27. August 2022 / 22:52 Uhr

Bann gebrochen: Warum bei Bayer Leverkusen trotz des ersten Sieges keine Euphorie ausbricht

Bann gebrochen: Warum bei Bayer Leverkusen trotz des ersten Sieges keine Euphorie ausbricht

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Großen Jubel gab es nicht: Bayer Leverkusen hat die Sieglos-Serie in Mainz beendet.
Großen Jubel gab es nicht: Bayer Leverkusen hat die Sieglos-Serie in Mainz beendet. © IMAGO/Eibner
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Champions-League-Starter Bayer Leverkusen stoppt die Talfahrt in der Bundesliga. Mit einem Doppelpack ebnet Jeremie Frimpong beim Mainz 05 den Weg zum ersten Sieg der Saison. Der Trainer reagiert dennoch zurückhaltend.

Gerardo Seoane wirkte nach dem Abpfiff mehr grimmig als erleichtert und erfreut. "Es ist uns gelungen, ein anderes Gesicht zu zeigen, eine andere Energie auf den Platz zu bringen", sagte der Schweizer Cheftrainer von Bayer Leverkusen nach dem 3:0 (3:0) beim FSV Mainz 05. "Wir freuen uns vor allem über die drei Punkte und darüber, dass wir über das positive Resultat unser Selbstvertrauen wieder steigern und nach vorne mit mehr Optimismus schauen können."

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Die zurückhaltende Freude Seoanes über den ersten Pflichtspielsieg der Saison nach der Pokalpleite beim Drittligisten Elversberg und drei Niederlagen in der Bundesliga mag daran gelegen haben, dass sich die Mainzer das 0:3 selbst eingebrockt haben. Am Führungstor hatte FSV-Stürmer Jonathan Burkardt mitgewirkt, es wurde aber Exequiel Palacios (29. Minute) gutgeschrieben. Danach nutzte Jeremie Frimpong (39./41.) zwei grobe Schnitzer in der Mainzer Abwehr und ebnete mit einem Doppelpack den Weg zum Erfolg.

Hradecky: Sieg in Mainz ist keine Wende

"Ein solches Glück muss man sich erstmal erarbeiten", meinte Bayer-Torwart Lukas Hradecky, der mit glänzenden Paraden sein Team auf Siegkurs hielt und beim Lattentreffer von Aarón (56.) Glück hatte. "Perfekt fußballerisch war das nicht, aber man hat gemerkt, dass eine andere Mannschaft auf dem Platz stand." Es sei keine Wende gewesen, aber ein Anfang, meinte der Keeper. "Wir haben zumindest das Gefühl dafür bekommen, was bei einem Bundesligaspiel gefordert ist", sagte der 32 Jahre alte Finne.

Auch Simon Rolfes verfiel nach dem Ende der Negativserie nicht in Euphorie. "Der Sieg tut gut, auch wenn der erste Sieg etwas dreckig war", sagte der Geschäftsführer Sport und Nachfolger von Rudi Völler. Ob dieser Sieg bei den zuvor ungeschlagenen Mainzern einen Schub bringen wird, wisse er nicht: "Mit einem Sieg ist es nicht getan, das wird ein harter Weg zurück."

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Rolfes über möglichen Marcelo-Transfer: "Viele Gerüchte, die nicht stimmen

Nach den Verletzungen von Amine Adli und Karim Bellarabi sind für die offensive Außenbahn und auch für die nicht immer souveräne Verteidigung Verstärkungen nicht ausgeschlossen. "Wir versuchen noch, vorn etwas zu machen", sagte Rolfes. Im Gespräch ist weiter Flügelstürmer Callum Hudson-Odoi. "Mit dem FC Chelsea gibt es immer einen guten Austausch", antwortete er zu einem möglichen Engagement vage. Zu Spekulationen um eine Verpflichtung des 34-jährigen Brasilianers Marcelo, dessen Vertrag bei Real Madrid nicht verlängert wurde, sagte Rolfes: "Es gibt viele Gerüchte, die nicht stimmen."

Richtig ist dagegen, dass in Piero Hincapie und Mitchel Bakker – beide sahen Gelb-Rot – gleich zwei Linksverteidiger beim nächsten Bundesligaspiel in einer Woche gegen den SC Freiburg fehlen werden. Dagegen dürfen sie am 7. September im ersten Gruppenspiel der Champions League beim FC Brügge wieder mitwirken. An die Königsklasse mag Rolfes aber trotz des Erfolges noch nicht denken. "Wir brauchen Punkte in der Bundesliga. Wir haben die ersten Punkte geholt, brauchen aber noch mehr", betonte er.

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