21. März 2021 / 17:25 Uhr

Bayer Leverkusen völlig von der Rolle: Hertha BSC landet wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf

Bayer Leverkusen völlig von der Rolle: Hertha BSC landet wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Herthas Spieler bejubeln das frühe 1:0 durch Deyovaisio Zeefuik, Leverkusen enttäuschte auf ganzer Linie.
Herthas Spieler bejubeln das frühe 1:0 durch Deyovaisio Zeefuik, Leverkusen enttäuschte auf ganzer Linie. © IMAGO/Andreas Gora/Matthias Koch
Anzeige

Im Rennen um das europäische Geschäft hat Bayer Leverkusen einmal mehr Federn gelassen. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit kassierte die Werkself bei Abstiegskandidat Hertha BSC eine herbe Niederlage.

Anzeige

Die Krise von Bayer 04 Leverkusen geht weiter: Nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit hat die Werkself beim 0:3 (0:3) gegen Abstiegskandidat Hertha BSC die nächste herbe Niederlage einstecken müssen. Im Berliner Olympiastadion setzte es für die Mannschaft von Trainer Peter Bosz nach Berliner Toren von Deyovaisio Zeefuik (4.), Matheus Cunha (26.) und Jhon Cordoba (33.) die bisher höchste Saisonpleite, die auch den Niederländer zunehmend unter Druck setzen dürfte. Während die konterstarke Hertha sich mit dem erst zweiten Sieg in den letzten zwölf Spielen auf den 14. Platz verbessern konnten, verlieren die Leverkusener auf Rang sechs nach der dritten Pleite in den letzten vier Spielen die avisierten Champions-League-Ränge immer weiter aus den Augen.

Anzeige

Dass die Gastgeber nach drei Niederlagen in den letzten vier Spielen mit dem Messer zwischen den Zähnen antreten wollten, zeigte Trainer Pal Dardai schon vor dem Anpfiff. In einem Sky-Interview wies der Ungar Reporter Marc Behrenbeck zurecht, der sich wegen der erneuten Startelf-Berufung seines Sohnes Marton Dardai erkundigt hatte. Mit Wut im Bauch traten auch seine Spieler an: Schon in der vierten Minute überrumpelten die Berliner die Gäste, nach einer Faustabwehr von Bayer-Keeper Lennart Grill spielte Dodi Lukebakio gedankenschnell zu Zeefuik, der per Direktabnahme das sehenswerte 1:0 erzielte.

Bayer mit Spielkontrolle, Hertha extrem konterstark

Bayer probierte es nach bekanntem Muster mit viel Spielkontrolle. Das gelang bedingt, Patrik Schick (11.) hatte per Kopf die noch beste Möglichkeit, der Ball ging aber vorbei. Leverkusen hatte den Ball, Hertha das Abschlussglück, das in dieser Saison bisher oft fehlte: Nach einem Ballverlust von Charles Aranguiz ging es bei der Hertha schnell, über Matteo Guendouzi und Lucas Tousart kam der Ball zu Lukebakio, der wiederum Cunha freispielte. Der Brasilianer, nach einer Oberschenkelverletzung erstmals wieder im Aufgebot, überwand Grill mit einem platzierten Schuss - 0:2 (26.). Und damit nicht genug: Bayer präsentierte sich nun schwer angeknockt, Hertha nutzte das erneut schnell - erneut per Konter, diesmal nach einem Ballverlust des designierten DFB-Debütanten Florian Wirtz: Cunha, Zeefuik und Lukebakio hießen die bewährten Stationen, das Tor erzielte diesmal Cordoba - 3:0 (33.). Drei Tore hatten die Berliner in den letzten fünf Toren übrigens zusammen erzielt.



Die weiter schnörkellos agierenden Berliner waren auch im zweiten Durchgang offensivfreudig, obwohl Bosz mit Nadiem Amiri und Lucas Alario frische Offensivkräfte brachte. Grill parierte eine Berliner Doppelchance gegen Cordoba und Cunha (50.), Lukebakio erzielte nach einem weiteren stark ausgespielten Tempogegenstoß das vierte Hertha-Tor, dem Schiedsrichter Felix Brych wegen eines Handspiels von Cordoba aber die Anerkennung verweigerte (52.). Auf der Gegenseite blockte der herausstürmende Rune Jarstein in höchster Not einen Versuch von Amiri (54.). Bayer machte es sich allerdings die meiste Zeit unnötig kompliziert. Trotz deutlich geringerer Spielanteile hatte Hertha mehr Möglichkeiten, der starke U21-Nationalkeeper Grill entschärfte eine weitere Doppelchance gegen Cunha und Lukebakio (66.). Hertha war letztlich einzig vorzuwerfen, dass man mit der Chancenverwertung zu nachlässig umging - der eingewechselte Krzysztof Piatek traf in der Schlussphase noch das Außennetz (88.).