16. September 2019 / 07:44 Uhr

Bad Lausick erkämpft in Markranstädt ein Unentschieden

Bad Lausick erkämpft in Markranstädt ein Unentschieden

Hans-Peter Weiske
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Symbolbild © dpa
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Das torlose Remis zwischen dem SSV Markranstädt und dem FC Bad Lausick ist vor allem für die personell arg geschwächten Kurstädter ein Punktgewinn

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Markranstädt. Das Fußballspiel SSV Markranstädt gegen den FC Bad Lausick endet 0:0. Auf dem wohl besten Rasen der Landesklasse trennten sich beide Teams unentschieden. Damit bleiben die Markranstädter auch nach sechs Spielen ohne Gegentor und die Kurstädter nach vier Partien noch immer ohne Niederlage. Zehn Punkte tauchten für Bad Lausicks Fußballer vor Jahresfrist erst am 12. Spieltag in der Tabelle auf! Und dieses 0:0 gewinnt weiter an Wert, wenn man die personelle Lage mit einbezieht.

Neben Eric Ziffert (Urlaub) mussten die jobmäßig verhinderten Danny Kamke und Stefan Fliegner sowie der verletzte Daniel Petzold ersetzt werden. Matthias Walter und Julien Peter standen als Notreserve bereit, Tommy Klotsche und Michel Kalbitz gingen angeschlagen ins Match.

Bad Lausick verteidigt geschickt

Die vorgegebene defensive Ausrichtung führte nach fünf Minuten zur ersten Chance, allerdings für die Gäste. Andreas Streubel hatte sich durchgetankt, seinen Schuss ließ Wings im SSV-Tor fallen, doch dann begrub er die Kugel vor dem nachsetzenden Marc Werner unter sich. Dies verleitete die Gäste offenbar dazu, oft und zu weit nach vorn zu rücken, und damit bestand permanent Gefahr überlaufen zu werden. Tatsächlich ging die Post über beide Seiten öfters Richtung FC-Tor ab, doch richtig gefährlich wurde es selten. Nüchtern kam einen Schritt zu spät, als eine Eingabe durch den Torraum strich (13.), riskant klärte Nicky Richter per Kopf übers eigene Tor (22.). Dann legte Barth den Ball zum immer wieder gesuchten Scheithauer ab, doch Janko Schötzke konnte am Boden klären (33.). Freie Schussbahn hatte kurz vor der Pause Peter, doch aus 16 Metern zog er den Ball übers Gestänge.

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Die Gäste besaßen in der zweiten Hälfte die erste gute Möglichkeit, als Streubel den Ball zu Kevin Wild ablegte, dessen wuchtigen Schuss lenkte Wings aber um den Pfosten (50.). Unübersehbar, dass der SSV seinen Druck verstärkte, aber zu einfallslos agierte. Nicht selten sah sich das wie im Handball an, denn vorm Kurstädter Strafraum wanderte der Ball von rechts nach links und zurück, ohne dass ein Mitspieler zum Abschluss gefunden wurde. Einfallslos auch die Ausführung von Freistößen rund 20 Meter zentral vor dem Tor. Einer landete in der Mauer, Nummer zwei fast im angrenzenden Wald. Da hatte der Freistoß Streubels nach 80 Minuten ein ganz anderes Kaliber, hier bedurfte es einer Flugparade des SSV-Keepers, um das erste Gegentor zu verhindern! In der letzten Viertelstunde gab es Rudelszenen, jeder monierte, dass er das Unschuldslamm sei und der Gegner zuerst gefoult habe. Von der Tribüne sorgten „nette“ Sprüche für Stimmung.

Glück hat bekanntlich der Tüchtige, und so belohnten sich die Gäste mit einem verdienten Punktgewinn und freuen sich auf das nächste „Spitzenspiel“, wenn Sonntag der Tabellendritte aus Eutritzsch in die Kurstadt kommt.

Bad Lausick: Schötzke, Richter, Wild, Wurche, Dust, Schmiedel, Werner (90. Peter), Klotsche (89.Glass), Kalbitz, Streubel, Berthold

Schiedsrichter: Schalkowski (Torgau)

Zuschauer: 50.

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