sicher. Er hat in München fast alle Spielerinnen an Bord, lediglich Louise Trapp fehlt verletzt.



Turbine will den Bock umstoßen

„Wir rechnen uns auch eine Menge aus“, sagt der Trainer. Gerade gegen die Bayern, gegen die Potsdam in der Vergangenheit schon drei Finalspiele gewinnen konnte. „Die letzten beiden Duelle haben wir verloren“, erinnert sich Sven Weigang, „diesen Bock wollen wir schon gerne umstoßen.“

Er erwartet forsche Münchenerinnen. „Sie werden über den Ballbesitz kommen, um das Spiel an sich zu ziehen“, glaubt der frühere Torhüter. Das sollen seine Mädels gar nicht erst zulassen. „Wir wollen das Spiel auch in die Hand nehmen und nicht nur reagieren."

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