02. April 2021 / 17:52 Uhr

Leverkusen-Sportdirektor Simon Rolfes: Darum bleibt Rudi Völler nach dem Rückzug ein "wichtiger Ratgeber"

Leverkusen-Sportdirektor Simon Rolfes: Darum bleibt Rudi Völler nach dem Rückzug ein "wichtiger Ratgeber"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Simon Rolfes und Bayer Leverkusen wollen auch künftig von Rudi Völlers Erfahrung profitieren.
Simon Rolfes und Bayer Leverkusen wollen auch künftig von Rudi Völlers Erfahrung profitieren. © IMAGO/Nordphoto/Revierfoto (Montage)
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Für Rudi Völler ist nach Ablauf seines Vertrags im Sommer 2022 als Geschäftsführer von Bayer Leverkusen Schluss. Sportdirektor Simon Rolfes sieht den 60-Jährigen nicht zuletzt aufgrund seiner großen Erfahrungswerte aber auch künftig als wichtigen Ansprechpartner.

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Für Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes bleibt Rudi Völler auch nach dem Ende seiner Amtszeit beim Werksklub ein wichtiger Ratgeber. "Verantwortung im operativen Geschäft, ob für die Lizenzmannschaft, beim Scouting oder im Nachwuchs, trage ich jetzt ja schon seit zweieinhalb Jahren. Das ändert aber nichts daran, dass Rudi für mich immer ein wichtiger Ansprechpartner ist mit seiner ungeheuren Erfahrung", sagte Rolfes dem Portal ran.de. Völler wird im Sommer 2022 als Geschäftsführer Sport bei Bayer aussteigen und Rolfes dann die komplette sportliche Kompetenz übertragen.

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"Rudi ist seit Jahrzehnten eine der prägenden Figuren im deutschen Fußball. Er ist enorm beliebt und ein ausgewiesener Fußball-Fachmann. Ohnehin halte es ich grundsätzlich für falsch, den großen Erfahrungsschatz von Älteren außen vor zu lassen", sagte Rolfes. "Deshalb wird Rudi für mich immer ein wichtiger Ratgeber bleiben - auch nach 2022."

Völler-Ausstieg an Weihnachten thematisiert

Völler hatte zuletzt Einblicke in seine Entscheidungsfindung gegeben, seine derzeitige Funktion 2022 aufgeben zu wollen. "An Weihnachten habe ich das Thema mit meiner Frau Sabrina besprochen. Seither steht fest: 2022 ist für mich Schluss. Zumindest in dieser Form", sagte der Weltmeister von 1990, der 1994 als Spieler nach Leverkusen kam.

Gänzlich zufrieden ist er mit seiner Zeit bei der Werkself nicht, sieht in der Vergangenheit stattdessen einige verpasste Chancen. "Ich bin selbstkritisch genug zu sagen, dass es zu wenig für Bayer Leverkusen war, im DFB-Pokal nur zweimal das Finale erreicht und verloren zu haben: 2009 gegen Werder, 2020 gegen Bayern." Der Klub sei zu häufig gegen Mannschaften ausgeschieden, "gegen die das nicht passieren darf", so Völler. Auch in dieser Saison wird für Bayer kein Titel hinzukommen. In der Bundesliga steht Leverkusen mit 21 Zählern Rückstand zur Spitze auf Rang sechs, im DFB-Pokal (1:2 n.V. gegen RW Essen) und in der Europa League (3:4, 0:2 gegen Young Boys Bern) musste man jeweils überraschend die Segel streichen.