01. Mai 2019 / 22:58 Uhr

Traumtor und Doppelpack von Lionel Messi: Barcelona besiegt Klopps Liverpool deutlich

Traumtor und Doppelpack von Lionel Messi: Barcelona besiegt Klopps Liverpool deutlich

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lionel Messi war mit zwei Toren gegen Liverpool, darunter ein Traum-Freistoß, der Mann des Abends beim FC Barcelona.
Lionel Messi war mit zwei Toren gegen Liverpool, darunter ein Traum-Freistoß, der Mann des Abends beim FC Barcelona. © 2019 Getty Images
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In einem lange Zeit umkämpften Champions-League-Halbfinale hat der FC Barcelona vorgelegt. Der spanische Meister besiegte im Hinspiel im Camp Nou den FC Liverpool von Jürgen Klopp mit 3:0 (1:0). Luis Suarez und Lionel Messi erzielten die Tore.

Der FC Barcelona hat einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Finale gemacht. Der spanische Meister besiegte im Halbfinal-Hinspiel den FC Liverpool mit 3:0 (1:0). Die Tore erzielten Luis Suarez in der 26. Minute und Lionel Messi (75./82.). Im Rückspiel in der Anfield Road steht das Team von Trainer Jürgen Klopp unter Druck und steht vor einer extrem schweren Aufgabe, ohne erzieltes Auswärtstor zum zweiten Mal in Folge das Endspiel zu erreichen.

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Bei allem Respekt für die beiden anderen Halbfinalisten Tottenham und Amsterdam zeigte sich am Mittwochabend von der ersten Minute an, warum die meisten Experten beim Duell des FC Barcelona gegen den FC Liverpool von einem vorweggenommenen Endspiel sprachen. Beide Teams boten atemberaubendes Tempo, spektakuläre Einzelaktionen, aufreibende Zweikämpfe – und das auf taktisch allerhöchstem Niveau. "Das war heute das beste Auswärtsspiel unserer Champions-League-Saison – nur das zeigt das Ergebnis leider nicht. Es war ein geiles Fußballspiel", erklärte der sichtlich begeisterte Liverpool-Coach Klopp bei Sky.

Aufregung um Matip

Die erste brenzlige Situation ereignete sich in der 14. Minute, als Liverpools Verteidiger Joel Matip beim Dribbling von Barca-Star Lionel Messi den Ball an die Hand bekam. Schiedsrichter Björn Kuipers und sein Videoassistent entschieden jedoch schnell: kein Elfmeter.


Die Partie wog hin und her, in der 22. Minute dann der erste Rückschlag für das Team von Jügen Klopp: Der Ex-Leipziger Naby Keita musste mit bandagiertem Oberschenkel vom Platz, für ihn kam Jordan Henderson. Und ausgerechnet der stand vier Zeigerumdrehungen später so unglücklich, dass die schöne Hereingabe von Jordi Alba bei Luis Suarez landete, der den Ball mit langem Bein über die Linie drückte (26.). Es war der erste Treffer des ehemaligen Liverpool-Stürmers in dieser Champions League-Saison.

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Ein anderer hatte dagegen schon vor dem Anpfiff zehn Tore in acht Spielen hingelegt – Lionel Messi, wer sonst?! Klopp gab vor seinem allersten Aufeinandertreffen mit dem Zauberfloh und dessen Team überhaupt zu: „Ich habe ein einziges Selfie auf meinem Smartphone – eines mit Messi.“ Dabei war an dem Abend, an dem dieses Foto entstand, auch ein gewisser Cristiano Ronaldo im Raum – doch der interessierte Klopp offenbar weniger. Ob der Portugiese, der den Titel der Königsklasse in den letzten drei Jahren mit Real Madrid abräumte und in dieser Saison mit Juventus Turin im Viertelfinale an Ajax Amsterdam scheiterte, gestern zuschaute?

Gelangweilt hätte er sich sicher nicht. Denn auch die zweite Halbzeit bot beste Unterhaltung. Doch plötzlich waren es die Gäste, die den Takt angaben und die besseren Chancen herausspielten. Fast logisch, dass nach dem Wiederanpfiff dann auch der einzige Deutsche auf dem Platz gefordert war: Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen. "Wenn Messi die Tore macht, ist er der Unterschied. Aber man muss die gesamte Mannschaft heute sehen. Wir haben gut gegengehalten", lobte der Nationalkeeper.

Schon seine erste Parade gegen James Milner war stark (47.), sein Reflex gegen den Schlenzer von Mohamed Salah gar aus der Kategorie Weltklasse (53.). Wieder mal zeigte der ehemalige Gladbacher, warum er den Anspruch hat, schon bald die Nummer 1 im Kasten von Bundestrainer Joachim Löw zu sein. Seine Bilanz ist auch in dieser Spielzeit beachtlich: In zehn Champions-League-Einsätzen kassierte ter Stegen gerade mal fünf Gegentreffer, spielte sechs Mal zu Null – auch gegen Liverpool.

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Messi mit Traum-Freistoß

Dass es dazu kam, lag allerdings nicht nur an der souveränen Leistung des Schlussmanns, sondern ebenso an der Chancenverwertung der „Reds“. Milner vergab die beste Möglichkeit zum Ausgleich, als er von der Strafraumgrenze aus zentraler Position völlig unbedrängt, aber viel zu harmlos abschloss (58.). Später traf Salah auch noch den Pfosten (84.).

Wie man es besser macht, zeigte natürlich Messi. Zunächst staubte er nach einem Lattentreffer von Suarez ab (75.), dann sorgte er mit einem sagenhaften Freistoßtreffer aus rund 25 Metern zum 3:0 wohl für die Vorentscheidung (82.) – sein 600. Tor für die Katalanen! Gegen diesen Messi dürfte selbst die Magie der Anfield Road am nächsten Dienstag nichts mehr ausrichten können.