10. September 2019 / 13:05 Uhr

Basketballchef mit Medienschelte nach schwacher WM: "Es werden Scheißekübel ausgeschüttet"

Basketballchef mit Medienschelte nach schwacher WM: "Es werden Scheißekübel ausgeschüttet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ingo Weiss (l.) hat die Medien scharf kritisiert und nimmt Dennis Schröder in Schutz.
Ingo Weiss (l.) hat die Medien scharf kritisiert und nimmt Dennis Schröder in Schutz. © dpa
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Der deutsche Basketball-Verbandschef Ingo Weiss hat sich nach dem 18. Platz bei der WM in China über die Bericherstattung der Medien echauffiert. Zudem wertete er das Abschneiden des Teams um NBA-Star Dennis Schröder als "Erfolg".

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Mit einem enttäuschenden 18. Platz hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft die WM in China abgeschlossen. Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bunds, will jedoch nichts von einem schwachen Abschneiden wissen und teilt verbal gegen die Berichterstattung der Medien aus.

"Wir haben unser Ziel erreicht, wir sind 18. geworden, das hat uns überhaupt nicht zurückgeworfen" sagte Weiss der dpa. "Wenn ich in einer Zeitung lese: Die Vorfreude auf die EM 2021 ist getrübt, das ist doch pervers. Wir haben unser erstes Ziel erreicht: das Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele. Wir sind 18. geworden bei der Weltmeisterschaft, das ist für uns ein Erfolg."

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Weiss: "Trotzdem werden über uns Scheißekübel ausgeschüttet"

Nach Pleiten gegen die Dominikanische Republik und Frankreich war das Aus bereits in der Vorrunde besiegelt. Durch einen Sieg im letzten WM-Spiel gegen Kanada machte das deutsche Team immerhin noch die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio perfekt.

Das eigentliche WM-Ziel des DBB war jedoch die Zwischenrunde. Trotzdem sieht sich Weiss in die Opferrolle gedrängt. "Am Ende des Tages gehen wir nach Hause, und wir haben zwei Spiele verloren, mit vier Punkten gegen Frankreich und mit zwei Punkten gegen die Dominikanische Republik. Und trotzdem werden über uns Scheißekübel ausgeschüttet."

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Insebesondere die Berichte über den deutschen NBA-Star Dennis Schröder schmeckt Weiss nicht. "Die Berichterstattung über Dennis Schröder geht mir auf den Wecker. Er wird nach seinem Commitment gefragt. Was soll er denn sagen? Er sagt: Wenn ich gesund bin, wenn ich Lust habe, und das hat er, spiele ich. Was soll er denn noch mehr machen?"

In einigen Medien wurden die unklaren Aussagen von Schröder als möglicher Rücktritt gewertet. "Ich habe dem Jungen schon gesagt, wir müssen irgendwann mal ein Medientraining zusammen machen", sagte Weiss zu den Aussagen von Schröder.