03. Oktober 2020 / 19:00 Uhr

Bosz und Hradecky kritisieren Bellarabi nach erneutem Bayer-Dämpfer: "Das war scheiße"

Bosz und Hradecky kritisieren Bellarabi nach erneutem Bayer-Dämpfer: "Das war scheiße"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Peter Bosz und Lukas Hradecky (l.) haben sich nach dem Remis gegen Stuttgart kritisch über Karim Bellarabi geäußert.
Peter Bosz und Lukas Hradecky (l.) haben sich nach dem Remis gegen Stuttgart kritisch über Karim Bellarabi geäußert. © imago images/Eibner
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Unentschieden-Frust bei Bayer Leverkusen: Im dritten Bundesliga-Spiel der Saison gab es für die Mannschaft von Trainer Peter Bosz das dritte Remis. Der Holländer ärgerte sich über mangelnde Kreativität - und einen Aussetzer von Ex-Nationalspieler Karim Bellarabi. Auch Keeper Lukas Hradecky war gefrustet.

Bayer 04 Leverkusen kommt in der Bundesliga noch nicht in Schwung. Bei Aufsteiger VfB Stuttgart spielte die Mannschaft von Peter Bosz lediglich 1:1 (0:1). Es war die dritte Punkteteilung im dritten Spiel der neuen Saison - Leverkusen bleibt damit im unteren Mittelfeld. Dabei sah in Stuttgart nach dem frühen Treffer von Neuzugang Patrik Schick alles nach einem Bayer-Erfolg aus. Bis ein Fehler von Karim Bellarabi den Ausgleichstreffer des VfB einleitete - sehr zum Ärger von Bosz und Bayer-Keeper Lukas Hradecky, der nach dem Spiel sichtlich angefressen war.

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Der Ausgleich von Sasa Kalajdzic, der nach dem Foul von Bellarabi an Stuttgarts Roberto Massimo den anschließenden, von Philipp Klement getretenen Freistoß, nach 76 Minuten einköpfte, sei "eigene Dummheit", schimpfte der Finne bei Sky, der erklärte, man habe "einen unnötigen Scheiß-Freistoß" zugelassen. Hradecky deutlich: "Das dürfen wir uns nicht leisten." Coach Bosz ärgerte sich insbesondere über die Tätlichkeit, die Bellarabi sich nach seinem Foul leistete - er griff Massimo ins Gesicht und hatte sehr viel Glück, mit einer Gelben Karte davon zu kommen. "Ja, doof", resümierte sein Trainer beim Studium der TV-Bilder. Auf die Frage, ob die Szene eine Aussprache mit dem Übeltäter zur Folge habe, entgegnete der 56-Jährige mit finsterer Miene lakonisch: "Doof".

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Hradecky sah in dem Foul des Ex-Nationalspielers den Ausgangspunkt des Gegentores durch den Zwei-Meter-Mann aus Österreich, gegen dessen Kopfballstärke von Seiten der Leverkusener kein Kraut gewachsen war. "Das war scheiße, das weiß er selber", grollte der Finne. "Das ist unnötig - der Fehler war in meinen Augen da."


Hradecky will "mit ganz viel Scharfgang" in die Erfolgsspur

Die Leverkusener offenbarten nach dem Weggang von Topstar Kai Havertz, der im Sommer für 80 Millionen Euro an den FC Chelsea verkauft wurde, in dieser Saison bisher teils massive spielerische Defizite. So schoss Bayer in drei Spielen lediglich zwei Törchen - zu wenig für die hohen Ansprüche, die man vor allem in kreativer Hinsicht seit Jahren hat. "Ganz ehrlich, das war kein gutes Spiel von uns", sagte Bosz. "Wir mussten in der ersten Halbzeit zweimal wechseln, das hat uns nicht geholfen. Aber wir haben heute in Ballbesitz einfach zu wenig gebracht. Das können das viel besser." Kein Wunder, dass Hradecky für die Zeit nach der anstehenden Spielpause eine klare Reaktion der Mannschaft einfordert: "Nach der Länderspielpause müssen wir uns ganz viel Scharfgang zurückholen." Dann vermutlich vorerst ohne den neuen Torjäger Schick, der wohl wochenlang ausfällt.