05. August 2019 / 09:00 Uhr

Bundesliga-Vorschau zu Bayer Leverkusen: Ausnahmetalent Kai Havertz auf Abschiedstour 

Bundesliga-Vorschau zu Bayer Leverkusen: Ausnahmetalent Kai Havertz auf Abschiedstour 

Jan Jüttner
Kai Havertz könnte seine letzte Saison für Bayer Leverkusen spielen. 
Kai Havertz könnte seine letzte Saison für Bayer Leverkusen spielen.  © imago images / eu-images
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Teil 9 der SPORTBUZZER-Vorschau auf die kommende Bundesliga-Spielzeit: Kai Havertz geht mit Bayer Leverkusen zwar in die neue Saison, allerdings könnte es für den jungen Ausnahme-Mittelfeldspieler auch das letzte Jahr im Trikot der "Werkself" werden. Er selbst spricht bereits vom "nächsten Schritt". 

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Er ist gerade einmal 20 Jahre alt und trotzdem lastet auf ihm der größte Druck. Kai Havertz ist das Aushängeschild von Bayer Leverkusen und der beste Spieler im Team von Trainer Peter Bosz. Der Offensivstar erzielte in der vergangenen Saison 17 Tore für seinen Klub und hatte maßgeblichen Anteil an der Qualifikation für die Champions League. Ganz nebenbei spielte er sich auch in das Blickfeld von Joachim Löw.

Doch nicht nur dem Bundestrainer gefielen die Leistungen des Ausnahmetalents. Viele europäische Top-Klubs, nicht zuletzt der FC Bayern München, hätten den dreimaligen Nationalspieler gern verpflichtet. Doch Geschäftsführer Rudi Völler blockte alle Angebote ab. "Ihm sind keine Grenzen gesetzt. Doch bei allem Talent und allen sportlichen Fähigkeiten kommt bei ihm hinzu, dass er ein total geerdeter Mensch geblieben ist", lobt er.

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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus traut ihm zu, einer der besten Spieler der Welt zu werden: "Wenn Havertz dieses hohe Niveau halten kann, mit dieser Leichtigkeit, Cleverness, Präsenz auf dem Platz und Torgefährlichkeit, dann könnte er irgendwann mein Nachfolger als Weltfußballer werden“. Seine Zukunft sieht Havertz, der noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, langfristig nicht in Leverkusen. "Ich bin ehrlich: Irgendwann muss für mich der nächste Schritt kommen", stellte er klar.

Bayer Leverkusen muss schmerzliche Abgänge kompensieren

Bayer kann zumindest für die neue Saison auf die Dienste seines Youngsters setzen, doch der Klub musste auch einen schmerzlichen Abgang verkraften. Der BVB zog die Ausstiegsklausel im Vertrag von Offensivmann Julian Brandt und sicherte sich für vergleichsweise kleines Geld in Höhe von 25 Millionen Euro die Dienste des talentierten Nationalspielers. Zudem wechselte Mittelfeldmann Dominik Kohr zum Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt.

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Bosz, der das Team in der Winterpause auf Rang neun nach der Entlassung von Ex-Coach Heiko Herrlich übernahm und mit seiner offensiven Spielausrichtung wieder in die Erfolgsspur führte, muss einige Neuzugänge ins Team integrieren. Der 19-jährige Moussa Diaby gilt als großes Talent und soll den Abgang von Brandt kompensieren. Der pfeilschnelle Franzose kam für rund 15 Millionen Euro von Paris Saint-Germain und entschied sich nicht zuletzt wegen Bosz für die Leverkusener. "Das offensive Spielsystem ist auch ein Grund, weshalb ich Leverkusen gewählt habe", so der Neuzugang. Zusammen mit dem nicht weniger antrittsstarken Jamaikaner Leon Bailey soll er die offensiven Außenpositionen beackern.

Kerem Demirbay als neuer Hoffnungsträger für Leverkusen

Der neue Stareinkauf ist hingegen Kerem Demirbay. Der Techniker kam für die klubinterne Rekordablöse in Höhe von 32 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim. Er soll das Spiel mit seiner Passsicherheit aufbauen und als Lenker im Zentrum vorangehen. Zudem kam mit U21-Nationalspieler Nadiem Amiri ein weiterer Hoffenheimer nach Leverkusen, der im Sommer Vize-Europameister wurde.

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Die starke Bayer-Offensive um Havertz, Kevin Volland und Co. gehört zu den besten in der Bundesliga und ist vor allem bei Kontern gefährlich. Unter dem von Bosz praktizierten Offensiv-Pressing leidet jedoch die Abwehrarbeit. Stolze 52 Gegentore kassierte Bayer in der letzten Saison, auch weil die beiden Außenverteidiger Wendell und Mitchell Weiser oft den Weg nach vorne suchen. Mit Daley Sinkgraven kam eine Verstärkung von Ajax Amsterdam, er soll den Konkurrenzdruck in der Defensive erhöhen. Findet Bosz mit seinem Team die Balance zwischen Angriff und Verteidigung, so ist wieder eine Top-Platzierung drin.

Was erreicht Kai Havertz mit Bayer Leverkusen in der neuen Saison? Stimmt jetzt ab!

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