08. Oktober 2020 / 15:08 Uhr

Badminton-Regionalliga: BVG-Kapitän Friedenstab peilt Zweitliga-Aufstieg an

Badminton-Regionalliga: BVG-Kapitän Friedenstab peilt Zweitliga-Aufstieg an

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Geht ehrgeizig in die Saison: BVG-Kapitän Dennis Friedenstab.
Geht ehrgeizig in die Saison: BVG-Kapitän Dennis Friedenstab. © Cagla Canidar
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Das Ziel ist klar formuliert, die ersten beiden Schritte will der BV Gifhorn am Wochenende machen. Die Saison in der Badminton-Regionalliga beginnt für den BVG mit Heimspielen gegen den Berliner SC (Sa., 16 Uhr) und die Berliner Brauerein II (So., 10 Uhr). Zum Anfang sollen zwei Siege her, am Ende soll der Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen. Mit einem Team, dass einen Schottland-Schock verdauen muss und in dem sich eine interne Wachablösung anbahnt...

Platz eins soll her. Das ist Fakt. Ein Drumherumreden gibt es nicht. "Der Verein hat Geld in die Hand genommen, um zwei Ausländerinnen zu verpflichten. Da können wir nicht sagen, wir wollen ins Mittelfeld", betont BVG-Kapitän Dennis Friedenstab. Allerdings: Von den beiden Zugängen Martina Nöst (Österreich) und Sarah Findlay (Schottland) wird in der Hinrunde nur Erstgenannte zum Einsatz kommen können.

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Findlay ist für die Hinrunde gesperrt. Zwar liegt die Spielgenehmigung vom schottischen Verband vor, doch ihre Spielberechtigungsnummer lag noch bei der SG Luckau/Blankenfelde - obwohl sie dort seit Jahren nicht gespielt hat. Aber Papier ist geduldig. "Wir wussten es nicht, Sarah wusste es nicht. Als es auffiel, war die Frist abgelaufen", sagt Friedenstab. Aus der Bahn will sich der BVG davon aber nicht werfen lassen. Auch, wenn die Damen durch den Schottland-Schock knapp besetzt sind - Nöst, Lea Dingler und Karen Radke sind zum Start an Bord.

Füllhorn an Routiniers bei den Herren

Anders die Situation bei den Herren, wo Gifhorn auf ein Füllhorn an Routiniers und Talenten zurückgreifen kann. Da ist es auch zu verkraften, dass eine Hochzeit den Kader am Auftakt-Wochenende etwas ausdünnt. Lukas Dieckhoff, der Gifhorn in der Vorsaison coachte und aufgrund seiner Doktorarbeit nicht mehr zur Verfügung steht, heiratet, sein Bruder Benjamin und Wolf-Dieter Papendorf sind Gäste, fehlen deshalb gegen die Berliner Klubs auf dem Meldebogen.

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Auf den Party-Besuch verzichtet, hat Dennis Friedenstab. Er bildet mit Yannik Joop und Patrick Thöne den Ältesten-Rat, Marvin Schmidt und die Debütanten Thies Huth und Holger Herbst sind die jungen Wilden. Die ersten um die 30 Jahre alt, die zweiten allesamt noch Teenager. "So sollte die Mischung sein. Unsere Jungen sind ja teilweise schon auf Bundesebene erfolgreich, sie sollen das Ruder dann in Zukunft übernehmen", sagt Friedenstab.

Große Möglichkeit auf den Aufstieg

Am liebsten in der 2. Liga - und die Möglichkeit auf den Aufstieg ist so groß wie lange nicht mehr. "Da die Zweitliga-Saison aufgrund von Corona abgebrochen wurde, ist von oben kein Absteiger runtergekommen. Wer weiß, wann so eine Chance wiederkommt", so der BVG-Kapitän. Gifhorn will sie nutzen. Mit zwei Siegen zum Start. Gegen Teams, die aus dem Corona-Hotspot Berlin kommen. "Der Staffelleiter hat noch einmal eine Rundmail zum Saisonstart mit der Bitte verschickt, dass sich niemand auf die Reise macht, bei dem Zweifel bestehen", berichtet Friedenstab, der weiß: "Kontrollieren kannst du das nicht, wir müssen auf Vertrauen setzen."

Übrigens: Am zweiten Doppel-Spieltag kann dann schon eine Vorentscheidung im Titelrennen fallen. Dann geht's für den BVG zum SSW Hamburg (24. Oktober) und dem Hamburg-Horner-TV II (25. Oktober). "Unsere größten Konkurrenten im Meisterschaftskampf", so der Kapitän. Der Oktober - für Gifhorn sollte er am besten ein goldener werden.