12. August 2019 / 14:02 Uhr

Spielerlaubnis von HSV-Profi Bakery Jatta unverändert gültig - Medienschelte von Ewald Lienen

Spielerlaubnis von HSV-Profi Bakery Jatta unverändert gültig - Medienschelte von Ewald Lienen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ewald Lienen kann die Aufregung im Fall Jatta nicht nachvollziehen.
Ewald Lienen kann die Aufregung im Fall "Jatta" nicht nachvollziehen. © imago images / Jan Huebner / Montage
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Bakery Jatta darf auch während der Klärung seiner Identität weiter für den Hamburger SV auflaufen. Dies bestätigte der DFB am Montag. Ewald Lienen übte derweil harte Kritik an dem Wirbel um den Fall.

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Der Einsatz von Bakery Jatta während der Klärung seiner Identität wird nach Auskunft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) keine negativen Folgen für den Zweitligisten Hamburger SV haben. "Das ändert aktuell nichts an der Situation", teilte der DFB am Montag mit, nachdem Jatta im Pokalspiel gegen den Chemnitzer FC (8:7 n.E.) 71 Minuten eingesetzt worden war. Der HSV beruft sich auf die gültige Spielgenehmigung für Jatta und hatte schon vor einigen Tagen Bestätigung durch die Verbände erhalten. "Da es bisher keinen Beweis für eine falsche Identität des Spielers gibt, behält die Spielberechtigung für Bakery Jatta, geboren am 6. Juni 1998, aktuell ihre Gültigkeit", hieß es in einer Mitteilung von DFB und DFL.

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Gegen Jatta läuft derzeit ein Anhörungsverfahren durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte. Auch der DFB-Kontrollausschuss lädt den Gambier zu einer Anhörung. Der Spieler hat zwei Wochen Zeit, sich zu äußern. Die Sport Bild hatte vor einigen Tagen in einem Bericht Zweifel an Jattas Identität geäußert und damit großen Wirbel ausgelöst. Ewald Lienen, Technischer Direktor des HSV-Stadtrivalen FC St. Pauli, kann die Aufregung in dem Fall nicht nachvollziehen und übte am Sonntagabend deutliche Kritik.

Lienen: "Das ist lächerlich"

"Ich habe kein Verständnis dafür", sagte der 65-jährige ehemalige Trainer am Sonntagabend im "Sportclub" des NDR-Fernsehens. "Das ist jemand, der integriert ist, der hier sein Geld verdient, der Steuern zahlt, und alle sind glücklich. Warum muss man da nachhaken und so eine Geschichte daraus machen?", fragte Lienen. Der frühere Bundesliga-Profi riet, sich um andere Probleme zu kümmern, beispielsweise um "Leute, die straffällig werden, die Anschläge verüben. Davon höre ich nichts. Aber so einen Spieler ... Das ist lächerlich."

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Er finde, dass die Thematik über Gebühr strapaziert werde, sagte Lienen. "Wer ist geschädigt, und wo gibt es ein Problem? Er ist ein Spieler, der Fußball spielen kann und einen Vertrag hier unterschreibt. Da ist es egal, wie alt er ist. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass wir uns mit solchen Themen beschäftigen bei der Problemlage, die wir in anderer Hinsicht haben." Auch der HSV stellt sich vor seinen Profi. Man werde Jatta "nie und nimmer fallen lassen", kündigte Trainer Dieter Hecking nach dem Sieg in Chemnitz an: "Sollte etwas Negatives rauskommen, werden wir als Verein alles dafür tun, dass er aufgefangen wird und alles für ihn gemacht wird. Dass er alles erfährt, was er braucht, nämlich Vertrauen."

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