27. Oktober 2020 / 16:31 Uhr

SVB-Physio Martin Miegel: „Anspruchsvoll, aber nicht unzumutbar“

SVB-Physio Martin Miegel: „Anspruchsvoll, aber nicht unzumutbar“

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Martin Miegel (l., hier beim individuellen Training mit Kapitän Philip Saalbach) ist seit über vier Jahren Physiotherapeut beim SV Babelsberg.
Martin Miegel (l., hier beim individuellen Training mit Kapitän Philip Saalbach) ist seit über vier Jahren Physiotherapeut beim SV Babelsberg. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Physiotherapeut Martin Miegel über das straffe Programm des Regionalligisten Babelsberg 03, der Mittwochabend den VfB Auerbach empfängt.

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19 statt wie in den vergangenen Jahren 17 Kontrahenten. Dazu zwei offene Pokalspiele aus der coronabedingt abgebrochenen Saison 2019/20. Nachdem die Regionalliga-Fußballer des SV Babelsberg 03 nach Monaten ohne regulären Spielbetrieb Anfang Juli in die Vorbereitung gestartet sind, müssen sie ein straffes Programm abspulen. Wenn am 20. Dezember das Punktspiel gegen den Berliner AK absolviert ist, haben die Viertligakicker inklusive Test- und Pokalpartien 29 Begegnungen innerhalb von 162 Tagen bestritten. „Das Programm ist anspruchsvoll“, sagt Babelsbergs Physiotherapeut Martin Miegel, „aber es ist nicht unzumutbar“.

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Seit dem 1. Juli 2016 ist der 30-Jährige für die körperlichen Belange der Nulldreier verantwortlich. Er kümmert sich um kleinere und größere Wehwehchen und arbeitet individuell mit verletzten Spielern, um sie schnellstmöglich wieder fit für das Mannschaftstraining zu bekommen. In den vergangenen Wochen sei das Arbeitspensum schon deutlich erhöht gewesen. „Acht bis zehn Stunden“, sei Miegel regelmäßig im Karl-Liebknecht-Stadion gewesen. „Langsam entspannt sich die Lage aber wieder ein wenig“, erläutert der gebürtige Dessauer.

In Bildern: Viktoria Berlin besiegt den SV Babelsberg 03 mit 3:0.

Viktoria-Kicker Tobias Gunte (l.) im Laufduell mit Babelsbergs Tobias Dombrowa. Zur Galerie
Viktoria-Kicker Tobias Gunte (l.) im Laufduell mit Babelsbergs Tobias Dombrowa. © Michael Hundt

Mit der langen Pause von März bis Anfang Juli sowie dem straffen Terminplan habe das nur bedingt zu tun. „Knieverletzungen wie sie sich Leonard Koch und Sven Reimann zu Beginn der Vorbereitung zugezogen haben oder auch der Mittelfußbruch von Frank Zille kann man schon darauf zurückführen“, erläutert Miegel, der zusammen mit dem Physiotherapeuten des BFC Dynamo, Adrian Marklowski, eine Praxis in Berlin betreibt.

„Ansonsten gehören Verletzungen eben leider zum Sport dazu. Bis auf den Muskelfaserriss von David Danko sind wir von muskulären Geschichten aber zum Beispiel verschont geblieben“, sagt der Mann mit den heilenden Händen und klopft imaginär auf Holz. Mit den fitten Spielern achtet er noch mehr auf regenerative Maßnahmen und arbeitet mit ihnen vor allem im „präventiven und weniger im leistungssteigernden Bereich“. Dafür sei bei dem eng getakteten Spielplan kaum Zeit. „Im Endeffekt spielt aber jeder Fußballer lieber als er trainiert. Die Jungs haben alle richtig Bock, da jammert keiner rum.“

Im Heimspiel gegen den VfB Auerbach am Mittwoch (19 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) kann Trainer Predrag Uzelac zumindest wieder auf den zuletzt gelb-gesperrten Philip Saalbach setzen und strebt gegen die auf Tabellenplatz 15 rangierenden Vogtländer den dritten Heimsieg in Serie an. Martin Miegel, der vor seinem Engagement bei Nulldrei als Physiotherapeut jeweils zwei Jahre bei Union Fürstenwalde und Viktoria Berlin aktiv war, wird das Geschehen von der Ersatzbank verfolgen – und die Daumen drücken, dass drei Punkte und keine Verletzungen dazukommen.