13. Januar 2020 / 19:53 Uhr

Basketballer des USC Leipzig verlieren Regionalliga-Spitzenspiel

Basketballer des USC Leipzig verlieren Regionalliga-Spitzenspiel

Mathias Müller
Ostsee-Zeitung
Youngster Sven Papenfuß setzt gegen den TV Goldbach zum Wurf an. 
Youngster Sven Papenfuß setzt gegen den TV Goldbach zum Wurf an.  © Christian Modla
Anzeige

Das jungen Team von Trainer Jens Dietze verspielte eine deutliche Führung und unterlag dem TV Goldbach doch noch denkbar knapp mit 69:72. 

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Zum wiederholten Male brachten sich die Uni-Riesen im letzten Viertel um den verdienten Lohn und verpassten somit den Überraschungserfolg gegen den TV Goldbach denkbar knapp mit 69:72. Die aus Nordbayern angereisten Gäste halten weiter den zweiten Platz der 2. Regionalliga hinter der ungeschlagenen TG Veitshöchheim und liegen auf Kurs Wiederaufstieg.

Die Leipziger wirkten nach vierwöchiger Spielpause ausgeruht und der Aufgabe durchaus gewachsen. Nach Anfangsschwierigkeiten gerade bei der Kontrolle der Rebounds an beiden Brettern fing sich die junge Truppe von Trainer Jens Dietze schnell und kontrollierte zunehmend die Partie. Insbesondere die gefährlichen Dreierschützen der Gäste blieben durch viel Bewegung in der Leipziger Defensive blass, während die Uni-Riesen immer effektiver abschlossen.

Deutliche Führung reicht nicht zum Sieg

So führten die Leipziger gegen die Top-Verteidigung der 2. Regionalliga mit 40:35, obwohl der zweitbeste Shooter der Liga, Daniel Pollrich, verletzungsbedingt von außen zusah. Seine Analyse: „Im ersten Viertel haben wir einiges liegen lassen, doch mittlerweile läuft es besser. Die Führung hätte eigentlich noch höher ausfallen können, aber gerade unsere jungen Spieler liefern heute richtig gut ab.“

Gemeint waren vor allem die im Hinspiel noch abwesenden Sven Papenfuß (19) und Jan Aurov (18), sowie Kapitän und Führungsspieler Franz Leonhardt (22). Zusätzlich zu den Routiniers gaben sie den Uni-Riesen eine Tiefe, die zwischenzeitlich eine 16-Punkte-Führung einbrachte. Doch bekanntlich kann es im Basketball ganz schnell gehen und während die Gäste im Schlussviertel noch mal aufdrehten, spielte bei Leipzig plötzlich der Kopf mit und die Konzentration ließ nach. So standen die sechs verworfenen Freiwürfe kurz vor Ende sinnbildlich für den Kontrollverlust der Partie und die daraus resultierende Niederlage.

Uni-Riesen bieten jungen Akteuren viel Spielpraxis

„Es ist echt schade, weil wir uns vorher gut bewegt und kommuniziert haben, am Ende mit der gegnerischen Zone aber echte Probleme hatten. Da fehlte uns dann auch mal ein aggressiver Verteidiger und Dreierschütze wie ,Polle’. Bitter, so noch zu verlieren, aber Goldbach steht auch nicht umsonst da oben und wir haben als homogene Truppe einen ordentlichen Fight geliefert“, so Youngster Sven Papenfuß nach der knappen Niederlage.

Für junge Spieler wie ihn oder auch Leander Dalchau ist das angenehme Teamgefüge des USC eine optimale Plattform, um Spielpraxis zu sammeln. Denn wie die beiden haben einige Regionalligaspieler Doppellizenzen bei anderen Vereinen in der Pro A oder Pro B (2./3. Liga), um auch höherklassig spielen zu können.

Bundesliga-Aufstieg bleibt ungewiss

„Vor ein paar Jahren wären wir fast in die sechste Liga abgestiegen, das wäre eine Katastrophe gewesen. Aber mittlerweile haben wir uns echt gefangen und es ist für uns Erfahrene auch okay, für die jungen Spieler mal Minuten abzugeben. Natürlich will man im Basketball auch spielen, doch die Stimmung im Team ist spitze und sportlich haben wir auch heute wieder gezeigt, dass wir in dieser Liga mehr als mithalten können“, meinte Routinier Kilian Bartzsch nach dem Spiel.

Ob den Uni-Riesen in den nächsten Jahren der Aufstieg gelingen wird und man perspektivisch eine Leipziger Bundesligamannschaft haben könnte, steht in den Sternen. An Talent, Einsatz und Spielfreude wird es auch bei der nächsten Partie am 19. Januar gegen Gotha nicht mangeln. Auch hier rechnet Trainer Dietze mit dem nächsten Spitzenspiel, denn die Gothaer werden voraussichtlich vier Spielern aus der Pro B Einsatzzeit geben. Eine Chance für die Uni-Riesen, den längeren Atem zu beweisen