18. Juni 2019 / 12:02 Uhr

Barth, Trin, Ribnitz und Wöpkendorf: Landesklasse-Teams spielen gute Saison

Barth, Trin, Ribnitz und Wöpkendorf: Landesklasse-Teams spielen gute Saison

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Der Barther Sascha Grosse (l.) bejubelt seinen Treffer zum 3:1-Endstand gegen den PSV Rostock in der Nachspielzeit. Erster Gratulant ist sein Bruder Sebastian Lißner.
Sascha Grosse (l.) überragte beim SV Barth mit 31 Treffern. © Marco Schwarz
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SV Barth, Rot-Weiß Trin und der PSV Ribnitz-Damgarten mischen vorn mit. SG Wöpkendorf schafft im letzten Moment den Klassenerhalt.

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Ribnitz-Damgarten. Spannender hätte das Saisonfinale in der Fußball-Landesklasse I kaum sein können. Mittendrin waren dabei die Mannschaften vom SV Barth und der SG Wöpkendorf. Die Wöpkendorfer schafften es dabei im Derby, im letzten Moment doppelt zu treffen und das Spiel noch mit 2:1 zu gewinnen. Der Klassenerhalt war damit perfekt und der Jubel entsprechend groß.

SG Wöpkendorf mit konditionellen Problemen

„Insgesamt haben wir eine starke Saison gespielt und sind verdient drin geblieben“, meint SGW-Trainer Sven Köpke, der auf den hohen Altersschnitt seiner Mannschaft verweist: „Im Durchschnitt waren unsere eingesetzten Spieler über 30 Jahre alt. Das hat sich manchmal konditionell bemerkbar gemacht.“ Gleich zehn Punkte verlor die SGW in der Nachspielzeit. Achtmal verspielte das Team einen Vorsprung, zweimal sogar eine Dreitoreführung. Durch drei Siege am Saisonende sicherte sich die SGW doch noch den Klassenerhalt. „Die Jungs haben einfach Charakter“, sagt Sven Köpke stolz.

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Auf die Fußballer der SG Wöpkendorf wartet in der Sommervorbereitung ein echtes Highlight. Sie empfangen am 5. Juli das Oberligateam vom FC Hansa Rostock zum Testspiel.

SV Barth landet als Aufsteiger auf Rang zwei

Nicht weniger stolz ist Denis Ulbricht auf seine Mannschaft vom SV Barth. Die Vinetastäder waren gemeinsam mit der SG Wöpkendorf aufgestiegen, fanden sich jedoch schnell in der oberen Tabellenhälfte wieder. Zur Halbserie überwinterten die Barther auf dem vierten Tabellenrang. Was sie dann im neuen Jahr ablieferten, war streckenweise überragend. Der SVB gewann 13 Spiele in Folge und kletterte auf den zweiten Platz. „Die Ergebnisse waren kein Zufall, sondern der Lohn intensiver Arbeit“, sagt Ulbricht, der Jahr für Jahr auf junge Spieler bauen kann. „Die Jungs bringen eine gute Grundlagentechnik mit.“ Bis auf Robert Mielke stammen alle eingesetzten Spieler aus der Barther Talentschmiede. Torschützenkönig Sascha Grosse (gemeinsam mit Andreas Kuhn, SG Reinkenhagen, und Steven Zok, Rot-Weiß Wolgast) trainiert die zukünftigen Männerspieler sogar selbst, war in der abgelaufenen Saison für die B-Junioren in der Verbandsliga verantwortlich.

Besonders durch die Offensive gewann der Aufsteiger seine Spiele – schoss 101 Saisontore. Grosse selbst netzte dabei 31 Mal ein. „Besonders nach der Winterpause haben wir noch einmal einen großen Sprung nach vorne gemacht“, analysiert Denis Ulbricht und hofft, dass seine Mannschaft an die vergangenen Leistungen anknüpfen kann: „Nächstes Jahr werden die Karten neu gemischt. Dann wollen wir gleich wieder gut aus den Startlöchern kommen.“

Rot-Weiß Trinwillershagen zählt zu den Spitzenteams

Richtig gut in die Saison starteten die Fußballer vom SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Die Triner mauserten sich schnell zu einem Spitzenteam der Landesklasse I, führten sogar an sieben Spieltagen die Tabelle an. „Das war schon stark, was die Mannschaft da teilweise auf dem Rasen abgeliefert hat“, lobt Trainer Jürgen Hakelberg, der auch die Gründe für die erfolgreiche Hinrunde kennt: „Wir sind ein eingeschworenes Team, haben uns fußballerisch entwickelt und sind zugleich robust.“

Nach einer starken Hinserie, die mit dem zweiten Platz zur Winterpause belohnt wurde, bauten die Triner in der Rückserie etwas ab und holten elf Punkte weniger als noch in der Hinrunde. „Unsere Verletztenliste war einfach zu lang und auch in der Wintervorbereitung lief es nicht optimal“, erklärt Hakelberg die Entwicklung. Trotzdem ist der Coach vollends zufrieden. „Wir haben diese Phase genutzt, um junge Spieler einzusetzen und viel auszuprobieren. Insgesamt war es eine bombastische Saison für uns, die wir gerne wiederholen würden.“

PSV Ribnitz-Damgarten spielt starke Rückrunde

Der PSV Ribnitz-Damgarten kam nach der Winterpause so richtig in Fahrt, traf 47 Mal und war damit hinter Staffelsieger und Aufsteiger Empor Richtenberg und dem SV Barth das drittbeste Team im Jahr 2019. In der Gesamttabelle verbesserten sich die Bernsteinstädter dadurch bis zum Saisonende auf den 5. Platz.

„Wir sind natürlich zufrieden“, sagt PSV-Trainer Steven Oklitz und verweist darauf, dass seine Mannschaft das Ende des Lernprozesses noch lange nicht erreicht hat. „Wir haben viele Leistungsträger in der Mannschaft, die noch nicht mal 23 Jahre alt sind.“ Gerade nach der Winterpause zeigten die jungen Wilden, dass sie nicht mehr ganz grün hinter den Ohren sind. „Wir haben auch gegen unangenehme Gegner wie Garz oder Wöpkendorf gezeigt, dass wir kratzen und beißen können“, meint Oklitz.

Spieler wie Lars Bastian (kam vom SV Pastow) erhöhten zudem die Qualität im ohnehin schon guten PSV-Kader noch einmal. Steven Oklitz fordert seine Mannschaft: „Man hat gemerkt, wie viel in dieser Liga über die Fitness geht. Da müssen wir dran arbeiten.“ Ob seine Mannen Laufpläne für die Sommerpause mit an die Hand bekommen haben, verriet Oklitz nicht, wie die meisten Teams steigen die PSV-Kicker jedoch Anfang Juli wieder in die Vorbereitung ein.

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