23. September 2021 / 11:16 Uhr

"In letzter Minute erfahren": So reagiert Barca auf die Koeman-PK – Medien nennen Nachfolge-Kandidaten

"In letzter Minute erfahren": So reagiert Barca auf die Koeman-PK – Medien nennen Nachfolge-Kandidaten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Barca-Boss Joan Laporta (rechts) spricht über die Aussagen von Trainer Ronald Koeman bei einer denkwürdigen Pressekonferenz.
Barca-Boss Joan Laporta (rechts) spricht über die Aussagen von Trainer Ronald Koeman bei einer denkwürdigen Pressekonferenz. © IMAGO/Cordon Press/Miguelez Sports/Getty (Montage)
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Der FC Barcelona reagiert etwas verwundert auf die denkwürdige Pressekonferenz von Coach Ronald Koeman. Barca-Boss Joan Laporta spricht gegenüber "Marca" über die Aussagen des umstrittenen Chef-Trainers. Verschiedene spanische Medien nennen bereits mögliche Nachfolge-Kandidaten.

Barca-Coach Ronald Koeman hat am Mittwoch vor dem Liga-Spiel gegen Cádiz eine denkwürdige Pressekonferenz gegeben. Der Niederländer las eine gut dreiminütige Erklärung vom Papier ab und verließ anschließend den Raum, ohne Fragen der verdatterten Journalisten zuzulassen. Klub-Präsident Joan Laporta reagierte gegenüber der spanischen Zeitung Marca etwas irritiert auf die Aussagen des Trainers.

"Wir haben in letzter Minute erfahren, dass er eine Erklärung abgeben möchte und - nun ja - er ist verpflichtet, an Pressekonferenzen teilzunehmen und kann nach Belieben antworten oder sprechen. Wir respektieren die Entscheidung des Trainers, aber wir und die Kapitäne haben es erst kurz vorher mitbekommen", sagte Laporta laut Marca. Koeman bat in seinem Statement um "Geduld" beim Wiederaufbau der Mannschaft. Dies müsse angesichts der schwierigen Lage des Klubs ohne große finanzielle Investition gelingen, sprich ohne teure Zukäufe erfahrener Spieler. Aber es gebe auch Hoffnung. "Die jungen Talente von heute können in ein paar Jahren die neuen Weltstars werden", sagte Koeman.

Koeman steht wohl vor dem Aus

Koeman steht spätestens nach der 0:3-Heimpleite gegen den FC Bayern in der Champions League am Dienstag vergangener Woche unter enormen Druck. Das Verhältnis zu Barça-Präsident Joan Laporta ist alles andere als gut, die Fans des erfolgsverwöhnten Klubs werden unruhig. Wie lange sich der 58 Jahre alte Niederländer noch im Amt halten kann, ist offen. Vor allem Xavier Hernández, kurz Xavi, wurde bereits als potenzieller künftiger Trainer des FC Barcelona genannt. Bei dem Klub stand der mittlerweile 41-Jährige 24 Jahre als Spieler unter Vertrag, Xavi ist eine Vereinslegende.

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Derzeit trainiert er den Al-Sadd Sport Club in Doha. Fraglich sei auch, ob Xavi die Aufgabe in Barcelona überhaupt übernehmen wolle, schrieb Mundo Deportivo. Auf keinen Fall werde er Verhandlungen aufnehmen, während Koeman noch im Amt sei, berichtete die Sportzeitung Marca. Gehandelt werden in Medien auch Thierry Henry und Robert Martínez. Letzterer ist zurzeit Trainer der belgischen Nationalmannschaft, Henry sein Co-Trainer. Martínez tat entsprechende Fragen als "Gerüchte" ab, zu denen er sich nicht äußern wolle. Der gebürtige Spanier ist laut Sport für eine Ausstiegsklausel in Höhe von 1,8 Millionen Euro zu haben.

Neben Martínez wurde auch Ex-Bundestrainer Joachim Löw vor wenigen Tagen als mögliche Nachfolger genannt. Koeman war im August 2020 nur fünf Tage nach dem 2:8-Debakel der Katalanen im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Bayern München als Nachfolger von Quique Setién verpflichtet worden. Der frühere Klubprofi war der Wunschkandidat des damaligen Präsidenten Josep Bartomeu. Bartomeu trat aber wenig später zurück. Der Vertrag des früheren niederländischen Nationaltrainers läuft noch bis Ende Juni 2022.