26. Januar 2020 / 19:48 Uhr

Chancenwucher: Bayer Leverkusen schießt Fortuna Düsseldorf tiefer in die Krise

Chancenwucher: Bayer Leverkusen schießt Fortuna Düsseldorf tiefer in die Krise

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz hat Bayer Leverkusen zum Sieg gegen Fortuna Düsseldorf geköpft.
Kai Havertz hat Bayer Leverkusen zum Sieg gegen Fortuna Düsseldorf geköpft. © Getty
Anzeige

Bayer Leverkusen hat sich in der Bundesliga auf den fünften Platz verbessert und Schlusslicht Fortuna Düsseldorf tiefer in die Krise geschossen. Die Werkself, die zahlreiche Großchancen liegen ließ, tat sich allerdings lange schwer.

Anzeige

Bayer Leverkusen hat trotz einer eklatant schwachen Chancenverwertung mit 3:0 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen und sich in der Bundesliga auf den fünften Platz verbessert. Nationalspieler Kai Havertz (40.) köpfte kurz vor der Pause den Führungstreffer gegen das Schlusslicht, das gegen den Europapokal-Aspiranten trotz sportlicher Krise durchaus mithalten konnte. Fortunen-Keeper Florian Kastenmeier, der erneut den verletzten Stammtorwart Zack Steffen vertrat, sah beim Gegentreffer nicht gut aus.

Anzeige

Kapitän Lars Bender (79.) machte nach einem Standard alles klar, nachdem die Gastgeber zahlreiche gute Möglichkeiten vergeben hatten. Per Elfmeter legte der eingewechselte Lucas Alario (89.) den dritten Treffer nach. Auch die Gäste ließen in einem unterhaltsamen und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel mehrere klare Chancen aus. Bender war nach dem Schlusspfiff trotz des deutlichen Sieges nicht zufrieden. "So viele Chancen, wie dir liegen lassen, da kann das Spiel auch eine andere Wendung nehmen", sagte der Kapitän bei Sky. "Es war in Summe nicht das Spiel, das wir uns vorgenommen hatten. Es warten Gegner, die uns das Leben deutlich schwerer machen werden."

Mehr vom SPORTBUZZER

Nach der fünften Niederlage aus den letzten sechs Spielen und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz nimmt der Druck auf Friedhelm Funkel bei den Düsseldorfern zu. Nachdem unter der Woche interne Kritik an dem Trainer-Routinier bekannt geworden war, ist die Fortuna erstmals seit Dezember 2018 wieder Letzter. Als Statement gegen Funkel war die Leistung der Spieler nicht zu werten, dennoch dürfte die Partie am Samstag gegen Eintracht Frankfurt für Funkel zum Endspiel werden.

Die Leverkusener starteten dagegen mit sechs Punkten aus zwei Spielen ideal aus der Winterpause und verbesserten sich bei der erhofften Aufholjagd auf die Champions-League-Plätze auf Rang fünf. Die Gäste überließen Leverkusen wie vermutet den Ball, ohne sich komplett in der eigenen Hälfte einzuigeln. Dank großer Leidenschaft und Kompaktheit ließ die Fortuna in der ersten Viertelstunde, in der Bayer mit sieben Toren das gefährlichste Team der Liga ist, nur einen Schuss zu.

50 ehemalige Spieler von Bayer Leverkusen - und was aus ihnen wurde

Dimitar Berbatow, Bernd Schneider, Michael Ballack: Sie alle haben jahrlang ihre Schuhe für Bayer 04 geschnürt. Doch was wurde aus diesen und weiteren ehemaligen Spielern der Werkself? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis von Bayer Leverkusen - und was sie heute machen. Zur Galerie
Dimitar Berbatow, Bernd Schneider, Michael Ballack: Sie alle haben jahrlang ihre Schuhe für Bayer 04 geschnürt. Doch was wurde aus diesen und weiteren ehemaligen Spielern der Werkself? Der SPORTBUZZER zeigt 50 Ex-Profis von Bayer Leverkusen - und was sie heute machen. ©

Leverkusen startet mit sechs Punkten aus zwei Spielen

Nachdem Markus Suttner nach einem Schuss von Karim Bellarabi auf der Linie rettete (27.), wäre die Fortuna plötzlich fast in Führung gegangen: Eine Hereingabe von Suttner verpasste der für Dawid Kownacki ins Team gerutschte Erik Thommy im Fünfmeterraum knapp (30.). Fünf Minuten vor Pause köpfte Havertz dann aber eine Flanke von Bellarabi ein. Und hätte Kevin Volland bei einem Schuss von Jonathan Tah nicht im Weg gestanden (43.), hätte Bayer zur Pause schon 2:0 geführt.

Nach dem Wechsel erhöhte Leverkusen zunächst Dominanz und Druck. Doch der glücklose Kevin Volland (55./61.) sowie der eifrige Moussa Diaby (58.), der mit 35,95 km/h den zweitschnellsten in der Liga gemessenen Sprint hinlegte, vergaben beste Chancen. Funkel wurde nun emotionaler, lief immer wieder zum Spielfeldrand. Und tatsächlich berappelten sich die taumelnden Gäste und hätten durch Rouwen Hennings fast den Ausgleich erzielt (62.). Doch Bayer hatte weiter viele Chancen, eine davon nutzte Lars Bender nach einer Ecke am langen Pfosten.