09. August 2019 / 16:23 Uhr

HSV-Trainer Dieter Hecking verteidigt Bakery Jatta: "Für mich zählt die Unschuldsvermutung"

HSV-Trainer Dieter Hecking verteidigt Bakery Jatta: "Für mich zählt die Unschuldsvermutung"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bakery Jatta hat von seinem HSV-Trainer Dieter Hecking Rückendeckung erhalten.
Bakery Jatta hat von seinem HSV-Trainer Dieter Hecking Rückendeckung erhalten. © imago images / Jan Huebner / Montage
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Trotz der Zweifel an der Identität von HSV-Profi Bakery Jatta sieht Trainer Dieter Hecking keinen Grund, warum er den Spieler nicht zum Pokalspiel nach Chemnitz mitnehmen sollte. Im Rahmen einer Pressekonferenz hat der Coach Jatta am Freitag den Rücken gestärkt.

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Im Fall Bakery Jatta hat sich nun auch HSV-Trainer Dieter Hecking geäußert - und die Hektik um das Thema kritisiert: "Das was passiert, ist typisch für die Medienlandschaft, da wird etwas aufgebauscht, was so noch gar nicht Thema ist." Hecking stärkte seinem Schützling auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel beim Chemnitzer FC (Sonntag, 18.30 Uhr) außerdem den Rücken: "Für mich zählt die Unschuldsvermutung."

Offensivspieler Jatta steht seit Tagen im Fokus, nachdem die Sport Bild über Zweifel an der Identität des Profis berichtet hatte: Demnach heiße Jatta eigentlich Bakery Daffeh. Auch soll er bei seiner Einreise nach Deutschland 2015 sein Alter um zwei Jahre jünger angegeben haben. Der Hamburger SV stellt sich bisher aber nachdrücklich hinter seinen Profi: Am Donnerstag veröffentlichte der Verein bereits ein Statement, in dem der öffentliche Umgang mit dem Thema kritisiert wurde. Sportvorstand Jonas Boldt versicherte darin außerdem, dass Jatta "uns gegenüber die Korrektheit seiner Passangaben noch einmal bestätigt" habe.

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HSV-Trainer Hecking nimmt Jatta zum Pokalspiel nach Chemnitz mit

Zuletzt hatte der 1. FC Nürnberg wegen der Vorwürfe Einspruch gegen die Niederlage im Zweitliga-Duell am vergangenen Spieltag eingelegt. Die DFL und der DFB, zuständig für Spielgenehmigungen, hatten daraufhin aber gemeinsam erklärt, dass Jattas Spielberechtigung zunächst bestehen bleibe. Es gebe "derzeit keinen Beweis für eine falsche Identität des Spielers". Deswegen plant auch der Hamburger Trainer vorerst weiter mit Jatta. "Natürlich nehmen wir ihn mit nach Chemnitz, warum auch nicht?", so Hecking.

Mehr zum Fall Jatta

Unklar ist neben Jattas Namen und Alter auch ein weiterer Aspekt seiner Vergangenheit: Im Sommer 2015 war Jatta als Flüchtling nach Bremen gekommen, ein halbes Jahr später bekam er einen Vertrag beim HSV. In der Folge erzählte er öfter, zuvor nicht in einem Verein Fußball gespielt zu haben. "Ich habe in Afrika in keinem Verein gespielt, das gab es dort nicht ... Wir haben auf der Straße Fußball gespielt und uns die Dinge selbst beigebracht", sagte er 2016 unter anderem in einem Interview auf der Vereinshomepage.

Doch ein Bericht von Bild und Sport Bild zieht diese Aussage jetzt ebenfalls in Zweifel. Demnach hat die DFL auf Anfrage mitgeteilt, dass Jatta im "Transfer-Registrierungs-System", wo internationale Transfers üblicherweise erfasst werden, von 2014 bis 2016 bei Brikama United, einem Verein in Jattas Heimat Gambia, geführt wurde. Dem HSV müsse dies demnach mit Beantragung der Freigabe bekannt gewesen sein.

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