12. Mai 2020 / 18:51 Uhr

Leverkusen-Keeper Hradecky kritisiert Bundesliga: „Jemanden zu fragen, wäre nicht schlecht gewesen“

Leverkusen-Keeper Hradecky kritisiert Bundesliga: „Jemanden zu fragen, wäre nicht schlecht gewesen“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kritisiert das fehlende Mitspracherecht der Spieler: Lukas Hradecky.
Kritisiert das fehlende Mitspracherecht der Spieler: Lukas Hradecky. © Christof Koepsel/Getty Images
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Der Bundesliga-Keeper Lukas Hradecky von Bayer Leverkusen ist Neven Subotic zur Seite gesprungen. Auch der Finne fand es unglücklich, dass die Spieler nicht bezüglich eines Re-Starts der Liga befragt wurden.

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Bayer Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky fühlt sich bei der Entscheidungsfindung zum Re-Start der Fußball-Bundesliga von der Deutschen Fußball Liga übergangen. „Die Entscheidung wurde von der Liga getroffen, das ist auch gut so. Aber jemanden zu fragen, wäre nicht schlecht gewesen. Natürlich ist es für alle eine schwierige Situation, die Entscheidungen müssen getroffen werden, aber dann sollten sie von allen zusammen getroffen werden“, sagte der 30-Jährige dem Kicker.

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Vor dem ersten Leverkusener Spiel beim SV Werder Bremen am Montagabend (20.30 Uhr) hofft der Torhüter, dass die Saison auch zu Ende gespielt werden kann. „Es wird viel verlangt von uns Spielern, gerade im Privatleben. Dass man da aufpasst. Aber gut: Wir dürfen mit unserer Arbeit anfangen. Und wir sollen dem gerecht werden, dass wir wieder spielen dürfen“, sagte Hradecky.

Der Keeper befindet sich derzeit mit seinem Klub im Trainingslager. „Eine Woche Quarantäne ist noch plausibel, aber für die komplette restliche Saison wäre das schon ein harter Schlag gewesen. Ich weiß nicht, ob alle mitgemacht hätten“, sagte der Torhüter.

Subotic kritisiert Bundesliga

Zuvor hatte Neven Subotic von Union Berlin mehrfach seine Kritik am frühzeitigen Neustart der Bundesliga bekräftigt. "In Deutschland sind die Spieler in einer schwachen Position", sagte der ehemalige BVB-Profi dem Deutschlandfunk. "Wir wurden informiert, nachdem alle Entscheidungen gefallen waren. Ich will mich nicht aus der Verantwortung rausreden - aber es gab keine vertretende Instanz der Spieler."

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VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky unterstützte Subotic im SPORTBUZZER-Interview. „Diese Kritik ist nachvollziehbar und berechtigt“, sagte der VDV-Geschäftsführer. „Gerade in schwierigen Phasen müssen Spieler besser eingebunden werden, um gute Lösungen für alle zu finden.“