06. November 2019 / 22:51 Uhr

Bayer Leverkusen wendet Champions-League-Aus ab: Bosz-Team feiert gegen Atlético ersten Sieg

Bayer Leverkusen wendet Champions-League-Aus ab: Bosz-Team feiert gegen Atlético ersten Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Nationalspieler Kevin Volland hat für Bayer Leverkusen gegen Atlético Madrid getroffen.
Ex-Nationalspieler Kevin Volland hat für Bayer Leverkusen gegen Atlético Madrid getroffen. © imago images/Nordphoto
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Bayer Leverkusen hat das Aus in der Champions League mit einem überraschenden Sieg gegen das spanische Spitzenteam Atlético Madrid abgewendet. Kevin Volland und ein Eigentor von Madrid-Profi Thomas sorgten für den ersten Erfolg der Werkself in dieser Königsklassen-Spielzeit.

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Premiere für Bayer Leverkusen: Nach drei Niederlagen in Folge hat die Werkself das erste Spiel in dieser Champions-League-Saison gewonnen. Gegen Atlético Madrid gewannen überraschend starke Leverkusener mit 2:1 (1:0). In der BayArena erzielten Atlético-Profi Thomas (41.) per Eigentor und Kevin Volland (55.) die Treffer für Bayer. Nadiem Amiri sah in der 84. Minute nach einem groben Foul die Rote Karte. In Unterzahl kassierte Bayer noch das 1:2 durch Alvaro Morata (90.).

Eine Premiere erlebte auch Leverkusen-Coach Peter Bosz: Im zehnten Königsklassen-Spiel seiner Karriere gewann der Holländer seine erste Partie.

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Leverkusen-Verteidiger Tah glücklich: "Super Spiel abgeliefert"

Für Nationalspieler Jonathan Tah war der Sieg verdient: "Wir haben super gekämpft und auch gut Fußball gespielt. Wir haben ein super Spiel abgeliefert und haben bis zum Ende durchgezogen", sagte der Verteidiger. "Wir wussten, dass ein 1:0 gegen eine solche Mannschaft nicht reicht und haben weitergekämpft." Torschütze Volland lobte die Hintermannschaft um Tah: "Heute haben wir zu 100 Prozent den Plan umgesetzt. Es war wichtig, dass wir diesmal keinem Rückstand hinterhergelaufen sind. Wir haben heute überragend verteidigt und verdient gewonnen", so der Ex-DFB-Profi.

Für Bayer Leverkusen ist der Sieg gegen den Vierten der spanischen Liga eine Erlösung. Mit drei Punkten ist die Werkself zwar immer noch Tabellenletzter der Gruppe D mit drei Punkten (punktgleich mit Lokomotive Moskau), hat aber die Chance mit einem Sieg gegen die Moskauer den direkten Vergleich (Hinspiel: 1:2) für sich zu entscheiden und damit sicher in der Europa League zu überwintern. Mit der Qualifikation für das Achtelfinale wird es aber schwer: Der Abstand zu Atlético auf Platz zwei beträgt vier Punkte. Tabellenführer Juventus Turin (zehn Punkte) ist nach dem Sieg gegen Lokomotive bereits sicher für die K.o-Runde qualifiziert

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Bayer Leverkusen von Beginn an überlegen

Bayer war gegen Atlético von Beginn an überlegen und hatte mehr Ballbesitz. Chancen gegen die cleveren Spanier gab es selten. Lediglich wenn die Werks-Fußballer mal über die Außen kamen, sorgten sie für ein wenig Gefahr. In der 21. Minute hatte Volland mit einem Flachschuss aus kurzer Entfernung die bis dahin noch beste Möglichkeit.

Unsicherheiten offenbarte Atletico indes bei Standardsituationen. Nach einem Eckball lenkte Madrids Felipe den Ball an die Latte des Gästetores. Drei Minuten später war es dann Thomas, ebenfalls nach einem Eckball, der beim Versuch, per Kopf zu klären, ins eigene Netz traf.

Amiri-Rot und Morata-Gegentreffer lassen Leverkusen zittern

Nach der Pause lockerte Atletico seine Defensivtaktik. Das gab Leverkusen Räume, die besonders Karim Bellarabi auf der rechten Seite nutzte. So flankte er in der 55. Minute auf Volland, der aus neun Metern vollendete. Madrid erhöhte in der Folgezeit den Druck, Bayer verlegte sich aufs Kontern. Atletico fiel überraschend wenig ein, um die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Leverkusens Torwart Lukas Hradecky musste nur wenige Male wie bei Thomas Lemars Distanzschuss (72.) ernsthaft eingreifen.

Aufregung gab es in der 78. Minute, nachdem es nach einem Eckball im Madrider Strafraum zu einem wilden Gerangel zwischen den Spielern kam. Ergebnis: vier Gelbe Karten auf einmal für Leverkusens Jonathan Tah, Bellarabi, Madrids Oblak und Alvaro Morata. Die letzten Minuten in Unterzahl nach Rot für Amiri überstand Bayer zunächst schadlos. Bis Moratas Tor es noch einmal spannend machte.

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