13. März 2022 / 17:27 Uhr

Bayer Leverkusen mit rabenschwarzem Sonntag: Pleite im Rheinderby - Wirtz und Frimpong verletzt

Bayer Leverkusen mit rabenschwarzem Sonntag: Pleite im Rheinderby - Wirtz und Frimpong verletzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leverkusen um Trainer Gerardo Seoane erlebte einen bitteren Sonntagnachmittag: Nicht nur das Rheinderby gegen den 1. FC Köln ging verloren, auch Florian Wirtz und Jeremie Frimpong verletzten sich.
Leverkusen um Trainer Gerardo Seoane erlebte einen bitteren Sonntagnachmittag: Nicht nur das Rheinderby gegen den 1. FC Köln ging verloren, auch Florian Wirtz und Jeremie Frimpong verletzten sich. © IMAGO/Beautiful Sports/Jürgen Schwarz/Jan Huebner/Montage
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Große Sorgen um die verletzten Florian Wirtz und Jeremie Frimpong - dazu die Pleite im Rheinderby gegen den 1. FC Köln. Bayer Leverkusen hat einen bitteren Sonntag erlebt und droht, seine gute Ausgangsposition im Rennen um die Champions League aus den Händen zu geben

Bayer Leverkusen hat einen rabenschwarzen Sonntagnachmittag erlebt. Die Werkself verlor das Rheinderby gegen den 1. FC Köln mit 0:1 (0:0) und kassierte im Rennen um die Champions-League-Teilnahme einen empfindlichen Rückschlag. Perspektivisch wohl noch schlimmer: Youngster Florian Wirtz verletzte sich nach einem Zweikampf mit Luca Kilian offenbar schwerer und wurde im ersten Durchgang nach einer minutenlangen Behandlungspause vom Platz getragen (26.). Über das genaue Ausmaß der Knieverletzung gab es zunächst keine Angaben. Zweite Hiobsbotschaft für Bayer: Schon vor der Auswechslung von Wirtz hatte auch Jeremie Frimpong eine wohl nicht unerhebliche Verletzung am Sprunggelenk erlitten. Von Betreuern gestützt, humpelte der Außenverteidiger bereits nach 13 Minuten vom Feld.

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Zu allem Überfluss schoss Kingsley Schindler die Gäste im zweiten Durchgang dann auch noch zum Sieg (67.). Als Tabellendritter hat Bayer nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Verfolger. Die Kölner pirschen sich durch den Erfolg hingegen wieder ein wenig an die Europapokal-Plätze heran. Sie sind vorerst Siebter.

Leverkusens Trainer Gerardo Seoane hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:3 unter der Woche in der Europa League bei Atalanta Bergamo auf vier Positionen verändert. So waren Odilon Kossounou, Piero Hincapié, Kerem Demirbay und Paulinho neu dabei. Auch Kölns Coach Steffen Baumgart stellte nach dem 0:1 in der Vorwoche bei der TSG Hoffenheim viermal um. So kehrten Timo Hübers und Kapitän Jonas Hector zurück. Auch Ondrej Duda und Sebastian Andersson rückten in die Anfangsformation.

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Es entwickelte sich eine von Beginn an intensive Partie, in der es zunächst allerdings keine großen Chancen stattdessen aber früh die erste längere Verletzungspause gab. Frimpong musste nach einem Zusammenprall mit Florian Kainz behandelt werden und konnte nicht weitermachen. Einige Minuten später kam Paulinho nach starkem Zuspiel von Wirtz dann zur ersten guten Bayer-Möglichkeit (17.), Kainz versuchte sich auf der Gegenseite mit einem sehenswerten am Ende aber erfolglosen Kunstschuss (20.). Kurz darauf kam es zur verhängnisvollen Szene um Wirtz. Der Nationalspieler wurde von Kilian gestoßen, kam unglücklich auf und verdrehte sich das Knie.

Sofort gestikulierte der 18-Jährige in Richtung der Leverkusener Bank und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Ärzte und Betreuer eilten herbei, ehe auch eine Trage aufs Feld gebracht und Wirtz schließlich in die Stadionkatakomben getragen wurde. Beide Mannschaften und ihre Trainer verfolgten das Geschehen sichtlich geschockt, so dass sich unter dem Eindruck der Szenen in der Folge vorerst auch kein wirklicher Spielfluss mehr entwickeln sollte. Moussa Diaby (35.) und Demirbay (41.) brachten bis zur Pause noch zwei mittelmäßig gefährliche Abschlüsse zur Stande.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hektisch und bot meist nicht viele Höhepunkte - bis Kölns Joker stachen. Der eingewechselte Schindler versenkte den Ball auf Hereingabe des eingewechselten Dejan Ljubicic mit einer sehenswerten Direktabnahme (67.).