23. November 2020 / 08:44 Uhr

Bericht: Baum bricht Schalke-Training nach Streit zwischen Co-Trainer Naldo und Stürmer Ibisevic ab

Bericht: Baum bricht Schalke-Training nach Streit zwischen Co-Trainer Naldo und Stürmer Ibisevic ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Coach Manuel Baum (Mitte) soll das Training am Sonntag nach einem Streit zwischen Co-Trainer Naldo (links) und Stürmer Vedad Ibisevic (rechts) abgebrochen haben.
Schalke-Coach Manuel Baum (Mitte) soll das Training am Sonntag nach einem Streit zwischen Co-Trainer Naldo (links) und Stürmer Vedad Ibisevic (rechts) abgebrochen haben. © Getty Images/Montage
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Es kracht offenbar weiter auf Schalke. Wie der TV-Sender "Sky" berichtet, musste die Trainingseinheit am Sonntag nach einem Konflikt zwischen Co-Trainer Naldo und Stürmer Vedad Ibisevic vorzeitig beendet werden.

Die Nerven beim FC Schalke 04 liegen offenbar blank. Nachdem die Königsblauen die fast schon tasmanische Horror-Serie mit einer 0:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg auf nun 24 Spiele ohne Sieg ausgebaut hat und sogar ans Tabellenende gestürzt ist, kracht es wohl weiter. Nach einer lautstarken Ansprache von Co-Trainer Naldo soll es laut Sky am Sonntag im Training zu einer Auseinandersetzung zwischen Schalke-Stürmer Vedad Ibisevic und dem Assistenten von Trainer Manuel Baum gekommen sein. Nur mit großer Mühe konnten die Mitspieler die beiden trennen. Baum soll die Einheit nach dem Streit abgebrochen haben.

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Die Talfahrt des FC Schalke 04 geht damit weiter. Noch 2018 wurde der Klub Vizemeister. Vor anderthalb Jahren stand S04 sogar noch im Achtelfinale der Champions League. Und jetzt steckt der Klub bis zum Hals im Abstiegskampf. Mehr als 300 Tage, fast ein ganzes Jahr also, warten die Königsblauen nun auf einen Sieg in der Bundesliga. Der legendäre Sieglos-Rekord von Tasmania Berlin, von dem man annahm, dass er nie wackeln würde, ist nur noch sieben Spiele entfernt. Der Sturz auf Rang 18 am Sonntag war folgerichtig.

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"Wir sind mittendrin statt nur dabei", sagte der frustrierte Ex-Nationalspieler Mark Uth und redete sich den Frust von der Seele. "So macht's einfach keinen Spaß. Ich habe das Gefühl, dass wir zwei Mann weniger sind. Ich bin so bedient und sauer, ich würde am liebsten in die Kabine gehen und weinen", sagte Uth und stellte sich am Ende die wichtigste aller Fragen: "Wir spielen sehr schlechten Fußball. Und ich weiß nicht, wie wir so ein Spiel gewinnen wollen."

Eine baldige Trendwende ist nicht nur wegen Mönchengladbach und Leverkusen als nächste Gegner derzeit nicht absehbar. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann äußerte als Sky-Experte gar das Gefühl, "dass Schalke sich seinem Schicksal ergeben hat. Ich weiß nicht, wo Besserungen herkommen sollen. So wie sie sich im Moment verkaufen, ist es wirklich peinlich." Und S04-Teammanager Sascha Riether hatte vielleicht schon ein üble Vorahnung, als er versprach: "Wir geben alles und werden weitermachen. Bis zum bitteren Ende."