18. November 2020 / 06:08 Uhr

Bastian Schweinsteiger: Debakel gegen Spanien "war entsetzlich" - Müller und Boateng könnten helfen

Bastian Schweinsteiger: Debakel gegen Spanien "war entsetzlich" - Müller und Boateng könnten helfen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bastian Schweinsteiger kritisiert das DFB-Team und macht sich für Comebacks von Thomas Müller und Jerome Boateng stark.
Bastian Schweinsteiger kritisiert das DFB-Team und macht sich für Comebacks von Thomas Müller und Jerome Boateng stark. © imago images/Laci Perenyi/Getty/dpa/Montage
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Er wurde mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 Weltmeister, beendete 2016 seine Karriere im DFB-Team: Jetzt musste Bastian Schweinsteiger eine der bittersten Niederlagen als TV-Experte in der "ARD" miterleben. Nach dem historischen 0:6 zeigte sich "Schweini" entsetzt - und macht sich für eine Rückkehr von Jerome Boateng und Thomas Müller stark.

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So ein Debakel für die deutsche Nationalmannschaft hat es seit über 90 Jahren nicht gegeben: Im Mai 1931 verlor die DFB-Elf mit 0:6 gegen Österreich. Dieses Ergebnis hat sich nun wiederholt. Am letzten Spieltag der Nations League verlor das Nationalteam in Spanien mit 0:6 - und Bastian Schweinsteiger, Weltmeister von 2014 und jetzt ARD-Experte, zeigte sich geschockt: "Es war entsetzlich, ein Nackenschlag, du kannst gegen eine spanische Mannschaft verlieren, aber nicht so", kritisierte der ehemalige DFB-Star.

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Der frühere Mittelfeldspieler fügte hinzu: "Gut, dass es jetzt passiert ist. Vielleicht bringt es den einen oder anderen dazu, ein bisschen nachzudenken über die eine oder andere Alternative. Man muss nicht von heute auf morgen alles umwerfen, aber gewisse Fragen muss man sich stellen", so der Ex-DFB-Kapitän Schweinsteiger, der angesichts des blutleeren Auftritt seiner Nachfolger in Sevilla sichtbar enttäuscht und verärgert wirkte: "Man muss etwas verändern. So darf man nicht als deutsche Nationalmannschaft auftreten. Ich will, dass gewisse Werte vertreten werden", sagte Schweinsteiger. "Ich nehme die Spieler in die Pflicht. Da muss mehr kommen, wir müssen böser werden. Die Spieler müssen das Heft in die Hand nehmen."

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Und wer könnte diese Werte vertreten? Nach dem Debakel der Nationalmannschaft machte sich Schweinsteiger für eine Rückkehr von Spielern wie Thomas Müller oder Jerome Boateng stark gemacht. "Ich weiß, dass solche Spieler wie Jerome Boateng oder Thomas Müller das Triple gewonnen haben mit dem FC Bayern München. Sie sind die beste Mannschaft Europas. Die spielen in der ersten Elf, die haben Qualität. Das sind deutsche Spieler. Warum nicht für die Nationalmannschaft?“, sagte der Ex-Bayern- und Manchester-United-Star.

Rückkehr von geschasstem Trio für Löw kein Thema

Eine Rückkehr der 2019 aussortierten Mats Hummels, Boateng und Müller war für Bundestrainer Joachim Löw nach dem Spiel allerdings kein Thema. "Wir haben gesagt, dass wir den Spielern das Vertrauen schenken wollen. Wir waren auf einem guten Weg. Aber wir sind noch nicht soweit, wie wir geglaubt, gehofft haben. Wir vertrauen diesen Spielern und müssen wieder zurückschlagen.". Ähnlich äußerte sich DFB-Manager Oliver Bierhoff: "Es ist eine Entscheidung des Trainers, wen er nominiert. Aber ich teile sie und bin den Weg mitgegangen."

Schweinsteiger sieht das anders. Gerade in der Defensive könnten Spieler wie Boateng ihre Klasse einbringen: "Die Verteidiger müssen Kommandos geben und das stärkste Glied in der Mannschaft sein", sagte der 36-Jährige, gerade im Hinblick auf die im Juni 2021 startende EM. "Es ist Gott sei Dank noch ein bisschen hin, wir werden uns nicht mehr so präsentieren wir heute."