01. Februar 2022 / 16:42 Uhr

"Verstehe ich nicht": Lockere Corona-Regeln bei Dragons-Spiel in Aschersleben

"Verstehe ich nicht": Lockere Corona-Regeln bei Dragons-Spiel in Aschersleben

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Dragons-Akteur Acha Njei (M.) musste nach dem Spiel in Aschersleben durch Zuschauer gehen, die nicht mit einem Mund-Nasen-Schutz ausreichend gegen Corona geschützt waren. 
Dragons-Akteur Acha Njei (M.) musste nach dem Spiel in Aschersleben durch Zuschauer gehen, die nicht mit einem Mund-Nasen-Schutz ausreichend gegen Corona geschützt waren.  © Norman Grätz
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Basketball-Regionalliga: Red Dragons verlieren bei den Tigers und spüren dort, wie in Sachsen-Anhalt mit dem Virus viel entspannter umgegangen wird.

Team-Manager Norman Grätz vom Basketball-Regionalligisten Red Dragons war nach dem Spiel in Aschersleben so richtig angefressen. Nicht deshalb, weil ein personell sehr geschwächtes Männerteam bei den Tigers eine richtige 59:102-Klatsche kassierte, sondern vielmehr deshalb, weil die Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt viel lockerer genommen werden.

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„Wir halten uns strengstens an die Vorgaben und haben unter anderem sogar schon zweimal aus präventiven Gründen auf Coach Michael Opitz verzichtet, der Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte. In Aschersleben gab es von den 120 Zuschauern in der Halle nur ganz wenige, die eine Maske auf hatten. Nach dem Spiel umarmten sich Fans und Spieler der heimischen Mannschaft, als ob Corona dort noch nie ein Thema gewesen wäre. Selbst unsere Akteure mussten nach dem Abpfiff auf dem Weg in die Kabine durch Zuschauer gehen, die ohne Mund-Nasen-Schutz ihre Mannschaft feierten. So etwas verstehe ich nicht.“

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Aus sportlicher Sicht war die Reise nach Sachsen-Anhalt ebenfalls kein Erfolg, denn Opitz hatte nur sieben Spieler zur Verfügung. Zwar wurde Leon Hecker rechtzeitig fit für das Match, doch er verletzte sich im dritten Viertel schwer an der Wade, so dass er nicht mehr weitermachen konnte. „Wir vermuten einen Muskelfaserriss“, sagte Grätz.

„Meine Mannschaft hat von Anfang an den Faden nicht so richtig gefunden, da sie erneut von der Linie der Schiedsrichter ausgebremst wurde. Aus meiner Sicht wurde in diesem Match von den Unparteiischen eine sehr interessante Wahrnehmung der Zweikämpfe auf der Platte gezeigt. Meine Spieler fanden deshalb keinen Weg, sich dieser Linie anzunehmen, geschweige sich darauf einzustellen. Mit dieser Blockade im Kopf, mussten wir über die gesamten 40 Minuten agieren. Ich mache meinen Jungs sicherlich keinen Vorwurf, sie haben unter den derzeitigen Umständen alles gegeben“, meint Opitz.

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Zolotic fehlte beim Match in Osnabrück

Auch die Dragons-Spielerinnen kehrten mit einer deutlichen 37:66-Niederlage von ihrem Match beim BBC Osnabrück zurück. Nach den drei Abgängen in der Pause musste Trainer Dirk Stenke auch auf Kapitänin Natasa Zolotic verzichten, die krankheitsbedingt auch in den kommenden Begegnungen fehlen wird.

Die Regionalliga-Frauen der Red Dragons haben auch nach der deutlichen 37:66-Niederlage in Osnabrück ihr Lächeln nicht verloren. 
Die Frauen der Red Dragons vor dem Spiel in Osnabrück. © privat

Das Stenke-Team kam richtig stark in das Match, denn es gewann das erste Viertel klar mir 17:4. „Leider konnten wir den Schwung nicht in die folgenden drei Abschnitte mitnehmen“, ärgert sich der Dragons-Trainer. Osnabrück spielte sich in den folgenden 30 Minuten in einen kleinen Rausch.

Besonders viel Freude an diesem Spiel gegen die Brandenburgerinnen hatte BBC-Akteurin Maya Girmann, mit 28 Punkten beste Werferin der Begegnung. „Zum Schluss fehlte meinem Team deutlich die Kraft, Natasa hat uns heute sehr gefehlt“, meinte Stenke.

Red Dragons Herren: Dimitrijevic (13), Mackeldanz (12), Njei (12), Diallo (7), Hecker (6), Steffen (6), Tyrekidis (3).

Red Dragons Frauen: Blume (10), Gollnick, Hirmke (5), Huesmann, Jablonska, Koop (11), Salomo, Schick (7), Gallus (4).

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