03. September 2019 / 16:03 Uhr

Bakery Jatta: Bochum, Karlsruhe und Nürnberg ziehen Einspruch gegen HSV-Spiele zurück

Bakery Jatta: Bochum, Karlsruhe und Nürnberg ziehen Einspruch gegen HSV-Spiele zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hamburger SV muss nach dem Wirbel um Bakery Jatta keinen Punktverlust mehr fürchten. Alle drei Klubs haben ihren Einspruch gegen die Spielwertung zurückgezogen.
Der Hamburger SV muss nach dem Wirbel um Bakery Jatta keinen Punktverlust mehr fürchten. Alle drei Klubs haben ihren Einspruch gegen die Spielwertung zurückgezogen. © imago images / eu-images / Montage
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Fans des Hamburger SV können endgültig aufatmen: Der VfL Bochum, 1. FC Nürnberg und Karlsruher SC haben nach der Aufklärung im Fall Bakery Jatta ihren Einspruch gegen die Spielwertungen nach ihren Niederlagen gegen den HSV zurückgezogen. 

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Im Fall Bakery Jatta ziehen die drei Zweitligisten ihren Einspruch gegen die Wertung der Liga-Spiele gegen den Hamburger SV zurück. Dies teilten der 1. FC Nürnberg, der Karlsruher SC und der VfL Bochum am Dienstag mit. Zuvor hatte das Hamburger Bezirksamt seine Ermittlungen gegen Jatta eingestellt und ausländerrechtliche Maßnahmen wegen der Zweifel an der Identität des Profis abgelehnt.

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Nürnberg sieht "keine Veranlassung mehr" für Einspruch gegen HSV-Spiel

„Mit der Entscheidung der zuständigen Behörde hat sich die sportjuristische Frage für den Club geklärt und wir sehen keine Veranlassung mehr, den Einspruch beim DFB gegen die Spielwertung“ aufrechtzuerhalten, teilten die Nürnberger mit. Mit ähnlichen Worten äußerten sich auch die beiden anderen Vereine.

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„Dem KSC ging es zu jedem Zeitpunkt ausschließlich darum, den Verein vor einem etwaigen Wettbewerbsnachteil zu schützen. Wir sind froh, dass sich die Angelegenheit jetzt für alle Beteiligten im positiven Sinne entwickelt hat und wünschen insbesondere Bakery Jatta nach dieser für ihn sehr schwierigen Zeit nur das Beste“, hieß es vom KSC.

VfL Bochum verurteilt Anfeindungen gegen Jatta "auf das Schärfste"

„Wir bedauern es sehr, dass die Diskussionen um Bakery Jatta in den vergangenen Wochen besonders emotional geführt wurden. Die Anfeindungen gegen ihn wie auch die populistische oder parteipolitische Instrumentalisierung verurteilen wir auf das Schärfste“, teilten die Bochumer in einer Presseerklärung mit.

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Nach dem Einspruchs-Rückzug dürfte damit auch das für Montag in Frankfurt angesetzte Sportgerichtsverfahren ausfallen. "Der Termin wird nur hinfällig, wenn der 1. FC Nürnberg seinen Einspruch zurückziehen würde“, hatte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, am Montag dem SPORTBUZZER mitgeteilt. Dies ist nun der Fall.

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Laut eines Berichts des Magazins Sport Bild soll es Zweifel an Jattas Identität geben. Demnach soll er einen anderen Namen haben und älter als von ihm angegeben sein. Der Gambier war 2015 nach Deutschland geflüchtet und lebte zunächst in der Nähe von Bremen. Seit 2016 spielt er für den HSV und hat noch einen Vertrag bis 2024. Sein Club hatte stets deutlich gemacht, hinter seinem Spieler zu stehen.

Hannover 96 legte nach Niederlage gegen HSV keinen Einspruch ein

Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte seine Ermittlungen gegen den Stürmer am Montag eingestellt. Auch der Kontrollausschuss des DFB hatte die Causa Jatta geprüft und am 15. August den Spieler befragt. Ermittlungen von Polizei oder Staatsanwaltschaft gegen Jatta gab es nicht. Während der gesamten Zeit der Ermittlungen beim Bezirksamt und durch den DFB setzte der HSV Jatta in den Punktspielen ein. Im Gegensatz zu Nürnberg, Bochum und Karlsruhe hatte Hannover 96 keinen Protest gegen das 0:3 am Sonntag in Hamburg eingelegt. Jatta erzielte dabei den Treffer zum Endstand.

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