10. August 2020 / 23:55 Uhr

Bayer "sah nervös aus": Leverkusen-Trainer Bosz fühlt sich nach Viertelfinal-Aus gegen Inter "leer"

Bayer "sah nervös aus": Leverkusen-Trainer Bosz fühlt sich nach Viertelfinal-Aus gegen Inter "leer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Peter Bosz ist mit Bayer Leverkusen im Viertelfinale der Europa League ausgeschieden.
Peter Bosz ist mit Bayer Leverkusen im Viertelfinale der Europa League ausgeschieden. © Norbert Schmidt Sport Photos
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Als letzte deutsche Mannschaft ist Bayer Leverkusen aus der Europa League ausgeschieden. Zum Auftakt des Europa-League-Finalturniers in Nordrhein-Westfalen verlor die Mannschaft von Peter Bosz letztlich verdient im Viertelfinale gegen Inter Mailand. Der Trainer zeigte sich anschließend erschöpft - und enttäuscht.

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Inter Mailand hat den Traum von Bayer Leverkusen vom Finale daheim am Rhein in der Europa League beendet. Der italienische Spitzenklub besiegte den Fünften der Bundesliga in einem abwechslungsreichen Viertelfinale in Düsseldorf verdient mit 2:1 (2:1) und warf das Team von Trainer Peter Bosz damit aus dem Final-Turnier in Nordrhein-Westfalen - als letzte deutsche Mannschaft.

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Der holländische Coach zeigte sich nach der Partie tief enttäuscht. "Was ich gesehen habe, war sehr unruhig", erklärte der Holländer, dessen Mannschaft schon nach 21 Minuten und Toren von Nicolo Barella und Romelu Lukaku mit 0:2 im Hintertreffen lag, gegenüber RTL. "Wir haben einfache Bälle ins Aus gespielt, es sah nervös aus." Auch Bayer-Keeper Lukas Hradecky haderte mit der schwachen Anfangsphase der Werkself. "Das schnelle 0:2 hat uns das Leben schwer gemacht. Wir haben alles versucht, hatten aber nicht das Glück, dass der Ball auch reingeht."

Nach einer langen und kräftezehrenden Saison, die für Bayer mit der Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern (2:4) und dem Ausscheiden beim Finalturnier der Europa League in Nordrhein-Westfalen unterm Strich enttäuschend endete, fühle er sich "leer", gab Bosz zu. Auch seine Mannschaft hatte sich nicht so frisch gezeigt wie in vielen Phasen der Spielzeit. "Jetzt müssen wir erstmal die Köpfe freikriegen und das Ganze verdauen", sagte Jonathan Tah, der kurzfristig für den angeschlagenen Sven Bender in die Startelf gerückt war.

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Leverkusen hatte über die gesamte Spielzeit weniger Möglichkeiten herausspielen können als das vor allem über Lukaku extrem gefährliche Inter. Bosz haderte, man habe "schneller schießen, schneller flanken" müssen. "Es waren zu wenige richtige Chancen", betonte der Holländer, der 2017 mit Ajax Amsterdam bis ins Finale der Europa League vorgestoßen, aber letztlich an Manchester United gescheitert war.

Genau wie Hradecky ("Wir müssen daraus lernen und im nächsten Jahr wieder angreifen") sieht auch der Ex-Hamburger Tah das Spiel als zusätzliche Motivation für die Saison 2020/21, die schon Mitte September wieder beginnt. "Ich glaube, aus solchen Spielen nimmt man sehr viel mit, sehr viel Erfahrung, wie schon im Pokalfinale. Im nächsten Schritt sollte es soweit sein, dass wir solche Spiele auch gewinnen."