08. November 2020 / 22:16 Uhr

Badminton-Routinier Dieckhoff verlässt BV Gifhorn nach acht Jahren

Badminton-Routinier Dieckhoff verlässt BV Gifhorn nach acht Jahren

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Abschied nach acht Jahren: Benjamin Dieckhoff (r.) verlässt den BV Gifhorn, Kapitän Dennis Friedenstab (l.) bedauert den Abgang seines langjährigen Weggefährten. 
Abschied nach acht Jahren: Benjamin Dieckhoff (r.) verlässt den BV Gifhorn, Kapitän Dennis Friedenstab (l.) bedauert den Abgang seines langjährigen Weggefährten.  © Copyright by Photowerk Cagla Canidar cc 2015
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Mit Benjamin Dieckhoff verliert der BV Gifhorn einen Routinier. Der 33-Jährige verlässt den Badminton-Regionalligisten nach acht Jahren und schließt sich Ligakonkurrent SG Lengede/Vechelde an. Dieckhoff verlässt den Verein im Guten und freut sich auf ein baldiges Wiedersehen.

Acht Jahre lang schmetterte Benjamin Dieckhoff die Bälle für den BV Gifhorn über das Netz, in der Corona-Pause entschied sich der Routinier für eine Veränderung. Dieckhoff verlässt den Badminton-Regionalligisten aufgrund der mangelnden Perspektive auf Einsätze. „Wir haben neue Spieler dazubekommen und sind einfach zu viele Herren in der 1. Mannschaft. Da ich nicht mehr der Jüngste bin und ich den Plan habe, noch möglichst lange überregional zu spielen, habe ich mich dazu entschieden, den Verein zu verlassen“, sagt Dieckhoff. Der 33-Jährige bleibt dem Badminton und sogar der Regionalliga Nord aber erhalten, Dieckhoff wechselt zur SG Lengede/Vechelde.

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Abschiedsgedanken schon vor der Saison

Der Gedanke an den Abschied vom BVG kam Dieckhoff bereits vor dem Saisonbeginn, ein weiterer Grund für seinen Weggang ist das Saisonziel im Team um Kapitän Dennis Friedenstab. Dieckhoff: „Die Ambition in die 2. Liga aufsteigen zu wollen, vom Trainingspensum her hätte ich das nicht mehr hinbekommen. Spätestens in einem Jahr hätte ich sowieso vor der Entscheidung gestanden.“ Denn für Dieckhoff ist Gifhorn Favorit auf den Aufstieg. Aber. „Ich wäre niemals in der laufenden Saison gegangen, wenn ich gewusst hätte, dass ich unbedingt gebraucht werde.“

Kapitän bedauert Abgang

Das Gefühl, gebraucht zu werden, hatte Dieckhoff in Gifhorn nicht mehr. Beim Saisonstart vor vier Wochen, als der BVG zwei 7:1-Siege gegen den Berliner SC und die Berliner Brauereien II feierte, fehlte Routinier Dieckhoff. Sein Bruder und Ex-BV-Trainer Lukas Dieckhoff hatte geheiratet. Sein langjähriger Weggefährte und BVG-Kapitän Friedenstab bedauert Dieckhoffs Entscheidung: „Für mich persönlich ist es natürlich auch sehr schade, da Bennie mittlerweile schon acht Jahre bei uns war und ein wichtiger Eckpfeiler der Mannschaft war.“

In seinen acht Jahren in Gifhorn hat Dieckhoff einiges erlebt, besonders gern erinnert er sich an die Saison mit seinem damaligen Doppel-Partner Adrian Belke in der Oberliga-Reserve zurück, in der das Duo eine Siegesserie von 11:0 vorweisen konnte. Und natürlich den Aufstieg mit dem BVG II im Jahr 2016 in die Regionalliga, als die Berliner Brauereien am letzten Spieltag im direkten Duell noch von der Tabellenspitze verdrängt werden konnten. „Aufgestiegen sind wir beide, aber es war schon toll, dass wir sie noch einholen konnten“, sagt Dieckhoff.

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Trennung im Guten

In der Hinrunde wird es das Duell zwischen Dieckhoff und seinen alten Teamkollegen definitiv nicht mehr geben, da er aufgrund des Vereinswechsels in der laufenden Saison noch bis zum Rückrundenbeginn gesperrt ist. Überhaupt ruht der Spielbetrieb bis zum 15. Januar. Er würde sich aber über ein baldiges Wiedersehen freuen. „Man kennt sich natürlich gut, das wird auf jeden Fall ein schönes Duell“, sagt Dieckhoff, der den Verein im Guten verlässt. „Ich gehe auf keinen Fall mit schlechter Stimmung, gerade in den letzten drei Jahren hatten wir eine super Truppe. Ich werde den Verein in guter Erinnerung behalten.“

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