07. Dezember 2021 / 13:42 Uhr

Ex-HSV-Sportchef Ralf Becker zweifelt nicht an Identität von Bakery Jatta: "Ein hochanständiger Kerl"

Ex-HSV-Sportchef Ralf Becker zweifelt nicht an Identität von Bakery Jatta: "Ein hochanständiger Kerl"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ralf Becker, ehemaliger Sportchef der Hamburger, stärkt HSV-Profi Bakery Jatta den Rücken.
Ralf Becker, ehemaliger Sportchef der Hamburger, stärkt HSV-Profi Bakery Jatta den Rücken. © IMAGO / Passion2Press / Jan Huebner (Montage)
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Die Anklage-Erhebung der Staatsanwaltschaft gegen HSV-Profi Bakery Jatta sorgt aktuell für Gesprächsstoff. Nun hat sich mit Ralf Becker der frühere Sportchef des Zweitligisten in die Diskussion eingeschaltet. Der 51-Jährige, der inzwischen bei Dynamo Dresden tätig ist, zweifelt nicht an der Identität des Fußballers aus Gambia. 

Der frühere HSV-Funktionär Ralf Becker hat keine Zweifel an der Identität des Hamburger Profis Bakery Jatta. „Er hat klar gesagt, dass an den Sachen nichts dran ist, dass er der ist, als der er sich ausgibt. Daher gibt es für mich keinen Grund, irgendetwas zu bezweifeln“, sagte der ehemalige Sportgeschäftsführer der Hanseaten bei Sport1.

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Becker, aktuell für den Liga-Rivalen Dynamo Dresden tätig, hatte im Januar 2019 den Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Flügelspieler bis zum Jahr 2024 ausgehandelt. „Zunächst tut es mir menschlich für ihn leid, was in den letzten Jahren abgelaufen ist“, sagte der 51-Jährige über den HSV-Profi: „Baka ist ein hochanständiger Kerl und gut integriert. Jeder drückt die Daumen, dass das Thema bald mal erledigt ist.“

Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Jatta erhoben

Mehr als zwei Jahre nach Beginn der kontroversen öffentlichen Debatte um die Identität des Fußballers aus Gambia hatte die Staatsanwaltschaft am Montag überraschend Anklage vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Hamburg-Altona erhoben. Jatta soll laut Anklage eigentlich Bakary Daffeh heißen und zweieinhalb Jahre älter sein. Damit habe der Mittelfeldspieler in vier Fällen gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen sowie in einem weiteren Fall „mittelbare Falschbeurkundung“ begangen.