02. Dezember 2019 / 15:28 Uhr

Ballon d'Or und Weltfußballer-Wahl: Das ist der verwirrende Unterschied

Ballon d'Or und Weltfußballer-Wahl: Das ist der verwirrende Unterschied

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Luka Modric gewann im vergangenen Jahr den letzten Ballon d'Or, Lionel Messi wurde im September zum Weltfußballer gewählt.
Luka Modric gewann im vergangenen Jahr den letzten Ballon d'Or, Lionel Messi wurde im September zum Weltfußballer gewählt. © imago images/Gribaudi/ImagePhoto
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Zwei unterschiedliche Preise für einen Superlativ: Im Fußball wird der beste Spieler gleich doppelt ausgezeichnet - einmal vom Weltverband FIFA, einmal vom Fußball-Magazin "France Football". Die Unterschiede werden auf den ersten Blick nicht gleich deutlich. 

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Es kann nur einen geben, möchte man meinen, wenn es darum geht, dem besten Spieler der Welt zu huldigen. Nicht so aber im Fußball. Hier wird pro Jahr gleich zweimal eine solche Auszeichnung vergeben. Eitelkeiten und Kommerz sei Dank. So hat die FIFA auch 2019 bereits im September ihren Weltfußballer gekürt, ehe am Montagabend noch die Verleihung des Ballon d'Or folgt - ebenfalls für den besten Fußballer des Jahres. Doppelt hält bekanntlich besser.

Tatsächlich gab es sogar schon unterschiedliche Gewinner bei beiden Auszeichnungen. So wurde zuletzt im Jahr 2004 zunächst Ronaldinho als Weltfußballer gekürt, den Ballon d'Or bekam aber Andrej Shevchenko verliehen. Dasselbe Phänomen trug sich zudem 2003 mit Zinedine Zidane (Weltfußballer) und Pavel Nedved (Ballon d'Or) oder auch 2001 mit Luis Figo (Weltfußballer) und Michael Owen (Ballon d'Or) zu. Im Jahr 2019 sieht nach einem Leak der Gewinnerliste alles danach aus, dass Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona auch den Ballon d'Or einheimst.

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Wo die Unterschiede zwischen den beiden Preisen liegen, wird auf den ersten Blick nicht gleich deutlich, zumal sie eine gemeinsame Vergangenheit haben. Zuerst gab es die Verleihung des Ballon d'Or, die bereits seit 1956 durch die französische Fachzeitschrift France Football vorgenommen wird. Ursprünglich durften bei der Auszeichnung des besten Fußballers des Kalenderjahres jedoch nur europäische Spieler nominiert werden, weswegen inoffiziell zunächst auch die Rede von der Wahl zu "Europas Fußballer des Jahres" war. Ab 1995 konnten auch nicht-europäische Akteure gewählt werden, sofern sie bei einem Klub in Europa aktiv waren. Da hatte die FIFA im Jahr 1991 aber bereits die Weltfußballerwahl ins Leben gerufen. Übrigens mit dem bislang einzigen deutschen Preisträger: Lothar Matthäus.

Als sich FIFA und "France Football" zusammen getan haben

Seit 2007 war dann auch beim Ballon d'Or eine weltweite Wahl möglich, sodass es für drei Jahre erstmals zwei parallele Auszeichnungen für den besten Spieler der Welt gab, immerhin einstimmig, mit denselben Gewinnern: Kaka (2007), Cristiano Ronaldo (2008) und Lionel Messi (2009). Zwischen 2010 und 2015 taten sich Fifa und France Football für sechs Jahre zusammen, um den "Fifa Ballon d'Or" zu verleihen. Nachdem der Kooperationsvertrag im Jahr 2016 ausgelaufen war, vergeben beide Organisationen ihre Preise allerdings wieder separat - seither ebenfalls mit denselben Preisträgern: Ronaldo (2016), Ronaldo (2017) und Luka Modric (2018). Seit 2011 gibt es zudem die von der UEFA eingeführte offizielle Wahl zu "Europas Fußballer des Jahres", die jedes Jahres im Rahmen der Auslosung der Gruppenphase der Champions League stattfindet. Die gewann in diesem Jahr hingegen nicht Messi, sondern Virgel van Dijk vom FC Liverpool.

Von Matthäus bis Messi und Ronaldo: Alle von der FIFA ausgezeichneten Weltfußballer seit 1991

1991: Lothar Matthäus Zur Galerie
1991: Lothar Matthäus ©
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Wer darf wählen?

Während bei der Weltfußballerwahl die Trainer und Kapitäne aller Nationalteams ihre Stimme für die ihrer Ansicht nach drei besten Fußballer, die nicht aus dem eigenen Land stammen, abgeben und auch etwa 200 Journalisten sowie Fans in einer Online-Abstimmung teilnehmen dürfen, wird der Ballon d'Or von einer Jury verliehen. Diese besteht aus je einem Sportjournalisten der 53 Mitgliedsverbände der UEFA sowie 53 Juroren aus den Ländern der außereuropäischer Verbände, die mindestens einmal an einer WM-Endrunde teilgenommen haben. Letzterer wird zumindest gern als die prestigeträchtigere Auszeichnung hervorgehoben.

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