20. Oktober 2020 / 08:09 Uhr

Rafati erklärt: Deutsche Schiedsrichter hoffen auf Pleiten von Bayern, BVB & Co. in der Champions League

Rafati erklärt: Deutsche Schiedsrichter hoffen auf Pleiten von Bayern, BVB & Co. in der Champions League

Babak Rafati
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Zwayer kommt in der Champions League zum Einsatz.
Felix Zwayer kommt in der Champions League zum Einsatz. © Getty Images
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Wenn die meisten deutschen Fußballfans deutsche Klubs in der Champions League anfeuern , hoffen deutsche Schiedsrichter das genaue Gegenteil. Ex-Schiedsrichter Babak Rafati erklärt, warum internationale Top-Klubs nicht gegen die Bayern, BVB und Co. spielen sollen und deutsche Teilnehmer am besten früh ausscheiden.

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Bei der Auslosung der Champions League sitzen die deutschen Schiedsrichter gespannt vor dem Fernseher und hoffen, dass Vereine wie Real Madrid, Juventus Turin und der FC Barcelona nicht in die Gruppen der Bundesligisten gelost werden, weil sie diese Topteams dann nicht pfeifen dürfen. Gleichzeitig profitieren die Unparteiischen davon, wenn deutsche Teams früh ausscheiden – dann bleiben sie selbst im Wettbewerb und können mehr Spiele leiten. Bei Pleiten der Bayern oder des BVB knallen schon mal die Champagnerkorken.

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Damit die Schiris optimal für die Königsklasse vorbereitet sind, gibt man ihnen beim Deutschen Fußball-Bund ein Bundesliga-Spiel, damit sie im "Pfeif-Rhythmus" bleiben. Und wenn ein Schiri bereits am Freitag vor einem Champions-League-Spieltag pfeift, ist das ein Indiz dafür, dass er bereits am Dienstag international im Einsatz ist.

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Spiele in der Champions League sind übrigens leichter zu leiten. Der Respekt der Beteiligten ist größer und bei Verstößen fallen die Strafen strenger aus. Eine Besonderheit ist, dass bei der Uefa Interviews mit Schiris verboten sind. Und die sind froh, von den internationalen Medien verschont zu bleiben.

Immer dienstags wechseln sich an dieser Stelle Bestseller-Autor Ronald Reng, der Ex-Schiedsrichter und heutige Motivationscoach Babak Rafati, Sky-Kommentator Wolff Fuss und Jochen Breyer, Moderator des ZDF-„Sportstudios“, mit Meinungsbeiträgen ab. Sie sind alle Kolum­nisten des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).