17. Juni 2019 / 08:05 Uhr

Bad Lausick zittert sich zum Klassenerhalt

Bad Lausick zittert sich zum Klassenerhalt

Hans-Peter Weiske
Leipziger Volkszeitung
Der Leipziger Abdessamade Lamasseb behauptet in der gegnerischen Spielhälfte den Ball.
Der Leipziger Abdessamade Lamasseb behauptet in der gegnerischen Spielhälfte den Ball. © Wolfgang Riedel
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Die Kurstädter erreichen durch einen 1:0-Erfolg gegen den Roten Stern Leipzig den Klassenerhalt in der Landesklasse Nord. 

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Bad Lausick. Ein Tor reichte dem FC Bad Lausick, um nach 99 Minuten den lange Zeit in der Schwebe hängenden Klassenerhalt feiern zu können. Auch diesmal war es alles andere als ein sehenswertes Heimspiel, denn die Gäste vom Roten Stern Leipzig waren die klar Spiel bestimmende Mannschaft, nutzten aber ihre Chancen nicht oder scheiterten mehrfach am glänzend reagierenden Patrick Kutzner im FC-Tor.

Erstmals in dieser Saison hatten die Trainer die Qual der Wahl, konnten auf 18 Spieler zugreifen. Allerdings wurde die taktische Linie schon vor dem Anstoß über den Haufen geworfen als sich Daniel Petzold beim Warmmachen verletzte. Nach 30 Minuten war auch für Routinier Matthias Walter Schluss, Stefan Fliegner hielt bis zur 57.Minute durch.Auch die Gäste erwischte es, als mit Griffo ihr bester Torschütze nach 15 Minuten mit einer Fußverletzung vom Platz musste.

Keeper Kutzner verhindert frühen Rücksand

Eng stehen, Druck machen – so die Vorgabe, nach fünf Minuten hatte der Gastgeber bereits drei Eckbälle auf seinem Konto, doch so ging es nicht weiter. Vielmehr kamen die Gäste, von 60 Fans lautstark unterstützt, besser ins Spiel. Kutzner und Fliegner verhinderten einen Rückstand, als Herzog aus abseitsverdächtiger Situation startete, den Ball über den FC Strafraum hinweg zum frei an den Ball kommenden Seufert brachte (17.). Als nächster scheiterte Herzog selbst an Kutzners Fußparade (22.), kurz davor hatte sein fast beschäftigungsloser Kollege im Sterne-Tor seinen ersten Einsatz, als Marc Werner ihn mit einem Heber überwinden wollte, er aber einen Schritt schneller als der Lausicker am Ball war.

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In Minute 38 brannte es erneut vor und im Strafraum des Gastgebers, der nach dem Ausfall Walters einige Zeit brauchte, um die Reihen zu ordnen. Nicht weniger als dreimal wurden Schüsse der Leipziger geblockt, doch wie aus dem Nichts landete der Ball auf der Gegenseite bei Danny Kamke an der Strafraumgrenze. Geschickt drehte der sich um seinen Gegenspieler herum, hatte freie Schussbahn und zog den Ball zum 1:0 ins linke untere Eck.

Bad Lausick offensiv zu harmlos

Auch der zweite Schuss aufs Tor der Leipziger war dem Schützen vorbehalten, doch Siekmann hatte keine Mühe (52.). Offensiv kam vom Gastgeber fast nichts, die Gäste waren immer einen Schritt schneller am Ball und fanden meist einen anspielbaren Mitspieler. Was beim FC stimmte, war der Einsatz und das gegenseitige Ausbügeln von Fehlern. Da wurde durchaus auch mal härter zur Sache gegangen, letztlich verteilte der Schiedsrichter ab der 68. Minute fünf Gelbe Karten, wobei hier auch andere Farben ins Spiel hätten kommen können.

Den Rest der Begegnung bestimmten die Gäste bis zum ewig auf sich warten lassenden Abpfiff. Über sechs Minuten Nachspielzeit waren gegeben worden. Zuvor aber kam Becker frei zum Kopfball – links am Kasten vorbei (60.), in der Tormitte kam der eingewechselte Szumski zum Schuss – ein Meter fehlte (68.)., Herzogs wohl als Eingabe gedachte Flanke streifte die Querlatte (77.), den Nachschuss lenkte Kutzner mit den Füßen um den Pfosten.

Dann endlich starteten die Kurstädter einen Konter über die linke Seite. Werner lief in den Strafraum, wollte den Ball an Siekmann vorbei ins lange Eck schlenzen, doch der wohl an dieser Stelle irgendwie zu hohe Rasen verhinderte einen platzierten Abschluss (82.).

Zum Glück rächte sich dies nicht. Mit vereinten Kräften und einer Portion Glück brachten die Kurstädter Kicker den vierten Heimerfolg über die Zeit und können nun entspannt ins letzte Spiel gegen Wurzen gehen – auch in der nächsten Saison steht der FC in der Landesklasse am Ball.

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