08. Oktober 2019 / 19:05 Uhr

Kommentar zum Karriereende: So hat Bastian Schweinsteiger sich unsterblich gemacht

Kommentar zum Karriereende: So hat Bastian Schweinsteiger sich unsterblich gemacht

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für <b>SPORT</b>BUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp hat Weltmeister Bastian Schweinsteiger es allen Kritikern gezeigt - und eine große Karriere gekrönt.
Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp hat Weltmeister Bastian Schweinsteiger es allen Kritikern gezeigt - und eine große Karriere gekrönt. © imago images/Action Pictures
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Mit Bastian Schweinsteiger sagt ein weiterer Held der WM 2014 endgültig 'Servus' und beendet eine glorreiche Karriere. Für SPORTBUZZER-Fußballchef Heiko Ostendorp ist klar: ein einziges Spiel macht den 35-Jährigen zu einer Legende für die Ewigkeit und lässt alles andere in den Hintergrund treten.

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Ich erinnere mich noch genau, als dieser junge Bursche mit den strahlend blauen Augen das erste Mal so richtig in Erscheinung trat. Bastian Schweinsteiger, genannt „Schweini“, verzückte die Fans mit seinen Pässen und Toren zuerst beim FC Bayern, dann bei der Nationalelf. Während des Sommermärchens 2006 wurden mit Lukas Podolski, alias „Poldi“ und ihm zwei neue Lieblinge geboren. So frech, so herrlich unbekümmert, so talentiert.

In Schweini und seinen blondierten Irokesenschnitt verliebten sich die Mädels. Sogar seiner Cousine zeigte er eines Nachts den Whirlpool an der Säbener Straße. Dann wurde Schweinsteiger langsam erwachsen. Leader bei Bayern, Anführer beim DFB. Er wollte nicht mehr der Basti sein, der Schweini schon gar nicht. Herr Schweinsteiger reifte zum Mann.

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Bastian Schweinsteiger ist einer der größten deutschen Fußballer aller Zeiten. Der Mittelfeldspieler hatte unter anderem großen Anteil am Weltmeistertitel 2014. Der SPORTBUZZER blickt zurück auf seine Karriere. ©
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Die Unbekümmertheit von Schweinsteiger ging mit dem Reifeprozess flöten

Doch mit seinem Reifeprozess verflog auch die Verliebtheit, seine Unbekümmertheit ging auf und neben dem Platz flöten. Ernst wurde er, manchmal arrogant. „Querpass-Schweini“ schimpften Kritiker, weil er nur noch zur Seite oder nach hinten spielte. „Chefchen“ taufte ihn der Boulevard, weil man ihm die echte Chefrolle nicht abnahm.

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Doch 2014 zeigte er es dann allen. Im Finale von Rio de Janeiro machte sich Schweinsteiger unsterblich. Er wurde getreten, gekratzt und gehalten - doch er stand immer wieder auf. Blutüberströmt führte er als echter Chef die Mannschaft zum vierten Stern, zum WM-Titel im Maracana. Mit seinem Kumpel Poldi und den anderen Helden erlebte er an diesem 13. Juli den größten Erfolg.

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Kämpferischer Schweinsteiger: Die Erinnerung an Rio wird ewig bleiben

Was danach passierte - sein unglückliches Intermezzo bei Manchester United, sein Wechsel nach Chicago in die US-Operettenliga MLS - wird man schnell wieder vergessen. Doch die Schlacht von Rio wird ewig bleiben. Mit Schweinsteiger als echtem Krieger, der seine größte Schlacht doch noch gewann.

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