03. September 2020 / 20:53 Uhr

BAK prüft Chemie Leipzig zum Ende der Berliner Wochen

BAK prüft Chemie Leipzig zum Ende der Berliner Wochen

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Chemie-Trainer Miroslav Jagatic weiß wie gefährlich die Berliner vor dem Tor sind. © Christian Donner
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Erst der BFC, dann TeBe, Hertha II, Lichtenberg und nun der BAK. Die Regionalliga ist gefüllt mit Berliner Vereinen. Am Samstag empfangen die bisher ungeschlagenen Chemiker den Hauptstadt-Club und somit finden die Berliner Wochen vorerst ein Ende. Wer nicht genug von den Duellen zwischen diesen beiden Städten bekommen kann, der kann sich auf den 26. September freuen, wenn die Grün-Weißen auswärts bei Viktoria Berlin antreten.

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Leipzig. Die Berliner Wochen neigen sich erst einmal dem Ende zu – die BSG Chemie empfängt am Sonnabend (16 Uhr, AKS, ausverkauft) den Berliner AK. Dass Chemie den Vorjahressiebten als Besserplatzierter in der Tabelle empfängt, ist ein Novum – und dürfte auch nicht mehr all zu lange anhalten. Denn am vergangenen Mittwoch zeigten die Berliner, was in ihnen steckt, als sie die Zweitvertretung von Hertha BSC mit 5:2 aus deren eigenen Stadion schossen.

Nach vorn ist der BSK traditionell stark, 47 erzielte Treffer waren in der Vorsaison einer der Bestwerte – damit stellte man die viertbeste Offensive der Liga. Auch in der jungen Saison erzielten Abdulkadir Beyazit (3 Tore) und Co bereits wieder zehn Treffer. „Da müssen wir aufpassen, die haben eine brutale Qualität“, warnt Chemie-Coach Miro Jagatic. Einen bedingungslosen Sturm auf des Gegners Tor werden die 2000 für das Spiel zugelassenen Chemie-Fans also erneut nicht erleben.

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Dennoch zeigen auch die schon neun Gegentreffer in vier Spielen an, wo die Gäste der Schuh drückt. Mit der gewachsenen Offensivpower haben die bislang ungeschlagenen Chemiker zusätzliche Optionen gewonnen und sind immer für einen Treffer gut. Vor allem Neuzugang Stephane Mvibudulu, der mit seinem dritten Treffer gegen Hertha zum zweiten Mal die MDR-Abstimmung zum „Volltreffer der Woche“ gewann, und Max Keßler sind gut drauf, aber auch Morgan Fassbender und Lucas Surek zeigten ansteigende Form.

Bei BAK ist der Knoten geplatzt

In Lichtenberg, wo man am Dienstag zwar erstmals keinen Treffer erzielt hatte, aber einen starken Auftritt hingelegt und mit seiner Spielanlage überzeugt hatte, konnte man das beobachten. Vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Angriffe vorgetragen wurden, lässt die Vorfreude auf die lange und schwere Saison anwachsen. „Das sah gut aus, wir hätten jederzeit ein Tor machen können. Am Ende fehlte vielleicht etwas die Kraft und Spritzigkeit, aber wir freuen uns über die Art und Weise und natürlich den nächsten Punkt“, konstatierte Vereinsvorsitzender Frank Kühne.

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Das Tor von Morgan Fassbender wurde aufgrund eines Fouls von Florian Kirstein an Lichtenbergs Tormann nicht gewertet. © Christian Donner

Der Berliner AK, bei dem nach zwei Auftaktniederlagen gegen den BFC und Lok der Knoten nun platzte, will wieder hoch hinaus und zählt wie eigentlich jedes Jahr zu den Favoriten. Geld ist vorhanden, wenn man sich die Zugänge anschaut, weiß man, wie ehrgeizig der Verein ist.

Meyer, Yildrim und Beyazit kamen aus Cottbus, Ulrich aus Rostock (3. Liga), Fontein von Schalke II, El-Jindaoui von Düsseldorf II, Ngwisani von Mönchengladbach II, Hertel von Hertha II, Häusl (Sonnenhof) und Lämmel (Ulm). Von Chemie nach Berlin gewechselt war auch El-Haibi, der zwar als hochveranlagt gilt, aber in Leutzsch kein Spiel machte, weil er nicht austrainiert kam. Dann fehlte die Zeit, als Corona kam, inzwischen hat er zwei Kurzeinsätze beim BAK hinter sich.