18. Februar 2019 / 13:45 Uhr

"Richtig gut": Die erste Mannschaft des BV Gifhorn sichert sich den Vizetitel

"Richtig gut": Die erste Mannschaft des BV Gifhorn sichert sich den Vizetitel

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gut in Form: Lea Dingler (links) und Larina Tornow haben ein erfolgreiches Wochenende mit dem BV Gifhorn hinter sich.
Gut in Form: Lea Dingler (links) und Larina Tornow haben ein erfolgreiches Wochenende mit dem BV Gifhorn hinter sich. © Cagla Canidar
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Im vorentscheidenden Duell um die Vizemeisterschaft in der Badminton-Regionalliga hat der BV Gifhorn die Nerven behalten und sich mit 6:2 gegen den Hamburg-Horner TV II durchgesetzt. Anschließend wurde gefeiert - so sehr, dass es abschließend nur zu einem 4:4 gegen Kellerkind SSW Hamburg langte.

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„Mit aller Gewalt“, so hatte es BVG-Trainer Hans Werner Niesner vor dem Saisonfinale ausgedrückt, habe man sich den zweiten Platz in der Regionalliga nicht zum Ziel gesetzt. Dank eines starken 6:2 am Samstag beim Hamburg-Horner TV II sicherten sich die Gifhorner Badminton-Asse den Vizetitel dennoch vorzeitig. Das wurde gefeiert – eine Folge davon war das abschließende 4:4 bei Kellerkind SSW Hamburg...

Finale um Vizemeisterschaft

„Das war richtig gut“, frohlockte BVG-Kapitän Dennis Friedenstab mit Blick auf das Samstag-Spiel. Das Duell mit den Hornern war so etwas wie das Finale um die Vizemeisterschaft – und in dem behielten die Gäste deutlich die Oberhand. Dass TV-Top-Talent Matthias Kicklitz sowohl im Herrendoppel als auch im Einzel punkten würde, „war zu erwarten gewesen“, so Gifhorns Mannschaftsführer. „Dass wir die restlichen Spiele alle gewinnen würden, hatten wir aber nicht gedacht...“

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In Abwesenheit von Yannik Joop (Rückenprobleme) glänzte vor allem das Mixed Benjamin Dieckhoff/Lea Dingler, das Nico Coldewe/Julian Bantin überraschend klar mit 21:16, 21:18 schlug. „Echt stark“, lobte Friedenstab. Auch er selbst, Dieckhoff/Wolf-Dieter Papendorf, Larina Tornow/Dingler, Patrick Thöne und Tornow fuhren Zwei-Satz-Erfolge ein, machten so aus einem 0:1-Auftakt einen überzeugenden 6:2-Auftritt.

Wenn man schonmal in Hamburg ist ...

Der zweite Platz war den Gifhornern damit nicht mehr zu nehmen. „Und da wir schon mal in Hamburg waren, hat es sich angeboten, auf den Kiez zu gehen und etwas zu feiern“, so Friedenstab schmunzelnd. „Von daher war das Unentschieden am Sonntag in Ordnung.“

Patrick Thöne und der BV Gifhorn haben sich vorzeitig den zweiten Platz gesichert.
Patrick Thöne und der BV Gifhorn haben sich vorzeitig den zweiten Platz gesichert. © Cagla Canidar
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Allerdings war für die Gifhorner beim SSW trotz der vorangegangenen Party-Nacht mehr drin. Das Problem: Von fünf Partien, die über drei Sätze gingen, sicherten sich die Gäste nur zwei – zunächst siegte Friedenstab mit Doppelpartner Thöne, später auch als Solist. „Aber wir hätten auch die anderen Spiele gewinnen können“, haderte der Kapitän. Doch Dieckhoff/Papendorf, Thöne sowie Dieckhoff/Dingler unterlagen im dritten Durchgang jeweils mit 20:22. Friedenstab: „Das war schon ein bisschen bitter, da hätten wir für eine Vorentscheidung sorgen können. Es ging um Kleinigkeiten.“

Tornow gibt sich keine Blöße

Nicht zuletzt dank Tornow – die Punktlieferantin gab sich erneut weder an der Seite von Dingler noch im Einzel eine Blöße – holte Gifhorn im zweiten Teil des Doppelspieltags immerhin ein Remis. Während der SSW die Klasse hielt, darf sich der BVG nun Vizemeister nennen. Friedenstab: „Ein guter Saisonabschluss.“

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Mit Titelträumen im Gepäck hatten die Gifhorner die Saisonreise aufgenommen – und wurden zunächst jäh enttäuscht. „Die ersten beiden Spieltage waren mau“, so Friedenstab. „Angesichts des holprigen Starts hätten wir nicht gedacht, dass wir noch Zweiter werden würden.“

Starke Rückrunde

Zunächst musste der Blick nach unten gehen. „Wir haben uns nicht mehr unter Druck gesetzt, sind lockerer in die Spiele gegangen – unsere Rückrunde war dann ja auch echt stark“, freute sich der Mannschaftsführer. Und: „Zu Hause haben wir kein einziges Spiel verloren.“ Vor eigenem Publikum gab’s jeweils drei Siege und drei Unentschieden, am Ende sprang – nicht zuletzt aufgrund des Luckauer Rückzugs – noch der Vizetitel heraus. „Das ist auf jeden Fall positiv“, lobte Trainer Hans Werner Niesner.

Die Planungen für die nächste Saison sind schon angelaufen. Fix ist, dass sich Patrick Thöne beruflich verändern und deshalb nur noch als Ersatzspieler zur Verfügung stehen wird, zudem rückt Marvin Schmidt aus der BVG-Reserve hoch. Friedenstab: „Wir brauchen noch einen weiteren Herren und eine Dame, um breiter aufgestellt und variabler zu sein.“

Hans Werner Niesner (links) und Holger Herbst steigen mit dem BV Gifhorn II aus der Oberliga ab.
Hans Werner Niesner (links) und Holger Herbst steigen mit dem BV Gifhorn II aus der Oberliga ab. © Cagla Canidar

Es hätte viel zusammenkommen müssen, damit der BVG II den Oberliga-Verbleib doch noch schafft. Letztlich kam’s aber wie erwartet, das Badminton-Wunder blieb aus. Eine 2:6-Pleite am Samstag beim Polizei SV Bremen besiegelte den Abstieg der Gifhorner, durch das abschließende 4:4 bei der BSG Hamburg-West beendeten sie die Saison als Letzter.

Nur Herbst ist in drei Sätzen erfolgreich

Dabei hätten die Hoffnungen der BVG-Reserve in Bremen durchaus noch einmal neue Nahrung erhalten können. „Leider haben wir einige Spiele unglücklich verloren“, so Trainer Hans Werner Niesner. Während Michelle Beecken das Dameneinzel in zwei Sätzen gewann, mussten sich Marvin Schmidt, Björn Momper und Max Schichta/Karen Radke knapp geschlagen geben. Einzig Holger Herbst konnte ein Drei-Satz-Match für sich entscheiden.

Der Gifhorner Youngster siegte auch tags darauf in Hamburg im Einzel, war zudem im zweiten Herrendoppel an der Seite von Schmidt erfolgreich. „Das war sehr positiv“, lobte Niesner. Die weiteren Gäste-Punkte holten Beecken und Schichta/Carolin Walkhoff. „Das Remis war ein versöhnlicher Abschluss“, erklärte Niesner. Aber: „Insgesamt hat es einfach nicht gereicht.

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