28. Mai 2021 / 13:15 Uhr

Basketball: Sieg im Duell der Göttinger Ex-Trainer geht an John Patrick

Basketball: Sieg im Duell der Göttinger Ex-Trainer geht an John Patrick

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Bambergs Bennet Hundt ist in dieser Szene von den Ludwigsburgern Jaleen Smith und Jonas Wohlfahrth-Bottermann nicht zu bremsen.
Bambergs Bennet Hundt ist in dieser Szene von den Ludwigsburgern Jaleen Smith und Jonas Wohlfahrth-Bottermann nicht zu bremsen. © imago
Anzeige

Das fünfte Spiel der Viertelfinal-Serie in den Playoffs musste die Entscheidung bringen: Die MHP Riesen Ludwigsburg gewann deutlich gegen Brose Bamberg. An der Seitenlinie standen zwei Trainer mit einer Vergangenheit bei der BG Göttingen.

Anzeige

Fünf Spiele hat es gebraucht, bis das Duell der ehemaligen Göttinger Trainer im Playoff-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga entschieden worden ist. Das fünfte und letzte Duell dieser Serie entschieden die MHP Riesen Ludwigsburg in eigener Halle gegen Brose Bamberg mit 95:73 für sich. Damit hat der frühere BG-Coach John Patrick seinen Nachfolger Johan Roijakkers vorzeitig in die Sommerpause geschickt.

Anzeige

Nach den beiden Niederlagen in Bamberg boten die Ludwigsburger im entscheidenden Spiel eine starke Energieleistung und zogen als letztes Team ins Halbfinale ein. Der Hauptrundenerste ließ die Gäste nie ins Spiel kommen und dominierte über 40 Minuten an beiden Enden des Feldes. Die Riesen bleiben damit seit mehr als zwei Jahren in der eigenen Halle ungeschlagen.

Zu viele Bamberger Ballverluste

Ludwigsburg startete in der Defensive mit viel Intensität und zwang die Gäste in den ersten Minuten zu vielen Notwürfen spät in der Shotclock, schon zur ersten Viertelpause lag das Patrick-Team zweistellig in Führung (26:16). Bamberg leistete sich vier Ballverluste in den ersten drei Minuten des zweiten Durchgangs und hatte der Energie der Gastgeber in dieser Phase nichts entgegenzusetzen: Die setzten sich zwischenzeitlich auf 41:22 ab. Dank Chris Sengfelder kam Bamberg bis zur Pause wieder auf 13 Zähler heran (50:37). Jamel McLean sorgte mit einigen starken Abschlüssen – nachdem Bamberg nach der Pause bis auf neun Zähler herangekommen war – für die höchste Ludwigsburger Führung (68:46). Damit war den Gästen, die insgesamt 18 Ballverluste produzierten, auch der letzte Zahn gezogen. Die Riesen erkämpften sich 15 Offensivrebounds, die zu 23 Punkten nach zweiten Chancen führten. In der Defensive wurden die zuletzt so heißen Bamberger bei nur fünf von 24 Dreiern gehalten (20,8 Prozent).



Mehr vom Sport in der Region

John Patrick war anschließend zufrieden: „Das war unser echtes Gesicht. Ich bin hochzufrieden. Ich habe vor dem Spiel schon gesagt: Wenn wir normal spielen und unser Spiel spielen, dann werden wir gewinnen. Das haben wir gemacht“, sagte er anschließend im MagentaSport-Interview. Johan Roijakkers sprach anschließend von einem verdienten Sieg des Gegners: „Alles, was ich im Vorfeld angesprochen habe, war leider nicht da. Ich glaube, dass das alles damit zu tun hat, dass die die Rebounds geholt haben. Wir haben eine gute Serie gespielt. Viele Spieler haben sich entwickelt und sind besser geworden, leider haben wir nicht das Ergebnis gehabt, das wir gewollt hatten. Aber ich bin zufrieden.“

Halbfinale beginnt schon am Sonnabend

Für die Ludwigsburger geht es bereits am Sonnabend um 20.30 Uhr in der eigenen Halle weiter. Dann gibt es im Halbfinale das Südduell zwischen den MHP Riesen und dem FC Bayern München, der sich in seiner Viertelfinalserie mit 3:1 gegen die Hakro Merlins Crailsheim durchgesetzt hatte. „Wir sind natürlich der Underdog. Aber wir haben Heimvorteil. Bayern war eine der besten Mannschaften in Europa dieses Jahr und wir haben viel Respekt vor Bayern, aber wir werden alles geben“, versprach Patrick bereits am Donnerstagabend im Interview.

In der zweiten Halbfinalserie stehen sich Alba Berlin und ratiopharm Ulm gegenüber. Am Sonntag um 14 Uhr kommt es in der Hauptstadt zum ersten Aufeinandertreffen. Die ausgeruhten Berliner, die sich im Viertelfinale mit 3:0 gegen die Hamburg Towers durchgesetzt hatten und sich damit eindrucksvoll für die beiden Niederlagen gegen die Hanseaten in der Hauptrunde revanchiert haben, sind favorisiert gegen die Süddeutschen. Das Team um den Ex-BGer Dylan Osetkowski benötigte für den Einzug in die nächste Runde vier Spiele gegen die EWE Baskets Oldenburg.