04. Januar 2021 / 15:44 Uhr

Badminton: Abbruch der Regionalliga-Saison immer wahrscheinlicher

Badminton: Abbruch der Regionalliga-Saison immer wahrscheinlicher

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Geht's nochmal ans Netz? Coach Hans Werner Niesner (l.) und dem BV Gifhorn droht der Abbruch der Regionalliga-Saison.
Geht's nochmal ans Netz? Coach Hans Werner Niesner (l.) und dem BV Gifhorn droht der Abbruch der Regionalliga-Saison. © Michael Franke/Cagla Canidar
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Eine komplette Spielzeit ist vom Tisch, die Hoffnung auf eine Halbserie vage. Derzeit spricht vieles für einen Abbruch in der Badminton-Regionalliga.

Es ist das sportlich schlimmste Szenario - und es ist leider auch das wahrscheinlichste: Die Saison in der Badminton-Regionalliga steht nach der zweiten Corona-bedingten Pause vor dem Abbruch und einer Nicht-Wertung. Die Aufstiegsträume des BV Gifhorn wären damit geplatzt, eine Rückkehr in die 2. Bundesliga mindestens um ein Jahr aufgeschoben.

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Am Sonntag tagte der Spielausschuss der Gruppe Nord und legte Folgendes fest: Alle Spiele der Regional- und Oberliga werden bis zum 28. Februar ausgesetzt. Ursprünglich war mal der 15. Januar anvisiert, der niedersächsiche Verband verlängerte die Pause dann bis zum 31. Januar.

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In einer weiteren Videokonferenz am 5. Februar werden die Sportwarte der Nord-Verbände dann über die weitere Vorgehensweise beraten. Dabei werden situationsabhängig folgende Möglichkeiten ins Auge gefasst:

1. Die Beendigung der Hinrunde - sofern es unter Berücksichtigung einer angemessenen Einspielphase nach Öffnung der Sporthallen noch Sinn ergibt.

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2. Abbruch und Nicht-Wertung, kein Auf- und kein Abstieg, alle Mannschaften bleiben in ihren Ligen. Über Transfers von und zur Bundesliga wird gesondert entschieden.

Letzterer Vorschlag "erscheint den Sportwarten derzeit als der wahrscheinlichste Weg", sagt Wolfgang Schuch, Obmann der Gruppe Nord und fügt hinzu: "Wünschenswert wäre noch abzuklären, wie denn in anderen Gruppen verfahren wird. Dazu gibt es bisher wenig aussagekräftige Informationen."

Komplett vom Tisch ist damit die Hoffnung, doch noch eine ganze Saison mit Hin- und Rückrunde auszutragen. Und auch die Fortführung der Halbserie kann erst aufgenommen werden, wenn die Zeit zur Vorbereitung auf den Re-Start reicht, um die Gesundheit der Spieler zu schützen. "Eine 'angemessene Einspielphase' bedeutet, dass für alle teilnehmenden Mannschaften die Hallen vier Wochen lang für das Training zur Verfügung stehen müssen, bevor die Saison fortgesetzt wird", erklärt BVG-Coach Hans Werner Niesner. So eine Einspielphase werde es auch auf Landesebene geben.

Am Spielbetrieb teilgenommen hat Gifhorn in dieser Saison nur am ersten Doppelspieltag. Da gab's jeweils 7:1-Erfolge gegen den Berliner SC und die Reserve der Berliner Brauereien. Die folgenden Gastspiele beim SSW Hamburg und dem Hamburg Horner TV II mussten bereits verschoben werden, weil die Hansestadt kurz zuvor zum Risikogebiet erklärt worden war.

Seitdem warten BVG-Kapitän Dennis Friedenstab und Co. auf ihre nächsten Einsätze. Die soll es - wenn der Re-Start doch kommen sollte - am 6. und 7. März geben. Es ist der Termin des letzten Doppelspieltags der ursprünglich geplanten Saison...

Folgende Termine mit BVG-Beteiligung für die Beendigung der Regionalliga-Hinrunde wurden festgelegt:

3.Spieltag: SSW Hamburg - BVG (Sa., 6. März, 16 Uhr)

4.Spieltag: Hamburg Horner TV II - BVG (So., 7. März,10 Uhr)

5.Spieltag: BVG - PSV Bremen (Sa., 13. März, 16 Uhr)

6.Spieltag: BVG - SV Harkenbleck (So., 14. März, 10 Uhr)


Ersatz-Termine: 20. März, 21. März, 10. April, 11. April.

7.Spieltag: BVG - SG Lengede/Vechelde (Sa., 24. April,16 Uhr)

Ersatz-Termin: 25. April.

"Abwarten und hoffen"

Sollte die Hinrunde tatsächlich noch ausgetragen werden können, war ursprünglich der Plan, im Anschluss Play-Off- und Play-Down-Spiele auszutragen. Die Top-Vier würden dann den Aufsteiger, die letzten Vier der Halbserie zwei Absteiger ausspielen - ein High-Noon-Wochenende. "Aber das wird erst beraten, wenn die Hinrunde wieder laufen sollte", sagt Niesner, der "ein unschönes Fazit zieht. Wir müssen weiterhin abwarten und hoffen - und zusehen, dass unsere Spielerinnen und Spieler sich mental und körperlich fit halten."

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