05. August 2019 / 17:41 Uhr

Baaber Traumstart mit Derbysieg

Baaber Traumstart mit Derbysieg

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Paul Hänsels (Nr. 2) Fernschuss landete nicht im Tor. Defensiv zeigte der Verteidiger von Blau-Weiß Baabe aber eine starke Leistung.  
Paul Hänsels (Nr. 2) Fernschuss landete nicht im Tor. Defensiv zeigte der Verteidiger von Blau-Weiß Baabe aber eine starke Leistung.   © Niklas Kunkel
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Trainer Robert Fröhlich feiert im ersten Spiel an der Seitenlinie der Blau-Weißen 3:1-Sieg gegen VfL Bergen. Baabe zeigt mehr Siegeswillen.

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Baabe. Von so einem Start in seine Trainerkarriere bei den Männern konnte Robert Fröhlich wohl nur träumen. Im Rügenderby setzte sich Blau-Weiß Baabe gegen den VfL Bergen mit 3:1 durch und sorgte dafür, dass Fröhlich sofort einen prestigeträchtigen Sieg feiern konnte. „Ein Derbysieg ist immer etwas besonders Schönes. Da gibt jeder Spieler noch einmal 20 Prozent mehr als in einem normalen Spiel“, freute sich Fröhlich.

Baaber mit mehr Einsatzwillen

Die 90 Minuten zuvor stand er beständig an der Seitenlinie und lobte die starke Zweikampfführung seiner Spieler. Die war es auch, die letzten Endes den 3:1-Sieg rechtfertigte. Denn der VfL Bergen, zuvor als Favorit gehandelt, bestimmte das Spielgeschehen, etwas Zählbares sprang dabei aber nicht raus. „Dir nutzt ja der ganze Ballbesitz nichts, wenn es am Ende 3:1 für die anderen steht“, ärgerte sich VfL-Trainer Martin Handschug.

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Nach einem nervösen Start beider Teams brachte Marcel Gebhardt die Blau-Weißen nach einem Konter bereits in der 11. Minute in Führung. Bergen übernahm die Spielkontrolle, die guten Chancen hatte aber die Fröhlich-Truppe durch Konter. Die kamen zu Stande, weil sich die Baaber Hintermannschaft durch das Pressing der Gäste nicht aus der Ruhe bringen ließ und Bergen Fehler machte. „Wir haben Bälle gespielt, die nicht mal in der Kreisliga gespielt werden“, konstatierte Handschug,

VfL-Neuzugang Paul Last trifft

Zum Anfang der zweiten Halbzeit kam der VfL aber bissiger aus der Kabine. Der Sturmlauf wurde in der 55. Minute nach einer Ecke belohnt. Neuzugang Paul Last, der in der Vorsaison noch als Kapitän beim FSV Garz in der Landesklasse auflief, drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Die Freude über den Ausgleich wehrte aber nur kurz. Im direkten Gegenzug traf Florian Fründt zur erneuten Baaber Führung. Auch diesem Tor war eine Ecke vorausgegangen. „Da hat geklappt, was wir geübt haben. Wir haben die Ecken trainiert und standen bei Standardsituationen auch hinten besser“, freute sich Fröhlich über die umgesetzten Trainingsinhalte. Auch der dritte Treffer der Blau-Weißen durch André Rast fiel nach einer Ecke (88.). Bei Handschug sorgte das für Unverständnis: „Wir haben zwei Gegentore direkt aus dem Fünfmeterraum kassiert. So darf man nicht verteidigen, sonst kriegen wir nächste Woche gegen Torgelow 25.“ Der VfL trifft in der ersten Runde des Landespokals auf den Oberligisten Torgelower FC Greif.

Blau-Weiß-Coach warnt vor zu viel Euphorie

Die Bergener stemmten sich bis in die Nachspielzeit gegen die Niederlage, aber trotz vieler unnötiger Fouls der Baaber, die zu guten Freistoßpositionen führten, gab es kaum gefährliche Torabschlüsse. Wenn sich doch mal ein VfL-Spieler durch die dicht gestaffelte Hintermannschaft von Blau-Weiße Baabe spielen konnte, stand Torhüter Nico Offermann im Weg.

Trotz aller Euphorie nach dem Derbysieg hatte Fröhlich seine Gedanken schnell wieder auf die kommenden Aufgaben gerichtet. „Wir haben drei Punkte, das ist aber auch alles. Wir denken von Spiel zu Spiel“, erinnerte der Übungsleiter an das Saisonziel Klassenverbleib. Die nächste Partie bestreitet die Fröhlich-Elf am kommenden Wochenende im Pokal bei der Landesklasse-Truppe Traktor Pentz. „Da wollen wir natürlich auch gewinnen. Sonst muss man für den Pokal ja gar nicht erst melden“, gibt Fröhlich vor und will so nach seinem ersten Sieg an der Seitenlinie einer Männermannschaft gleich den nächsten Erfolg folgen lassen.

Blau-Weiß Baabe: Offermann – Hänsel, Ringer, Ewert, Rumsch, Fründt (60. Teneqja), Gebhardt, Ketzenberg (66. Wanke), Rast, Wolski, Birk.
VfL Bergen: Knappe – Giesche, Pawzik, Last, Dahlke (46. Latzel), Bergmann, Bruch, Kraahs, Sandhop (45. Drzymotta), Vergils, Stolt.
Tore: 1:0 Gebhardt (11.), 1:1 Last (55.), 2:1 Fründt (56.), 3:1 Rast (82.).

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