21. Februar 2020 / 09:29 Uhr

HSV-Profi Bakery Jatta kritisiert Diskussionen um seine Identität: "Was hatte ich verbrochen?"

HSV-Profi Bakery Jatta kritisiert Diskussionen um seine Identität: "Was hatte ich verbrochen?"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bakery Jatta spielt seit 2016 für den Hamburger SV. 
Bakery Jatta spielt seit 2016 für den Hamburger SV.  © imago images/Jan Huebner
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Um die Herkunft von HSV-Profi Bakery Jatta hatte es in der Vergangenheiten einigen Wirbel gegeben. Den Fans des ehemaligen Bundesliga-Dinos dankt der Gambier für die große Unterstützung in dieser Zeit. Er selbst habe sich damals "öffentlich an den Pranger gestellt" gefühlt. 

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Bakery Jatta vom Hamburger SV ist den Fans des Zweitligisten für ihre Unterstützung dankbar. "Ich danke Gott dafür. Und ich danke allen HSVern für ihre große Liebe. Ich bin gesegnet", sagte der Gambier in einem Interview des Stadionmagazins HSV live. Die Zeit, als Zweifel an seiner Identität geäußert wurden, sei für ihn schwierig gewesen: "Niemand kann sich vorstellen, wie ich mich in dieser Zeit gefühlt habe. Ich wurde öffentlich an den Pranger gestellt. Aber wofür? Was hatte ich verbrochen? Ich habe mich gefühlt, als wollte man mich wegsperren, mich ins Gefängnis stecken", sagte der 21-Jährige.

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Jatta dankt den HSV-Fans für die Rückendeckung

"Meine Mannschaft, der ganze Club und alle Fans haben mich in dieser Zeit aufgefangen. Ich weiß bis heute nicht, wie ich diesen Menschen jemals das zurückzahlen kann, was sie mir gegeben haben." Jatta erklärte, wie er mit solchen Problemen umgehe. "Wenn mir Menschen etwas Böses wollen, dann darf ich sie nicht in mein Herz lassen. Das hat einen schlechten Einfluss auf mich, es zieht mich runter und lenkt mich ab von meinen Zielen. Deshalb schaue ich nicht zurück, sondern nur nach vorn", sagte der Offensivspieler.

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Sein Leben habe sich seit seiner Ankunft in Deutschland als Flüchtling 2015 radikal geändert. Seit 2016 ist er beim HSV. "Mittlerweile habe ich meinen Führerschein gemacht, habe eine eigene Wohnung, eine Freundin und bin selbstständig geworden", sagte Jatta. Er habe gelernt, dass er diszipliniert sein muss, "denn das hier ist Deutschland". Er versuche nicht nur "ein guter Fußballer zu sein, sondern vor allem ein guter Mensch". Sein Zuhause seien jetzt Hamburg und der HSV. Jatta: "Zu Hause ist da, wo man Frieden findet. Und ich habe hier meinen Frieden gefunden."

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