25. April 2022 / 14:40 Uhr

Ballermänner mit Ladehemmung: Großsteinberg und Naunhof trennen sich torlos

Ballermänner mit Ladehemmung: Großsteinberg und Naunhof trennen sich torlos

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Hat in der Clade den Hut auf: Naunhofs Trainer Benjamin Frauenholz treibt sein Team an.  
Hat in der Clade den Hut auf: Naunhofs Trainer Benjamin Frauenholz treibt sein Team an.   © hanni
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Da stehen sich die beiden treffsichersten Mannschaften der Kreisoberliga mit den beiden Führenden der Torschützenliste gegenüber und dann springt doch tatsächlich eine Nullnummer heraus. So geschehen am Sonntag in der Begegnung zwischen dem TSV Großsteinberg und dem SV Naunhof. 

Großsteinberg. Völlig verrückte Geschichte und eine spannende Frage: War es nun eigentlich ein 0:0 der schmackhafteren Sorte oder eine Partie mit schwer verdaulicher Kost? Die Antwort lautet: Ein wenig rar und obendrein zäh waren die Leckerbissen schon. Dabei konnten die sportlichen Voraussetzungen und äußeren Rahmenbedingungen vor dem Anpfiff dieses Nachbarschaftsduells günstiger kaum sein. Schließlich kreuzten nicht nur echte Lokalrivalen, sondern obendrein der Tabellenzweite und der Rang-Dritte die Klingen.

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Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass zu diesem Derby 200 Zuschauer auf die Rudolf-Harbig-Kampfbahn strömten. Dabei lud das regnerische Wetter gar nicht einmal unbedingt zum Besuch einer Freiluftveranstaltung ein, wie viele Besucher wären das bei Sonnenschein geworden? Die anwesenden Fans sahen ein hart umkämpftes und keineswegs an einen Kindergeburtstag erinnerndes Match, der mit seinem Kollektiv äußerst umsichtig leitende Unparteiische Dirk Engelmann vom TuS Pegau verteilte hüben wie drüben jeweils drei gelbe Karten. Die Grenzen des Fair Play wurden trotz der einen oder anderen übermotivierten Aktion nicht wirklich gesprengt, das wohltuend deeskalierende Auftreten des Schiedsrichtergespanns trug einen entscheidenden Teil dazu bei.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum Remis von Großsteinberg gegen Naunhof

Im Kreisoberliga-Derby trennen sich der TSV Großsteinberg und SV Naunhof vor 200 Zuschauern am Ende mit 0:0-Unentschieden. Zur Galerie
Im Kreisoberliga-Derby trennen sich der TSV Großsteinberg und SV Naunhof vor 200 Zuschauern am Ende mit 0:0-Unentschieden. ©

Drei verletzungsbedingte Wechsel bereits in der ersten Halbzeit warfen allerdings einige taktische Pläne über den Haufen, SVN-Trainer Benjamin Fraunholz schickte bereits nach einer halben Stunde den zweiten frischen Kicker auf den Rasen, Goalgetter Felix Benedikt musste bereits nach zwölf Minuten runter. Die Einheimischen um Coach Andreas Thimm hatten zu diesem Zeitpunkt des Spiels das Heft des Handelns in der Hand, bis zur Pause gestaltete sich das Geschehen ziemlich ausgeglichen, nach dem Seitenwechsel dominierten dann die Gäste die Szenerie.

Deshalb waren die nach wie vor personell nicht gerade auf Rosen gebetteten und dennoch zu Hause ungeschlagen bleibenden Parthensteiner nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit dem Unentschieden durchaus einverstanden. An einem Tag, an dem halt auch Kanonier Steven Kaulich keine Lücke im gegnerischen Defensivverbund fand. Nicht restlos zufrieden waren die Clade-Kicker mit dem Remis, schließlich wollten sie an den Großsteinbergern – gegen die sie im vergangenen reichlichen Jahrzehnt nur einmal verloren haben – vorbei ziehen. Aber es reichte lediglich zur torlosen Punkteteilung.

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