14. April 2021 / 18:01 Uhr

Baustelle Toreffizienz: Handballer vom SC DHfK Leipzig gegen Balingen gefordert

Baustelle Toreffizienz: Handballer vom SC DHfK Leipzig gegen Balingen gefordert

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Für eine Rückkehr der Fans: SC DHfK Leipzigs Manager Karsten Günther hat klaren Blick auf Daten, Zahlen und Fakten.
DHfK-Manager Karsten Günther hofft, dass aus dem letzten Saisondrittel noch wichtige Punkte errungen werden können. © picture point
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Beim SC DHfK Leipzig ist man mit der aktuellen Tabellenplatzierung unzufrieden und möchte diese gegen den HBW Balingen-Weilstetten verbessern. Verbesserungen sieht Trainer André Haber bislang vor allem im Angriffsspiel und hofft auf eine bessere Torausbeute gegen die Balinger.

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Leipzig. Das Ziel war eindeutig formuliert, die Hoffnungen waren groß. Für den SC DHfK Leipzig sollte es die beste Saison ihrer Bundesliga-Historie werden – ergo Platz sieben oder besser. Verständlich, dass mit einem Blick auf die aktuelle Platzierung niemand bei den Grün-Weißen so richtig zufrieden ist. Aus 24 Spielen holten die Sachsen lediglich 23:25 Punkte und belegen damit Platz elf der Tabelle. Das soll sich nun ändern. „Das letzte Saisondrittel wird wieder unseres“, sagt Manager Karsten Günther. 14 Spiele stehen noch aus, die man nun nutzen möchte, um das Optimum rauszuholen.

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Den Startschuss für die Aufholjagd wollen die DHfK-Handballer am Donnerstag (19 Uhr/Sky) gegen HBW Balingen-Weilstetten abfeuern. „Die Jungs wissen, wie wichtig das Spiel ist. Das ist ein Muss-Spiel für uns“, wird Cheftrainer André Haber deutlich, der voller Vorfreude auf die restliche Saison blickt. Das Verletzungspech der vergangenen Wochen rückt langsam in Vergessenheit. Marko Mamic, Philipp Weber und Gregor Remke sind bereits zurück auf der Platte, bei Martin Larsen (Bänderanriss im Knie) verläuft „der Heilungsprozess besser als zunächst angenommen“, wie der Coach erklärt.

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Mit den genesenen Stammspielern erhofft sich der 34-Jährige eine bessere Punkteausbeute als zuletzt und hat allein durch den Spielplan gute Chancen. Aus dem Horror-Programm der letzten Wochen gegen Mannheim, Kiel, Berlin und Flensburg holten die Leipziger immerhin zwei Punkte und dürfen sich beim Blick auf Balingen, den Bergischen HC, Melsungen und Essen nun eine größere Ausbeute erhoffen. Dennoch warnt Chefstratege Haber davor, mit den kommenden Gegnern leichtfertig umzugehen: „Die Bundesliga lehrt uns, wie knapp es im Handball sein kann. Wir haben eine sehr hohe Leistungsdichte.“



Konkurrenz schläft nicht

Jedes Spiel erfordere Höchstleistungen, da sind auch die abstiegsbedrohten Balinger keine Ausnahme. Erst recht nicht, da sich bei den Grün-Weißen – vor allem gegen vermeintlich schwächere Gegner – immer wieder unnötige Fehler einschleichen. „Wenn ich unsere Leistungsschwankungen eindeutig betiteln könnte, hätten wir sie längst ausgemerzt“, so Haber, der ergänzt: „Als größte Baustelle unser Mannschaft sehe ich, dass wir aus unseren Angriffen mehr Tore machen müssen. Wir sind in der Abwehr und vor allem im Tor bereits sehr, sehr gut aufgestellt.“ Der Plan: Durch den breiteren Kader wieder vermehrt auf alte Stärken setzen und im Tempospiel wichtige Treffer erzielen.

Doch auch mit einer überragenden Ausbeute in den kommenden Spielen wird die Saisonvorgabe schwer umzusetzen sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. So ist der SC Magdeburg nach dem deutlichen 34:28-Sieg in der European League gegen IFK Kristianstad wieder in der Erfolgsspur und auch die kurze Schwächephase der Füchse Berlin, die am Dienstag eine 29:32-Niederlage bei Montpellier HB kassierten, wird nicht lange anhalten.

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