18. Mai 2020 / 10:38 Uhr

Leverkusen-Talent Wirtz könnte gegen Werder debütieren – 17-Jähriger kam im Winter aus Köln

Leverkusen-Talent Wirtz könnte gegen Werder debütieren – 17-Jähriger kam im Winter aus Köln

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 17-jährige Florian Wirtz könnte am Montag zum jüngsten Bundesliga-Spieler der Leverkusener Geschichte werden.
Der 17-jährige Florian Wirtz könnte am Montag zum jüngsten Bundesliga-Spieler der Leverkusener Geschichte werden. © 2020 Getty Images
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Der 17-Jährige Florian Wirtz steht im Kader von Bayer Leverkusen für das Montagsspiel in der Bundesliga bei Werder Bremen. Sollte Trainer Peter Bosz ihn einsetzen, würde er den Rekord von Kai Havertz einstellen und jüngster Debütant der Leverkusener Geschichte werden. Der SPORTBUZZER stellt ihn vor.

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Erst im Winter ist er zu Bayer Leverkusen gewechselt, nun könnte Florian Wirtz am Montagabend beim Auftakt der Werkself nach der Corona-Pause bei Werder Bremen (20.30 Uhr, so könnt ihr es sehen) schon sein Bundesliga-Debüt geben. Und der 17-Jährige würde sich damit in die Geschichtsbücher der Rheinländer eintragen: er wäre der jüngste Bundesliga-Debütant der Bayer-Historie. Am 3. Mai hatte er Geburtstag, ist damit am Montag 111 Tage jünger als Team-Kollege Kai Havertz, der im Alter von 17 Jahren und 126 Tagen debütierte und den Rekord aktuell hält.

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Bosz über Wirtz: "Muss sehr gut sein, wenn er bei uns mittrainiert"

Wie Bayer-Trainer Peter Bosz auf der Pressekonferenz vor der Partie verriet, fährt der Offensiv-Allrounder zumindest schon einmal mit nach Bremen. Und das wohl nicht nur, um einmal in die Abläufe rund um ein Bundesliga-Spiel hineinblicken zu dürfen: "Wenn er bei uns mittrainiert, muss er ein sehr guter Spieler sein", lobte Bosz und machte Wirtz gar Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz. "Ich schätze ihn sehr hoch. Ein sehr guter Spieler, absolut."

Bemerkenswert ist vor allem, wie schnell sich der Youngster in den Profi-Kader der Leverkusener integriert hat. Erst im Winter wechselte er vom 1. FC Köln zu dessen Rheinland-Rivalen. Der Transfer des aktuellen U17-Nationalspielers ging nicht ohne Streit zwischen den Bundesligisten über die Bühne: Die Kölner waren dem Vernehmen nach verärgert darüber, dass sich Leverkusen die Dienste des Talents sicherte, obwohl man eine Vereinbarung habe, nicht in den Jugendabteilungen des anderen zu wildern. FC-Sportvorstand Horst Held und Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro tauschten gar persönliche Hiebe aus.

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Im Finale gegen Moukoko: Wirtz mit Köln zuletzt B-Jugend Meister

Florian Richard Wirtz, wie der Youngster mit vollem Namen heißt begann seine Karriere beim SV-Grün Weiss Brauweiler, in einem Kölner Vorort. Mit sieben Jahre schloss er sich 2010 dem FC an und durchlief dort die Jugendabteilungen. Zuletzt war er noch Teil der U17 im Geißbockheim, mit der er sich in der vergangenen Saison den Deutschen Meistertitel sicherte. Im Finale der Meisterrunde setzte er sich mit seinem Team gegen die B-Jugend von Borussia Dortmund und ein anderes deutsches Top-Talent durch – BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko.

Auch bei der Werkself startete er nach dem Wechsel im Winter zunächst in der Jugend - allerdings eine Klasse höhe als beim FC in der U19. In vier Spielen in der Bundesliga-West der A-Jugend empfahl er sich mit zwei Treffern und drei Vorlagen für Höheres: zuletzt durfte er das Quarantäne-Trainingslager der Profis mitmachen und schaffte es nun in den Kader für die Bundesliga-Partie in Bremen.