13. April 2021 / 20:01 Uhr

Baldiger Start des Modellprojekts? SC-DHfK-Torhüter Birlehm hofft auf Zuschauer Ende April

Baldiger Start des Modellprojekts? SC-DHfK-Torhüter Birlehm hofft auf Zuschauer Ende April

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
DHfK Torwart Joel Birlehm pariert einen Ball von Filip Kuzmanovski (Hannover #4)
Der Torwart Joel Birlehm vom SC DHfK Leipzig, hier mit einer Parade gegen den Hannoveraner Filip Kuzmanovski, hofft an seinem Geburtstag gegen den Bergischen HC vor Zuschauern spielen zu können. © Christian Modla
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Der Start des Modellprojekts mit Zuschauern in der Arena könnte beim Heimspiel am 25. April erfolgen. DHfK-Torhüter Joel Birlehm, der an diesem Tag Geburtstag hat, wünscht sich 1000 Zuschauer - und soll selbst noch möglichst lange in Leipzig bleiben.

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Leipzig. Wenn am Donnerstag in der Arena Leipzig Handball gespielt wird, werden die Ränge wie immer leer, die Stimmung gespenstisch und die Teststationen ungenutzt bleiben. Geduld ist und bleibt die vielleicht wichtigste Tugend im Jahr 2021 und wird auch den Fans des SC DHfK abverlangt. Denn der Modellprojekt-Start des Leipziger Bundesligisten in Kooperation mit der Stadt und den Roten Bullen muss erneut verschoben werden. Ein neues Datum ist noch nicht festgelegt, die Hoffnung aber weiterhin groß. Ein möglicher Termin könnte der 25. April sein – Heimspiel gegen den Bergischen HC und Geburtstag von Torhüter Joel Birlehm.

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„Das ist eine besondere Situation, die alle Mannschaften und Spieler derzeit durchmachen“, so der 23-Jährige, der sich am Anfang nur schwer an die Stille gewöhnen konnte. Jetzt müsse sich jeder selber pushen und die moralische Unterstützung von der Bank kommen. Eine Stärke der Grün-Weißen, die ihre Teamkollegen bei jedem Treffer feiern. 1.000 getestete Probanden des Modellprojekts wären Birlehm dennoch lieber.„Zum 25. April wäre es natürlich schön, wenn es klappt“, so der Wunschzettel des Keepers.

Eingespieltes Torwart-Trio trotz Konkurrenzkampf

Den würde ihm DHfK-Manager Karsten Günther nur zu gerne erfüllen, Versprechungen kann er aber noch keine machen. Auch nicht über die künftige Spielstätte seines talentierten Keepers. „Wir möchten gerne, dass Joel hier noch zehn Jahre Handball spielt“, versichert Günther, der sich bei der Torhüter-Personalie aber noch etwas gedulden kann. Birlehm hat noch einen Vertrag bis Juni 2022 und fühlt sich in Leipzig richtig wohl. Ein wichtiger Faktor für den 23-Jährigen ist Co- und Torwart-Trainer Milos Putera. „Das ist hier eine ganz besondere Situation. Milos ist sehr nah an uns dran und hat sogar in dieser Saison noch ein Spiel gemacht“, sagt Birlehm, der sich auch mit Nebenmann Kristian Saeveras bestens versteht.



Trotz der guten Stimmung in der deutsch-norwegischen Keeper-Kombo bleibt ein wenig Konkurrenzkampf, denn Birlehm will immer seine beste Leistung zeigen. „Es gibt eine sehr gute Kommunikation zwischen Milos, Kristian und mir. Das Trainerteam teilt uns immer zeitig mit, wer beim Spiel anfängt, damit wir uns optimal vorbereiten können“, führt Birlehm aus und ergänzt: „In einem Bundesligaspiel zu starten, ist natürlich immer gut, aber ein alter Trainer hat mir mal gesagt: Es ist egal, wer das Spiel anfängt. Es ist wichtiger, wer das Spiel beendet.“ Dabei komme es vor allem auf den Kopf an. „Ich habe zuletzt sehr viel mit unserem Mentaltrainer gearbeitet, um zu lernen, wie man auch mal sechs oder sieben Treffer gegen sich wegsteckt. Ich denke, da wird man mit dem Alter tendenziell besser.“

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