29. Oktober 2019 / 06:00 Uhr

Erster Einsatz und Hintergründe: ARD-Sportchef Balkausky erklärt den Plan mit Experte Bastian Schweinsteiger

Erster Einsatz und Hintergründe: ARD-Sportchef Balkausky erklärt den Plan mit Experte Bastian Schweinsteiger

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
ARD-Sportchef Axel Balkausky (links) hat Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger als TV-Experten für die ARD gewinnen können.
ARD-Sportchef Axel Balkausky (links) hat Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger als TV-Experten für die ARD gewinnen können. © Montage: imago images/Rich von Biberstein/eventfoto54
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Nur wenige Tage nach seinem Karriereende stand fest: Bastian Schweinsteiger wird ab 2020 als TV-Experte für die ARD tätig sein. Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER erklärt Axel Balkausky, Sportchef des öffentlich-rechtlichen Senders, die Details zur Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014.

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Das Warten hatte schnell ein Ende: Nur drei Tage nach seinem Karriereende war die berufliche Zukunft von Bastian Schweinsteiger in trockenen Tüchern. Der Weltmeister von 2014, der bis zuletzt bei Chicago Fire in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) spielte, wird ab 2020 als TV-Experte für die ARD tätig sein. So dauerten die Diskussionen, was der ehemalige Profi des FC Bayern nach seiner aktiven Profi-Laufbahn wohl machen werde, nicht lange an. Doch wie schaffte es der öffentlich-rechtliche Sender überhaupt, die Zusammenarbeit mit Schweinsteiger so schnell einzutüten?

ARD-Sportchef über Schweinsteiger-Deal: "Geht nicht in drei Tagen"

Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER gibt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky einen Einblick in die Verhandlungen mit dem 35 Jahre alten Ex-Nationalspieler. „So etwas geht natürlich nicht in drei Tagen. Wir waren in der Tat schon länger mit ihm in Gesprächen und haben ausgelotet, ob er sich das in Zukunft vorstellen kann", sagt Balkausky. Schon im Juni hatte es Spekulationen über einen Job in der ARD gegeben. "Erst einmal musste Bastian für sich entscheiden, was er überhaupt machen will. Das hat am Ende nun dazu geführt, dass wir ihn recht schnell als neuen Experten in der ARD begrüßen können.“ Der Vertrag läuft bis 2022 und schließt die paneuropäische EM 2020 sowie die WM 2022 im Katar ein.

Bastian Schweinsteiger: Seine Karriere in Bildern

Bastian Schweinsteiger ist einer der größten deutschen Fußballer aller Zeiten. Der Mittelfeldspieler hatte unter anderem großen Anteil am Weltmeistertitel 2014. Der <b>SPORT</b>BUZZER blickt zurück auf seine Karriere. Zur Galerie
Bastian Schweinsteiger ist einer der größten deutschen Fußballer aller Zeiten. Der Mittelfeldspieler hatte unter anderem großen Anteil am Weltmeistertitel 2014. Der SPORTBUZZER blickt zurück auf seine Karriere. ©
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Schweinsteiger wird ab dem kommenden Jahr die Spiele der Nationalmannschaft begleiten. ARD-Sportchef Balkausky konkretisiert den Auftakt-Termin für den ehemaligen Mittelfeldspieler: "Er wird voraussichtlich im März des kommenden EM-Jahres erstmals für uns im Einsatz sein." Dann wird das Erste ein Testspiel der Elf von Bundestrainer Joachim Löw übertragen. Sollte das DFB-Team die Qualifikation für die Europameisterschaft erwartungsgemäß ohne Umwege schaffen, steht vom 25. bis 31. März ein Zeitfenster für Freundschaftsspiele im Kalender. Andere Teams müssen zeitgleich in Playoff-Duellen um die Teilnahme an der EM kämpfen.

Bis dahin "sind dann weitere Gespräche geplant, wie die Zusammenarbeit konkret aussehen wird", sagt Balkausky. In diesen Gesprächen sollen die Aufgaben von Schweinsteiger besprochen werden.

Schweinsteiger ist in Deutschland "beliebtester Fußballer der vergangenen Jahre"

Die Beweggründe für die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Leader der Nationalmannschaft und des FC Bayern liegen für den ARD-Sportchef auf der Hand. "Ich glaube, wir haben mit ihm denjenigen bekommen, der im Augenblick bei den Fans der vertrauenswürdigste und beliebteste Fußballer der vergangenen Jahre ist. Das gilt weit über den Münchner Kreis hinaus, spätestens seit dem gewonnenen WM-Titel 2014 auch für ganz Deutschland", meint Balkausky und fügt hinzu: "Bastian Schweinsteiger könnte in jedes deutsche Fußballstadion gehen und niemand würde ihn auspfeifen."

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Fachlich ist Balkausky ebenfalls vom Schweinsteiger-Engagement als TV-Experte in der ARD überzeugt. "Darüber hinaus kann er ein Spiel dank seiner Erfahrung, weil er alle Extreme erlebt hat, sehr gut analysieren", betont der 57-Jährige. "Nicht umsonst hat Jupp Heynckes dafür geworben, dass er nach seiner Karriere Trainer werden soll. Er hat eine Gesamtsicht auf das Geschehen, auf den gesamten Fußball.“

Neben Heynckes hatte mit Ottmar Hitzfeld auch ein weiterer Ex-FCB-Coach vorgeschlagen, dass Schweinsteiger als Coach arbeiten solle. "Ich denke, dass aus ihm ein sehr guter Lehrmeister und Trainer werden kann", ist sich der 70-Jährige sicher. Auch ein Comeback in verantwortlicher Funktion beim FC Bayern war im Gespräch. Doch Schweinsteiger hat sich nun - zumindest vorerst - für einen analytischen Job vor der Kamera entschieden.

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