13. Mai 2019 / 10:19 Uhr

Bad Lausick verpasst Überraschung gegen Klassenprimus Blau-Weiß Leipzig

Bad Lausick verpasst Überraschung gegen Klassenprimus Blau-Weiß Leipzig

hpw
Leipziger Volkszeitung
FC Blau-Weiß Leipzig vs Roter Stern Leipzig, Fußball Landesklasse, Saison 2018/2019 am 30.03.2019 in Leipzig (Sachsen).
Leipzigs Kapitän Ingo Steeb sorgte für die Entscheidung. © Christian Modla
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Die Gäste aus Leipzig gewinnen vor einer sprichwörtlichen Minuskulisse 2:1 bei den Kurstädtern. 

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Bad Lausick. Der FC Bad Lausick hat in der Fußball-Landesklasse Spitzenreiter Blau-Weiß Leipzig alles abverlangt, am Ende aber knapp verloren. Dank eines Doppelschlags kurz vor Schluss gewannen die Gäste am Sonnabend 2:1.

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Fußball unter Ausschluss der Öffentlichkeit ist für alle Beteiligten eine Strafe, Spiele vor nicht einmal 50 Zuschauern gehören für viel zu viele Vereine zur Normalität, beim FC fällt eine solch beschämende Zahl allerdings weitaus mehr auf, weil man in der Kurstadt an ganz andere gewöhnt ist. An der Leistung kann es nur bedingt liegen, denn da war der Aufwärtstrend des FC erneut zu erkennen.

Petzold sorgt für die Führung

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Wie nicht anders zu erwarten war, wollte der Gast schnell Nägel mit Köpfen machen. Der Ball lief gut über den ordentlichen Rasen und dies meist in Richtung Kurstädter Strafraum. Mit gutem Stellungsspiel und jeder Menge Einsatz schaffte es der Gastgeber allerdings, dass die Versuche der Leipziger kaum Gefahr bedeuteten. Reiniger zwang Janko Schötzke zwar zur Parade, doch der hätte freistehend aus zehn Metern eigentlich mehr daraus machen müssen (7.).

Nach 20 Minuten warf sich Christian Petzold in einen Schuss Nosecks, zehn Minuten später kratzte Lausicks Keeper einen Freistoß Steebs aus dem oberen rechten Toreck. Mehr kam von den Gästen nicht, was hatte der Gastgeber zu bieten? Ein Freistoß Zifferts fand Daniel Petzold, dessen Kopfball strich knapp am Kasten vorbei (11.). Dann endete ein gut angelegter Angriff über die linke Seite mit einem Zuspiel auf Ziffert, doch dessen verdeckter Schuss aus gut 20 Metern wurde abgefälscht und ging am linken Pfosten vorbei (18.).

Auch nach der Pause folgten nur sporadisch Aktionen, die für Gefahr sorgten. Knapp segelte ein Schuss Prohaskas übers FC-Tor (50.). Dann glänzte abermals Schötzke, als sich diesmal Depke per Freistoß versuchte (63.). Doch nun fanden auch die Gastgeber die eine oder andere Lücke in der aufrückenden Leipziger Abwehr. Jens Mauersberger zog einen Freistoß von der linken Außenbahn, der für Mathias Walter gedacht war, hoch auf den langen Pfosten. Letztlich landete der Ball bei Daniel Petzold, der zur Kurstädter Führung einköpfte.

Zauberfreistoß von Steeb

Das traf die Gäste offenbar härter als erwartet, nur wenige Minuten später hätte Blau-Weiß Hüter Gehmlich den Ball erneut aus dem Netz holen müssen – wenn sich nicht Papkalla in den Knaller Zifferts von der Strafraumgrenze, Mauersberger hatte ihm die Kugel exakt zugespielt, geworfen hätte (78.).

Dies waren Wecksignale für die Gäste, die nun noch einmal anzogen und in der Schlussphase die Partie doch noch drehen konnten. Dem Ausgleich Depkes gingen gleich mehrere Fehler voraus, der Leipziger zog an der linken Torauslinie nach innen, drei Kurstädter ließen sich düpieren, aus spitzem Winkel schlenzte er den Ball vom linken Pfosten ins äußerste rechte Toreck.

Damit nicht genug: Was angeblich nur ein argentinischer Fußballer im Dienste eines im Halbfinale der Champions League gescheiterten katalanischen Fußballclubs kann, zelebrierte Leipzigs Kapitän Steeb, indem er einen Freistoß aus 20 Metern präzise über die Mauer links oben unter die Querlatte schlenzte, diesmal unerreichbar für Lausicks Keeper.

Am Ende trat das erwartete ein, dem Gastgeber blieb wie im Hinspiel nur der Trost, den Favoriten voll gefordert zu haben. Punkte gibt es dafür bekanntlich jedoch keine.