08. Oktober 2019 / 20:54 Uhr

Weltmeister Bastian Schweinsteiger tritt ab: Das wurde aus den anderen WM-Helden von 2014

Weltmeister Bastian Schweinsteiger tritt ab: Das wurde aus den anderen WM-Helden von 2014

Tim Lüddecke und Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Sieg im Finale von Rio de Janeiro reservierte ihnen einen Platz in der DFB-Geschichte: die Weltmeister von 2014. Doch was machen die deutschen WM-Helden heute?
Der Sieg im Finale von Rio de Janeiro reservierte ihnen einen Platz in der DFB-Geschichte: die Weltmeister von 2014. Doch was machen die deutschen WM-Helden heute? © imago images / Montage
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Erstmals seit dem Titelgewinn 2014 wird gegen Argentinien kein Weltmeister in der Startelf des DFB-Teams stehen – und das ausgerechnet in der Wiederauflage des Endspiels. Der SPORTBUZZER zeigt, was aus den Weltmeistern von 2014 geworden ist.

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1915 Tage sind vergangen, wenn an diesem Mittwoch (20.45 Uhr, RTL) das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Argentinien angepfiffen wird. 1915 Tage seit dem Duell im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro, dem 1:0-Sieg im WM-Finale 2014, als sich das Team von Joachim Löw gegen die Gauchos zur besten Elf des Planeten krönte. Als Joker Mario Götze nach Flanke von Joker André Schürrle zum „Goldjungen“ avancierte und sich in der Verlängerung in die Geschichtsbücher eintrug.

Am Mittwoch werden diese Protagonisten keinerlei Rolle spielen – und überhaupt wird es das erste Mal seit dem Triumph am 13. Juli 2014, dass kein einziger Weltmeister in der Startelf stehen wird. Einer beendete vor dem Länderspiel gegen den Kontrahenten bei seinem größten Erfolg sogar seine Karriere. Bastian Schweinsteiger hört mit 35 Jahren auf. „Mein Abschied als aktiver Spieler stimmt mich ein bisschen wehmütig, aber ich freue mich auf die spannenden Aufgaben, die mich bald erwarten“, schrieb er bei Twitter.

Der SPORTBUZZER zeigt, wie es bei den übrigen Weltmeistern von 2014 seither lief.

Das machen die Weltmeister von 2014 heute

Der Sieg im Finale von Rio de Janeiro reservierte ihnen einen Platz in der DFB-Geschichte: die Weltmeister von 2014. Doch was machen die deutschen WM-Helden heute? Zur Galerie
Der Sieg im Finale von Rio de Janeiro reservierte ihnen einen Platz in der DFB-Geschichte: die Weltmeister von 2014. Doch was machen die deutschen WM-Helden heute? ©
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Löw stellt Schweinsteiger Platz beim DFB in Aussicht: "Immer ein Platz bei uns"

„Für ihn haben wir immer einen Platz bei uns“, hatte Bundestrainer Joachim Löw wenige Stunden vor der Rücktritts-Nachricht gesagt und seinen früheren Kapitän in den höchsten Tönen gewürdigt. „Wenn der Basti aufhört, wird eine Persönlichkeit gehen, wie sie der deutsche Fußball nicht oft erlebt hat. Er war einer der größten Spieler, die Deutschland hatte“, schwärmte Löw von Schweinsteiger. In den Trainerstäben des DFB bestehe für Ex-Nationalspieler immer die Möglichkeit „zur Hospitation oder zum Reinschnuppern“, erklärte Löw.

Mehr zum Schweinsteiger-Karriereende

„Ich danke euch und meinen Mannschaften FC Bayern, Manchester United, Chicago Fire und der deutschen Nationalmannschaft - ihr habt mir diese für mich so unglaubliche Zeit ermöglicht“, schrieb Schweinsteiger in seiner Rücktrittsbotschaft. „Und natürlich danke ich meiner Frau Ana Ivanovic und meiner Familie für ihre Unterstützung.“ Sie könne es „nicht erwarten zu sehen, welches Abenteuer das nächste in unserer Zukunft mit unserer wunderbaren kleinen Familie sein wird. Ich könnte heute nicht stolzer sein, wir lieben dich!“, twitterte die Ex-Tennisspielerin.

Mit den Bayern gewann der Mittelfeldspieler acht deutsche Meisterschaften und sieben Mal den DFB-Pokal. 2013 holte er unter Trainer Jupp Heynckes mit den Münchnern das Triple, ein Jahr später triumphierte er mit der Nationalmannschaft im WM-Finale von Rio.

In 121 Länderspielen erzielte Schweinsteiger 24 Tore, nach der WM 2014 war er bis zu seinem Abschied vom DFB-Trikot nach der EM 2016 Kapitän der Nationalmannschaft. „Für immer einer von uns. #MiaSanMia“, twitterte der FC Bayern ebenso wie: „Fußballgott. Fußballgott. Fußballgott...“ Chicago Fire bedankte sich auf der Website in großen Lettern auf Deutsch: „Danke Basti“.

Von Deutschland in die Welt: Sportler als Botschafter

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Deutsche Sportstars wie Bastian Schweinsteiger, Boris Becker oder Franz Beckenbauer haben es zu Weltruhm gebracht. Der SPORTBUZZER zeichnet den Verlauf ihrer Karrieren nach. ©

Weltmeister Ginter und Kroos sagen ab - Ter Stegen statt Neuer im Tor

Eigentlich zählten neben Manuel Neuer noch Matthias Ginter und Toni Kroos zum Kader, doch beide mussten verletzungsbedingt absagen. Und da sich Löw bereits festgelegt hat, dass Marc-André ter Stegen seine Chance erhält und im Tor stehen wird, ist die Mannschaft fünf Jahre nach dem Titelgewinn erstmals komplett weltmeister-los.

Der Bundestrainer freut sich auch so auf den Klassiker: "An Argentinien habe ich einige Erinnerungen. 2006 gab es ein wahnsinnig spannendes Spiel mit vielen Emotionen und dem Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale, 2010 der dominanteste Sieg, unser stärkstes Spiel bei der WM. 2014 war es dann ein Kampf auf Biegen und Brechen."

So könnte die DFB-Elf gegen Argentinien spielen

Tor: Marc-André ter Stegen

Abwehr: Lukas Klostermann, Niklas Süle, Niklas Stark, Marcel Halstenberg

Mittelfeld: Joshua Kimmich, Suat Serdar

Angriff: Serge Gnabry, Kai Havertz, Julian Brandt, Luca Waldschmidt

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