17. April 2022 / 22:13 Uhr

Bayer-Torhüter Hradecky schlägt Alarm: "Jeder muss sich fragen, ob wir Champions League spielen wollen"

Bayer-Torhüter Hradecky schlägt Alarm: "Jeder muss sich fragen, ob wir Champions League spielen wollen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayer Leverkusen zog gegen RB Leipzig den Kürzeren.
Bayer Leverkusen zog gegen RB Leipzig den Kürzeren. © IMAGO/Treese/Eibner (Montage)
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Durch die Niederlage gegen RB Leipzig gerät Bayer Leverkusen im Kampf um die Qualifikation für die Champions League gehörig unter Druck. Tabellenplatz drei ist futsch, der SC Freiburg drängelt von hinten. Bayer-Keeper Lukas Hradecky macht eine klare Ansage.

Anfang April war die Bundesliga-Welt bei Bayer Leverkusen noch in Ordnung. Als Tabellendritter lag man mit sechs Punkten Vorsprung auf den Fünften SC Freiburg klar auf Champions-League-Kurs. Die Mannschaft wirkte auch nach dem Europa-League-Ausscheiden gegen Atalanta Bergamo gefestigt, die Königsklasse konnte kommen. Rund zwei Wochen später scheint das Konstrukt gehörig ins Wanken zu geraten. Erst das 0:0 beim VfL Bochum, am Sonntagabend dann eine bittere 0:1-Heimpleite gegen den direkten Rivalen RB Leipzig. Folge: Die Sachsen schoben sich im Klassement an der Werkself vorbei, der Fünfte Freiburg liegt nur noch einen Zähler hinter Leverkusen.

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Torhüter Lukas Hradecky schlug nach der Niederlage gegen RB Alarm. "Es liegt an Kleinigkeiten. Wir haben in den letzten beiden Spielen kein Tor gemacht. So gewinnst du keine Spiele und holst wenig Punkte. Wir haben noch vier Spiele und liegen gut im Rennen um einen Champions-League-Platz. Wir müssen einfach weitermachen", meinte der Kepper bei DAZN zunächst, um einen deutlichen Weckruf an seine Kollegen hinterherzusenden.

"Es geht in Richtung Ende der Saison. Natürlich ist jeder müde. Aber jeder muss sich selber fragen: Wollen wir Champions League spielen? Wollen wir da spielen? Die Kleinigkeiten finden im Kopf statt. Alle sind als Fußballspieler gut genug, und als Mannschaft funktionieren wir auch. Es liegt an jedem Einzelnen", sagte der finnische Nationalkeeper: "Es ist momentan zu wenig." In der Tat droht Bayer, die fast schon eingeplante Champions League erneut zu verspielen. War man zeitweilig Stammgast in der Königsklasse, reichte es schon in den vergangenen vier Spielzeiten nur zu einer einzigen Teilnahme.

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Am kommenden Wochenende ist ein Sieg bei Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth nun Pflicht, will man nicht gar auf Rang fünf abrutschen. Trainer Gerardo Seoane versprach, in der Partie bei den Franken "offensiv viel mehr anbieten" zu wollen. Dies wird nötig sein – zumal auch Torjäger Patrik Schick seit seinem Comeback nach längerer Verletzungspause unter Ladehemmungen leidet. Seinen bislang letzten von insgesamt 20 Saison-Treffern erzielte der tschechische Nationalstürmer Mitte Februar. Und: Ein kleines Polster auf die Freiburger wäre für Leverkusen schon jetzt wichtig. Am 34. Spieltag kommen die Breisgauer zu einem "möglichen" Endspiel um die Champions-League-Teilnahme in die Bayarena.