19. Dezember 2020 / 20:32 Uhr

Last-Minute-Tor: Robert Lewandowski macht den FC Bayern gegen Bayer Leverkusen zum "Weihnachtsmeister"

Last-Minute-Tor: Robert Lewandowski macht den FC Bayern gegen Bayer Leverkusen zum "Weihnachtsmeister"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern München beendet das Jahr 2020 als Tabellenführer.
Der FC Bayern München beendet das Jahr 2020 als Tabellenführer. © Getty Images
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Robert Lewandowski hat den FC Bayern mit einem Doppelpack gegen Bayer Leverkusen zum "Weihnachtsmeister" der Bundesliga gemacht. Dabei war die Werkself zunächst in Führung gegangen.

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Dank Robert Lewandowski geht der FC Bayern als "Weihnachtsmeister" in das kommende Jahr. Der unter der Woche zum Weltfußballer gekürte Stürmer schoss die Münchner mit einem Last-Minute-Tor (90.+3) zu einem 2:1 (1:1) bei Bayer Leverkusen und sorgte dafür, dass die Bayern in der Tabelle an der Werkself vorbei auf den ersten Platz stürmten. Vor seinem Siegtreffer hatte Lewandowski bereits die Bayer-Führung durch Patrik Schick (14.) ausgeglichen (43.). Als Erster haben die Münchner nun zwei Punkte Vorsprung auf Leverkusen und den Dritten RB Leipzig, der sich zuvor mit einem 0:0 gegen den 1. FC Köln begnügen musste. Bemerkenswert: Bayern-Star Joshua Kimmich gab am Samstag nur sechs Wochen nach seiner Meniskus-Verletzung ein 22-minütiges Comeback.

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Da die ursprünglich für die nächste Woche angesetzten Pokalspiele beider Teams auf Mitte Januar verschoben wurden, war die Partie für Bayer und Bayern das letzte Spiel im Jahr 2020. Folglich verzichteten die Trainer fast komplett auf die sonst übliche Rotation in ihren Anfangsformationen. Leverkusens Peter Bosz brachte im Vergleich zum 4:0 unter der Woche im Rheinderby beim 1. FC Köln nur zwei frische Kräfte: Für Mitchell Weiser und Wendell begannen Edmond Tapsoba und Daley Sinkgraven. Bayern-Coach Hansi Flick stellte nach dem 2:1 gegen den VfL Wolfsburg sogar nur einmal um. Für Alphonso Davies blieb Leroy Sané zunächst außen vor. Kimmich saß bis zu seiner Einwechslung erstmal auf der Bank.

FC Bayern in Noten: Die Einzelkritik zum Topspiel gegen Leverkusen

 Der FC Bayern in der Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen. Zur Galerie
Der FC Bayern in der Einzelkritik gegen Bayer Leverkusen. ©

Nachdem in einer von beiden Seiten engagiert geführten Anfangsphase keine zwingenden Aktionen heraussprangen, agierten die Mannschaften nach zehn Minuten etwas abwartender - bis Bayer dann doch zuschlug. Und wie: Im Anschluss an einen kurz ausgeführten Eckball flankte Nadiem Amiri in die Mitte. Schick hatte sich seinen Gegenspielern davongeschlichen, nahm den Ball volley und versenkte die Kugel für Welttorhüter Manuel Neuer unhaltbar im Netz. Ein Traumtor, das den Bayern einen unliebsamen Rekord bescherte. Zum ersten Mal gerieten die Münchner in sieben aufeinanderfolgen Bundesliga-Spielen mit 0:1 in Rückstand.

In der Folgezeit entwickelte sich ein gute Partie, in der man sich wenig schenkte. Wirklich gefährliche Abschlüsse blieben allerdings aus. Bayern hatte mehr Ballbesitz, Bayer den größeren Zug zum Tor. So auch in der 28. Minute: Leon Bailey schickte Schick per Steilpass in Richtung von Neuer und der tschechische Nationalspieler versenkte eiskalt. Allerdings hatte sich Schick beim Zuspiel wenige Zentimeter im Abseits befunden, so dass Schiedsrichter Felix Zwayer das Tor nach Rücksprache mit dem VAR zurückpfiff. Das 0:2 blieb den Bayern also erspart. Bitter wurde es für die Münchner kurze Zeit später dennoch.


Kingsley Coman giff sich an den Oberschenkel, ging zu Boden und konnte die Partie nicht fortsetzen. Für den französischen Nationalspieler kam Sané ins Spiel (32.). An der Entstehung des Ausgleichs war der Flügelstürmer dann auch gleich beteiligt. Sané spielte den Ball auf Thomas Müller, dessen Flanke die Bayer-Hintermannschaft um Keeper Lukas Hradecky unterschätzte - und Lewandowski köpfte ein.

Nach der Pause bot sich über weite Strecken ein ähnliches Bild: Zwei engagierte Mannschaften lieferten sich packende Duelle, brachten aber nur selten große Chancen zu Stande. In der 67. Minute hatte Serge Gnabry dann aber die Führung des Rekordmeisters auf dem Fuß. Seinen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Hradecky per Glanzparade am Tor vorbei. Wenige Sekunden später dann die Höchststrafe für Sané. Nachdem dem Sommer-Zugang insgesamt nur wenig gelungen war, musste er ohne Anzeichen einer Verletzung wieder vom Feld. Für ihn kam der junge Jamal Musiala. Und der englische Junioren-Nationalspieler war rund zehn Minuten vor dem Ende dem Siegtreffer nah: Sein Schuss tropfte aber an den Pfosten (79.). Lewandowski zielte in der Nachspielzeit dann genauer.