30. September 2020 / 19:29 Uhr

Baku-Wechsel zum VfL Wolfsburg steht unmittelbar bevor

Baku-Wechsel zum VfL Wolfsburg steht unmittelbar bevor

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ridle Baku steht vorm Wechsel zum VfL Wolfsburg
Ridle Baku steht vorm Wechsel zum VfL Wolfsburg © Getty Images
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Der FSV Mainz 05 und der VfL Wolfsburg haben in den Verhandlungen um Ridle Baku offenbar einen Durchbruch erzielt. Der Wechsel des deutschen U21-Nationalspielers zu den Niedersachsen könnte noch diese Woche offiziell verkündet werden.

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Dass Ridle Baku vom FSV Mainz 05 auf der Wunschliste des VfL Wolfsburg steht, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Bisher lagen die Ablösevorstellungen beider Klubs allerdings weit auseinander. Das hat sich jetzt geändert, nach SPORTBUZZER-Informationen gab es einen Durchbruch bei den Verhandlungen - ein Wechsel des Defensivallrounders steht unmittelbar bevor und kann womöglich noch vor dem Wochenende offiziell verkündet werden! Die Ablöse soll dabei unterhalb der 10-Millionen-Grenze liegen, Baku einen Fünf-Jahres-Vertrag bekommen.

Baku, eigentlich defensiver Mittelfeldspieler, überzeugte zuletzt als Rechtsverteidiger - und auf dieser Position hat der VfL Bedarf, weil William und Kevin Mbabu fehlen. Sind beide wieder gesund, kann Baku auch auf anderen Positionen eingesetzt werden - das macht diesen Deal für die Wolfsburger so attraktiv.

Am Mittwoch sagte der Mainzer Sportchef Rouven Schröder seine Teilnahme an einer Pressekonferenz kurzfristig ab - um Transferangelegenheiten abzuwickeln. "Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass bis zum Ende des Transferfensters etwas passiert", hatte er bereits zuvor erklärt. Neben Baku sind noch weitere 05-Spieler begehrt - unter anderem auch Moussa Niakhaté oder Jean-Paul Boetius. Zudem ist Mainz nach dem Aus von Achim Beierlorzer auch noch auf Trainersuche. Die Transferperiode endet am kommenden Montag.

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Baku, dessen eigentlicher Vorname "Bote Nzuzi" ist, ist ein 05-Eigengewächs, kickte schon mit neun Jahren für die Rheinland-Pfälzer und feierte Ende 2017 sein Bundesliga-Debüt. Seit der U18 durchlief er zudem alle U-Mannschaften des DFB, spielte zuletzt auch in der U21. Geht sein Verpflichtung wie geplant über die Bühne, muss das für den VfL nicht das Ende der Transferbemühungen sein - denn auch ein neuer Offensivspieler steht nach wie vor auf der Wunschliste. Maximilian Philipp ist wie schon im vergangenen Sommer wieder ein Kandidat. Damals waren sich Wolfsburg und der Spieler bereits einig, Borussia Dortmund forderte aber 20 Millionen Euro Ablöse. Der VfL wollte diese Summe nicht zahlen, Dinamo Moskau griff stattdessen zu. Aber so richtig wohl fühlte sich der 26-Jährige in Russland nicht – und so könnte er nach nur einem Jahr in die Bundesliga zurückkehren, Dinamo soll zu einem Leihgeschäft bereit sein. Allerdings: Für den VfL ist der gebürtige Berliner nicht die einzige Option. Die norwegische Zeitung „Verdens Gang“ berichtet, dass die Wolfsburger Interesse an Stürmer Kasper Junker haben sollen, der 26-jährige Däne hat für Bodo Glimt in der vergangenen Saison in 17 Pflichtspielen zwölfmal getroffen und hat zudem noch sieben Treffer vorbereitet.

Weder zu Baku noch zu Philipp will VfL-Manager Jörg Schmadtke "im Moment Wasserstandsmeldungen abgeben". Zudem könne auch der Ausgang des letzten EL-Quali-Spiels am Donnerstagabend bei AEK Athen noch eine Rolle spielen - denn ein Einzug in die Gruppenphase bringt drei Millionen Euro Mehreinnahmen, die sich über Sieg- und Punktprämie schnell auf über 5 Millionen erhöhen können. Schmadtke verweist zwar darauf, dass Geld für Transfers auch ohne Europa League im Budget vorhanden ist, sagt aber auch: "Natürlich ist der Einzug in die Gruppenphase auch wirtschaftlich interessant - und dass das dann in die Planungen mit reinspielt, ist keine Frage. Unser Handlungsspielraum könnte sich vergrößern."