11. Mai 2019 / 21:17 Uhr

Rudi Völler rastet nach Leverkusen-Remis aus: Verbal-Attacke gegen Schiedsrichter Aytekin

Rudi Völler rastet nach Leverkusen-Remis aus: Verbal-Attacke gegen Schiedsrichter Aytekin

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rudi Völler hat Schiedsrichter Deniz Aytekin nach dem 1:1 von Bayer Leverkusen gegen Schalke 04 scharf kritisiert. 
Rudi Völler hat Schiedsrichter Deniz Aytekin nach dem 1:1 von Bayer Leverkusen gegen Schalke 04 scharf kritisiert.  © dpa / imago images
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Bayer Leverkusen hat die Europa League sicher, die Qualifikation für die Champions League droht die Werkself aber wie im Vorjahr leichtfertig zu verspielen. Für Sportchef Rudi Völler hieß der Sündenbock Deniz Aytekin. Völler redetete sich förmlich in Rage.

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Rudi Völler kam energischen Schrittes in die Interview-Zone, die erste Frage wartete er gar nicht erst ab. Seiner Wut über Schiedsrichter Deniz Aytekin wollte der Sportchef von Bayer Leverkusen nach dem 1:1 (1:0) gegen den FC Schalke 04 in der Bundesliga unbedingt Luft machen. Es folgte einer seiner berüchtigten, zuletzt aber rar gewordenen Wutausbrüche.

„Herr Aytekin hat offenbar beschlossen, heute nur für Schalke Elfmeter zu pfeifen“, schimpfte der frühere DFB-Teamchef. Auf die Frage, wie er die Chancen der Leverkusener erachte, am letzten Spieltag doch noch die Champions League zu erreichen, sagte Völler mit beißender Ironie: „Herr Aytekin wird nicht unser Schiedsrichter sein. Das beruhigt mich ein bisschen.“

Weizenbier und Co.: Die Wutreden von Rudi Völler im Überblick

Rudi Völler ist bekannt für seine Gefühlausbrüche. Der SPORTBUZZER hat seine  schönsten verbalen Entgleisungen in einer Galerie zusammengestellt. Zur Galerie
Rudi Völler ist bekannt für seine Gefühlausbrüche. Der SPORTBUZZER hat seine  schönsten verbalen Entgleisungen in einer Galerie zusammengestellt. ©
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Völler-Wut auf Aytekin - um diese Szenen geht es!

Der FIFA-Schiedsrichter aus Oberasbach, einer der besten seiner Zunft, wurde von der Kritik Völlers überrumpelt. „Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll“, sagte Aytekin: „Und ich wüsste auch nicht, welche Szene man da bemühen könnte.“

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Völler ging nicht auf alle Szenen ein, es ging ihm offenbar um das Gesamtpaket einer vom Videobeweis geprägten zweiten Halbzeit. Zunächst gab Aytekin das 1:1 von Guido Burgstaller (47.) nach Überprüfung auf Abseits. Dann sprach er Schalke einen Foul-Elfmeter zu, nachdem das Spiel längst weitergelaufen war. Einen schon gegebenen Elfmeter für Schalke nahm er nach Videobeweis zurück (71.). Und nach einer Aktion gegen Leverkusens Julian Baumgartlinger im Strafraum verzichtete er auf die Ansicht der Bilder. Fraglich war allenfalls der Strafstoß, mit dem Daniel Caliguiri an Bayer-Torhüter Lukas Hradecky gescheitert war (53.).

Auch Bayer-Trainer Bosz wütet gegen Aytekin: "Unserem Niveau angepasst"

„Ich habe fast die ganze Saison keinen Videobeweis benötigt. Aber heute war ich heilfroh, dass wir ihn hatten“, sagte Aytekin: „Und die Bilder haben, denke ich, gezeigt, dass alles so okay war.“ Im Leverkusener Lager war die Meinung aber einhellig. „Ich muss dazu nicht viel sagen“, meinte Trainer Peter Bosz: „Wir haben alle gesehen, dass er sich in der zweiten Halbzeit unserem Niveau angepasst hat.“ Die Leistung nach dem 16. Saisontor von Kai Havertz (31.) nannten sowohl Bosz als auch Völler „schlecht“.

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Doch auch das lag für Abwehrspieler Jonathan Tah ein wenig am Schiedsrichter. „Vielleicht hat die ein oder andere unklare Entscheidung von ihm uns verunsichert und die Schalker gepusht“, mutmaßte der Nationalspieler. Schalkes Burgstaller sah das komplett anders und lobte Aytekin für seine außergewöhnliche Offenheit. „Der Schiri hat das super gemacht“, sagte der Österreicher: „Er hat uns alles erklärt. Da kommt ein bisschen Ruhe rein.“ Aytekin erklärte: „Die Spieler haben einen Anspruch zu erfahren, was ich mache und gesehen habe.“

Leverkusen droht Ziele leichtfertig zu verspielen

Im Endeffekt war es wohl auch wieder ein Ablenkungsmanöver Völlers. Die Europa League und damit die neunte Europacup-Teilnahme in den vergangenen zehn Jahren ist seit Samstag gesichert, das war nach der schwachen Vorrunde nicht selbstverständlich. Doch wie im Vorjahr, als drei Tore für die Champions League fehlten, droht Bayer das ganz große Ziel wieder leichtfertig zu verspielen.

Leverkusens Hoffnung: Die Rivalen Mönchengladbach und Frankfurt spielen zum Abschluss gegen die Meister-Duellanten München und Dortmund. „Wenn wir unser Spiel in Berlin gewinnen, haben wir eine ordentliche Chance“, sagte Völler.

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